Archiv des Autors: Curtis Nike

Geschützt: Ritus – ein Film

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Kunst und Magie

04.02.2019

Ein Altar, welcher der Kunst dient.

Kunst und Magie fließen aus einer Quelle der kreativen Inspiration. Und gerade jetzt, um Imbolg oder Brigid herum, spüre ich dies stets sehr stark. Das Licht wird von Tag zu Tag stärker, das Herz öffnet sich dem kommenden Frühling und die Freude an der Kreativität erwacht aus der Winterruhe. Ich bin schon sehr neugierig was dieses Jahr an neuen Impulsen, Ideen und Geistesblitzen mit sich bringt. 

Für mich bedeutet kreativer Ausdruck auch stets offen für neue Impulse zu sein. Die Bereitschaft zu haben sich Projekten zu öffnen, die abseits der bisher eingelaufenen Wege liegen, ist die Abenteuerlust des Neugierigen. Und ich gehöre zu den besonders neugierigen und experimentierfreudigen Geschöpfen. Glücklich ist, wer Freunde hat, die diese Energie unterstützen.

Freunde zu haben bedeutet selbst bei den größten Experimenten stets Halt zu haben.

Was bei einem der kreativen Projekte beherzter, künstlerisch aktiver Menschen, die mich mit ins Boot geholt haben, heraus gekommen ist, dies werde ich Euch im Laufe dieser Woche hier im Blog in Form eines kleinen aber feinen künstlerischen Filmes zeigen. Die Verbindung zwischen Kunst und Magie, die künstlerische Darstellung ritueller Handlungen stehen hier im Fokus. Wer sich für dieses Projekt interessiert mag sich schon einmal folgendes merken: Mein nächster Beitrag wird für Euch unter dem Passwort ‚Ritus‘ zugänglich sein. 

Ich freue mich auf Euch und auf Euer Feedback! 

Vielen Dank!

31.01.2019

Es liegt in der Natur der Dinge, dass ich selbst verhältnismäßig selten auf meine eigene Website gehe. Zwar bearbeite ich sie regelmäßig, aber besuche sie kaum. Ich weiß ja eh was ich dort poste. Als ich jedoch Anfang des Jahres meinen Jahresüberblick schrieb, fiel mir auf, dass mir nur ein paar Hundert Klicks fehlten, um die 50.000 Marke bei meinen Besuchern zu knacken. Da machte ich eine kleine Wette mit mir selbst: Wenn die Marke im Januar geknackt würde, dann würde ich mir und Euch etwas gönnen.

50.000 Klicks am 31. Januar 2019!

Voilá! Tatsächlich war es heute Morgen soweit! Mein Zähler zeigte mir die 50.000 Marke an und ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir in den letzten Jahren hier Besuche abgestattet haben. Als ich 2011 begann an einer Website zu arbeiten freute ich mich noch über die Tage, an denen sich ein Besucher auf meine Seite verirrte. 2018 dann hatte ich 12.114 Seitenaufrufe! Mehr als 30 Aufrufe am Tag. Es ist höchste Zeit mich nicht nur zu bedanken, sondern Euch und mir auch ein kleines Upgrade zu gönnen. Von nun an bin ich unter www.curtisnike.com erreichbar. Zusätzlich bin ich nun werbefrei und diejenigen unter Euch, die mich per Email abonniert haben, sollten nun auch komplett werbefrei ihre Texte lesen können.
Was wird es sonst noch neues geben? Nun, wir werden sehen!
Danke für eure Treue, danke für die Zeit, die ihr meinen Texten und Bildern zuwendet, danke für eure Achtsamkeit und Aufmerksamkeit.

Bleibt mir gewogen!

Atem

28.01.2019

Ein Atemhauch
durchströmt den Od der Zeit
und wispert ein Wort mir zu.
Ich spüre das Raunen
in Seelentiefen.
Am Puls des Universums
horche ich auf
und gebe dem Verlangen nach
mich aufzugeben.
Ahnungslos war ich
von der Sternenwahrheit
deren Glanz
meine Seele zu erhellen vermag.
Mein Geist steigt auf
wie Mondenlicht.
Die göttliche Weisheit – zum Greifen nahe.
Doch ach, was sag ich,
ein Atemhauch war’s, nur ein Lungenvibrieren,
das mich aus dieser Welt
entführte.


Die Erkenntnis
zum Greifen nahe.

1997
Curtis Nike

Übergang in die andere Welt im bayerischen Wald.

 

Wolpertinger

21.01.2019

Heute möchte ich Euch in meiner Reihe zu magischen Geschöpfen eines der seltensten Kreaturen im Bereich der magischen Wesen vorstellen, den Wolpertinger oder auch Wolperdinger. Dieses Geschöpf, welches mir persönlich bereits in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts erstmalig begegnete, ist recht rar. Zugleich gehört es in seinem Verbreitungsgebiet zu einem der bekanntesten magischen Kreaturen. 

Verbreitung: Der Wolpertinger ist ausschließlich in einer einzigen Region Europas anzutreffen. Nur in Deutschland und hier einzig und allein im Bereich des Freistaates Bayern sind Wolpertinger heimisch. 

Beschreibung: Schon die Beschreibung des Wolpertinger ist eine Herausforderung, denn eine Eigenschaft dieses ungewöhnlichen Geschöpfes ist, dass es niemals zwei dieser Spezies gibt, die sich gleichen. Er ist ein Mischwesen. Es gibt Wolpertinger, die als ausgewachsenes Tier in etwa die Größe eines großen Käfers haben, bis hin zu Wolpertingern die bis hin zur Größe eines Fuchses reifen können. Sehr häufig – aber nicht zwangsläufig – sind Wolpertinger geflügelt, wobei ihre Flügel jedoch nicht dazu dienen größere Strecken zurück zu legen. Vielmehr nutzen sie die Flügel um kurze Strecken zu gleiten. Hierbei klettern sie auf einen Baum und gleiten dann geschickt bis zu einem weiteren Baum. In etwa 95% aller Fälle haben Wolpertinger Hörner oder ein Geweih. Es gibt einige, die sich auf zwei Beinen vorwärts bewegen, die Überzahl bewegt sich auf vier Beinen voran. Ganz vereinzelt wurde aber auch schon von Wolpertingern berichtet, die sich komplett an ein Leben im Wasser gewöhnt hatten und sich ersatzweise diverse Flossenpaare zugelegt hatten.
Allen Wolpertingern zu eigen ist ein hervorragendes Gebiss! Auch die unter Ihnen, die auf den ersten Blick eher an harmlose Frösche oder Käfer erinnern mögen, sollte man nicht unterschätzen! Wolpertinger können sehr gut zubeißen und hinterlassen unangenehme Wunden. Bisswunden durch Wolpertinger müssen sofort behandelt werden, sonst können sie zu unangenehmen Infektionen führen, die im Infizierten seltsame Gelüste entwickeln. So hörte man davon, dass Infizierte einen Heißhunger auf Weißwürste mit Brezeln sowie einer Maß Bier entwickelten. Dies stößt vor allem bei infizierten Vegetariern und Antialkoholikern auf Unmut. Darüber hinaus entwickelten Infizierte eine große Sehnsucht danach nach Bayern zu ziehen und sich dort nieder zu lassen. Einige begannen auch schon wenige Tage nach einer Infektion bayrisch zu sprechen. 

Karnivorer Wolpertingernachwuchs

Ernährung: Auch hier gibt der Wolpertinger zu denken. So vielfältig er in seinem Äußeren ist, so vielfältig ist er in seiner Ernährung. Es gibt unter Ihnen Vegetarier, Karnivore und Allesfresser. Doch hier sollte man sich nicht täuschen lassen: Wenn es um die Bissigkeit geht, dann sind alle Wolpertinger gleichermassen aggressiv wenn sie sich bedroht oder – noch schlimmer – verarscht fühlen!

Verhalten: So unterschiedlich sie äusserlich sind, so gleichen sie sich im Verhalten: Wolpertinger sind extrem scheu und meiden weitestgehend die Nähe des Menschen. Interessant sind allerdings neueste Beobachtungen, die aufzeigen, dass Wolpertinger, welche die Nähe von Nichtbayern spüren, zunächst die Flucht ergreifen. Handelt es sich bei den Nichtbayern um Wanderer, die über längere Zeit das Revier der Wolpertinger durchqueren, kann es zu Angriffen kommen. Diese Angriffe fanden bisher jedoch ausschließlich im Februar an einem 29. statt. Die Angegriffenen wurden gebissen und dann wurde blitzartig von ihnen abgelassen und das angreifende Tier verschwand spurlos. Somit seinen alle Nichtbayern gewarnt! Von Wanderungen beispielsweise im bayerischen Wald wird im Februar, explizit an einem 29., unbedingt abgeraten!
Über die Fortpflanzung des Wolpertingers ist wenig bekannt. Hier habe ich widersprüchliche Angaben gefunden, zum einen Wolpertinger wären Säugetiere, zum anderen Wolpertinger schlüpfen aus Eiern. Vermutliche liegen diese Angaben an der Mischwesen-Natur dieses faszinierenden magischen Geschöpfes. Immerhin sind sich die Quellen über die Paarungszeit einig: Sie findet stets zur Zeit des Oktoberfestes statt.

Säugetier (worauf Fell und Geweih hindeuten können) oder eierlegender Vogel?

Magische Wirkung und Bedeutung: Der Wolpertinger ist, obgleich er in der allgemeinen magischen Nutzung bedeutungslos ist, für die Einwohner des Freistaats Bayern von großer Bedeutung. Er ist das ‚heimliche Wappentier‘ des Freistaates, weshalb man Bilder, Skulpturen oder gar ausgestopfte Versionen des Tieres in vielen bayerischen Stuben findet. Hexen und Zauberer hingegen kennen die magische Bedeutung des Tieres: Nur solange es Wolpertinger in freier Wildbahn gibt, solange wird der Freistaat Bayern existieren. Aus diesem Grund ist auch die Wolpertinger-Jagd stark reglementiert, obgleich es ohnehin ausschließlich in stockfinsteren Vollmondnächten (!) möglich ist dieses ungewöhnliche Vieh zu fangen.

Wo kannst Du sie finden? Ich möchte – vor allem Nichtbayern – dringend empfehlen nicht auf eigene Faust in die bayerische Wildnis zu reisen um Wolpertinger zu erforschen! Eine solche Reise bedarf ausserordentlicher Vorbereitung! Ich selbst habe bei meinen zahlreichen Reisen in Wolpertinger-Gebiete einige Abenteuer bestreiten müssen und sie waren zum Teil sehr heikel. Glücklicherweise gibt es jedoch auch für den Normalsterblichen die Möglichkeit sich mit Wolpertingern vertraut zu machen. Im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München hat man den Wolpertingern Raum eingeräumt. Im Jahr 2005 hatte ich zudem das große Glück die ausserordentlich informative Sonderausstellung zum Thema Wolpertinger besuchen zu können. Sie ist leider nicht mehr da, aber die Wolpertinger-Vitrine blieb erhalten. Ich empfehle dringend beim Kaufen der Karte die Verkäuferin vor Ort direkt nach Wolpertingern zu fragen. Die Bayern sind extrem stolz auf ihr geheimes Wappentier und mit etwas Glück erhält man hier einen Tipp oder Hinweis für weitere Orte, an denen man ganz sicher einen Wolpertinger finden kann.

Literatur: Magisches Arbeitsbuch für den Unterricht: Arbeitsblatt Wolpertinger
Magister Magicus III, Jägerlatein für Fortgeschrittene, erste Auflage 1882

Per Sanderhage, Petzi und die Wolpertinger, 2007
Musikalischer Tipp für Euch: Sturmpercht: Der Wolpertinger