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Der Lauf des Lebens

26.03.2019

Wie sieht er denn nun aus? Der große Plan, von dem ich gestern schrieb? Er ist ganz einfach: Alle Geschöpfe werden geboren und alle Geschöpfe werden sterben. Alles, was dazwischen liegt, unterliegt Nornenwerk und eigenem Handeln. Dies gilt für alles Sterbliche. Menschen sterben, Planeten vergehen, Sonnen verlöschen und auch die Götter verbleichen irgendwann. 

Die Geschöpfe, die Glück haben im Leben, vermögen es in unseren Tagen ein erfülltes, unbedrohtes Leben zu führen und alt zu werden. Krieg, Gewalt, Hunger, Vertreibung… wer hier geboren wurde kann das Glück genießen in Würde und Selbsterfüllung zu leben und zu altern. Wer hier geboren wurde mag sein Schicksal tragen und muß es nicht zwangsläufig ertragen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Krankheit und Leiden nach uns greifen. Kaum irgendwo auf der Welt gibt es eine so gute, medizinische Versorgung wie hier bei uns. Doch heißt dies keineswegs, dass Körper, Herz und Geist nicht leiden. Manchmal weiß ich nicht: Ist es schwerer ein eigenes Schicksal zu tragen? Oder bewegt es mehr das Schicksal derer mitzuerleben, die uns am Herzen liegen?

Iggy vor einigen Monaten

Hier unter den Menschen bin ich allein, zusammen lebe ich mit Hexenkater Iggy, der mir seit er ein Baby war zur Seite steht. Er erträgt meine Launen, meine Eigenbrödlerei; er erträgt meinen ganz normalen Wahnsinn und duldet Depression und Manie. Er akzeptiert es, dass ich schwierig bin. Im Gegenzug darf auch er sein wer er will. Iggy kam in einer Zeit zu mir, in der es mir nicht gut ging. Ich hatte ein Ritual gemacht und Freya gebeten mir einen der ihren zu schicken. Nur wenige Tage später fand das hilfesuchende Bündel Katze seinen Weg zu mir.

Iggy ist in seinem fünfzehnten Lebensjahr. Er tritt nun in seine letzte Lebensphase ein, in das eines altehrwürdigen Katers. Er schläft viel, er hört gerne entspannende Musik, er lässt sich gerne bürsten und schmust mehr als früher. Aber Iggy schaut nicht mehr mit mir zusammen Fernsehen, auch meine Spielkonsole interessiert ihn nicht mehr. Er ist ruhiger geworden, langsamer. Gesetzter. Das habe ich hin genommen. Er ist schließlich ein Senior. Und dazu ein ziemlich cleverer Senior: Erst vor wenigen Tagen habe ich es bemerkt. Bei ihm selbst war es vermutlich ein schleichender Prozess, an den er sich anpassen konnte. Heute habe ich die Bestätigung bekommen.

Iggy ist blind.

Früher hat er gerne Star Wars geguckt, heute liebt er seine Star Wars Kuscheldecke.

Jahresrückblick 2018 – Vorschau 2019

01.01.2019

Ich hoffe Ihr alle hattet einen guten Start in ein gesundes, neues Jahr! Möge es ein Jahr voller Freude, schöner Ereignisse und Harmonie werden. Ein besonderer Wunsch von mir für 2019 ist Frieden! Mögen die Menschen überall auf der Welt in Ruhe und ohne Bedrohung ihr Leben führen können. Auch wenn dieser Wunsch wie eine Utopie klingen mag – was irgendwie traurig ist – möchte ich ihn hier teilen.

Ja, wie war 2018 so für mich? Wie stets beginne ich mit den nackten Fakten, nämlich mit meinem ‚Fenster zur Welt‘, welches mein Blog ist. 8180 mal haben Menschen sich auf meine Internetpräsenz begeben, um dort zu stöbern, dabei habe ich 38 Beitäge publiziert und 107 Menschen folgen mir.
Ich danke Euch herzlich dafür, dass ihr mir Eure Aufmerksamkeit schenkt und werde mein bestes tun, damit es sich auch 2019 lohnt am Ball zu bleiben.

Seit Juni ging fast die gesamte Freizeit in das Projekt ‚Renovierung‘

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 11 Arktikel weniger zu lesen. Und nicht nur der Juli, sondern auch der Oktober blieb komplett „beitragsfrei“. Zu sehr war ich mit etwas anderem befasst, was meine Energie extrem gebunden hat: Alles begann damit, dass ich meine Küche ausräumte, neu gestrichen habe und entrümpelt habe. Da hat es mich gepackt und schlagartig räumte ich mein gesamtes Schlafzimmer aus, sortierte Kram aus, spendete ihn und baute dann das gesamte Zimmer ab. Alles kam rüber in mein Wohnzimmer – es wurde sehr eng – und dann riss ich im Schlafzimmer die Tapeten von den Wänden und den Boden raus. Kurzum: Ich renovierte meine Wohnung. Nach dem Schlafzimmer kam das Wohnzimmer dran und ich besorgte mir auch komplett neue Möbel. Als alleinstehendes und selbständig arbeitendes Individuum war dies ein enormer Kraftakt. Zwar hatte ich beim Möbelkauf und beim Verkleben von Fototapete die Unterstützung meines Vaters (der gerne noch viel mehr gemacht hätte, wenn ich ihn gelassen hätte), aber das Meiste habe ich ganz alleine gemacht. Das war mir auch ein echtes Bedürfnis, meinen Raum komplett neu zu gestalten. Wer im Aussen neu gestaltet sortiert sich oft auch im innen neu. Und so mag es kaum verwundern, dass 2018 für mich ein Jahr enormer innerer Umbrüche war. Es hat sich viel in meiner Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmungen dessen, was mir gut tut, verändert. Dadurch habe ich meine Einstellung zu einigen Dingen grundlegend verändert.

Bodypainting ist ein Thema, welches ich 2019 gerne weiter ausprobieren möchte.

Neben Renovieren war auch das Reisen glücklicherweise wieder ein Thema in meinem Leben. Nicht nur kam ich 2018 wieder in mein geliebtes Irland, sondern ich zog in diesem Jahr auch einen wirklich dicken Fisch an Land – und ließ ihn bzw. sie auch gleich wieder schwimmen. Die Tage in Irland gehören für mich zu den entspannenden des Jahres und sind mir von daher sehr wichtig. Doch auch Hexentreffen riefen mich in diesem Jahr wieder. Einmal mußte ich mich dafür auf den Hexenbesen schwingen und in den Harz zum Löwenzahntreffen zu reisen. Hier verbrachte ich ein paar wunderbare Tage voller Magie und voller zauberhafter Menschen, Werwölfe und sonstiger Kreaturen. Vor allem durften wir alle sehr viel Lachen.
Und ein weiteres Hexen- und Heidentreffen gab es dann in der zweiten Jahreshälfte. Dies fand hier in Berlin statt: Erstmalig war ich mit meiner spirituellen Gruppe, den Zaunköniginnen mit bei der Langen Nacht der Religionen dabei! Zu diesem Ereignis reisten auch viele Hexenfreunde aus ganz Deutschland – und sogar der Schweiz – an. Es war einfach zauberhaft! Wohl dem, der so wunderbare Menschen kennt!

Immer mit dabei: Alter Hexenkater Iggy

Im Beruf lief es 2018 für mich zufriedenstellend. Endlich habe ich allerdings ein Projekt in Angriff genommen, welches ich schon lange vor mir her schiebe: Im Januar beginnt mein Einsteigerkurs für die spirituelle und magische Praxis. Ich freue mich schon sehr auf die erste Stunde und bin auch ein bisschen aufgeregt und gespannt. Im Bereich der Schreiberei habe ich mich 2018 – mit Ausnahme von einem kleinen Artikel für eine Apothekenzeitschrift – zurück genommen. Ob es 2019 wieder etwas mehr wird? Wir werden sehen. Und wie es mit der Zusammenarbeit mit der Filmhochschule Babelsberg weiter geht, auch dies wird sich 2019 hier zu lesen sein.

Im Bereich der Familie war viel los 2018, nicht zuletzt hatte meine Nichte einen komplizierten Knochenbruch und war eine Weile an den Rollstuhl gefesselt, was für ein so bewegungsaktives Geschöpf wie sie ein herber Schlag war. Inzwischen humpelt sie wieder durch die Gegend, Eir sei Dank!
Sylvester war ich bei meinen Eltern zum Käsefondue und vor Mitternacht bin ich Heim zum Hexenkater, damit er nicht alleine beim Höhepunkt der Knallerei ist. Der alte Kerl nahm die Knallerei gelassen, war aber sehr froh, dass ich bei ihm saß. Ich freue mich auf 2019, in dem hoffentlich alle gesund bleiben! Ihr wisst ja: Vorsätze mache ich keine mehr, wenn ihr mir gewogen bleibt bekommt ihr schon mit, was ich im Laufe des Jahres alles so treibe. 

 

Was mich glücklich macht…

26.11.2018

Vor einiger Zeit telefonierte ich mit meiner Schwester und wir sprachen über das Thema ‚Glück‘. Dabei erzählte ich ihr, dass ich beinahe jeden Abend (ausser ich bin wirklich ziemlich krank oder hatte einen schicksalhaft schlimmen Tag) mit einem tiefen Glücksgefühl in mein Bett gehe. Dieses Gefühl ist mir absolut bewußt, ich kuschel mich in meine Decke und freue mich darüber so ein schönes Bett zu haben, es warm zu haben und mich geborgen zu fühlen. Meine Schwester wußte sofort ganz genau wovon ich spreche und bestätigte mir, dass es ihr genauso ginge. Wie schön!

Sorgt seit 14 Jahren und 4 Monaten für Glücksmomente: Kater Iggy

Glück und das Empfinden von Glück ist eine Sache der Perspektive. Und so mag es sein, dass manch ein diesen Text lesender Mensch nur verständnislos den Kopf schüttelt über mein persönliches Glücksempfinden. Ich selbst schätze mich als einen sehr glücklichen Menschen ein. Alleine die Tatsache in Sicherheit zu leben, keinen Krieg erlebt zu haben, ein Dach über den Kopf zu haben und einen stets gedeckten Tisch genießen zu können macht mich zu einem sehr zufriedenen und glücklichen Menschen. Zudem habe ich viele zuverlässige Freunde und stehe so sehr auf der ‚Sonnenseite des Lebens‘, dass vor allem meine Familie gerne über meine oft getragene Sonnenbrille schmunzelt.

Das ist nicht nur Luxus, sondern Glücks-Materie: Ein reich gedeckter Tisch.

Glücklich sein heißt für mich vor allem mich gesund und wohl zu fühlen, mich daran zu erfreuen, dass mein Hexenkater Iggy mich schon im fünfzehnten Jahr begleitet, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, kreativ zu sein.
Letztes Wochenende war für mich besonders schön, wir hatten Freitag einen gemütlichen, äusserst kommunikativen Hexenstammtisch, ich hatte Übernachtungsbesuch von Shira und Peti Songcatcher und am nächsten Tag hatten wir ein Sektfrühstück und einen Star Wars-Filmabend mit gutem Wein. So einen Luxus kann ich genießen und ich bin sehr dankbar dafür. Wir lachen zusammen, reden viel und freuen uns an unserer Gegenwart. Ich darf mich glücklich schätzen!

Was ist Glück für Dich? Wann hast Du Dich das letzte Mal glücklich gefühlt? Wofür in Deinem Leben bist Du dankbar? 

Glückliche Menschen: Peti Songcatcher und Curtis Nike

 

Veränderungen

02.11.2018

Sehr lange habe ich nichts von mir hören lassen. In meinem Leben stehen innere Veränderungen an und Umbrüche. Noch weiß ich nicht wohin der Weg mich führen wird, aber was im Innen geschieht, spiegelt sich auch im Aussen. Und so habe ich die letzten Monate damit verbracht meine Wohnung komplett zu renovieren, altes weg zu geben und neuen Raum zu gestalten. Noch stehe ich hier zwischen Kartons, Paketen und Ordnern, denen noch Plätze zugewiesen werden wollen. Zugleich habe ich neuen, spirituellen Raum schaffen können. Ich bin gespannt wohin der Weg führt.

Getrennt habe ich mich von meiner privaten Facebook-Präsenz, die zwar noch existiert, aber nicht mehr genutzt wird. Auch getrennt habe ich mich von vielen Aktivitäten im Internet und statt dessen in persönliche Bewegung und Begegnung investiert. Dadurch kam auch meine Website hier etwas zu kurz. Und so sende ich heute einen Gruß, in der Hoffnung, dass Ihr alle ein schönes Samhain hattet. Ich brüte etwas aus und seid versichert: Ihr werdet hier im Blog erfahren, was ich so tue und plane. Es kann noch etwas dauern. Solange nimmt mein lieber Hexenkater Iggy hier ein Pausenplätzchen ein.

Iggy Halloween 2018

Übrigens: Nicht nur Iggy ist eine Pausenkatze, Pausenkätzchen gab es schon vor dem allgemeinen Internet in meiner Kindheit: https://www.youtube.com/watch?v=UkKpCo94AgM 

Jahresrückblick 2017 – Vorschau 2018

06.01.2018

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen guten

Meine erste selbt gezüchtete Orchidee öffnete ihre erste Blüte!

Jahresübergang und konntet die Rauhnächte bisher besinnlich verbringen.
Für mich war die Silvesternacht recht verwirrend. Selten träume ich in der Silvesternacht etwas, was daran liegen mag, dass es sich stets um eine sehr laute und unruhige Nacht handelt. Doch dieses Jahr habe ich von Loki und Thor geträumt. Der Traum war zunächst etwas beunruhigend, da irgend etwas unschönes passiert war und Anwälte spielten in ihm eine Rolle. Am Ende wurde irgendwie die Kurve gekriegt und wir drei – Loki, Thor und ich waren von der Angelegenheit betroffen – kamen aus der Sache raus. Hm. Meine Glücksnuß für dieses Jahr verhieß mir: Tyrs Gerechtigkeit. Nun da hilft wohl nur: Vertrauensvoll in die Zukunft sehen… obgleich es ja auch ein erstaunlich schönes Jahresanfangs-Zeichen gab. Meine bisher eher triste Orichdeen-Zucht (sic!) hat genau zu Jahresbeginn ihre erste Blüte geöffnet. Ich habe nicht schlecht gestaunt.

In den vergangenen Jahren habe ich es mir angewöhnt einen Jahresrückblick zu schreiben, was für mich persönlich stets recht hilfreich war. Also möchte ich diese Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen und beginne, wie stets, mit meinem Fenster zur Welt, meinem Blog: Im letzten Jahr wurde mein Blog 8.061 mal aufgerufen, ich habe 49 Beiträge publiziert und 104 Personen folgen mir hier. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei Euch bedanken!

Ich selbst hatte ein wechselhaftes Jahr. Während ich mich Anfang des letzten Jahres noch optimistisch über meine Gesundheit äusserte, durfte ich im Mai dann erst einmal einen Krankenhausaufenthalt genießen. Die durchgeführte Operation haute mich dermaßen aus den Socken, dass ich einige Monate brauchte, um wieder meine alte Fitness zu erreichen. Im Moment erfreue ich mich einfach daran wieder mobil zu sein. Die persönliche Praxis mit regelmäßiger Meditation und leichten Übungen läuft bei mir seit Ende Oktober wieder normal und tut mir sehr gut. Durch die Entschleunigung kam ich allerdings wieder mehr zum Lesen und bin auch oft im Kino gewesen. Insgesamt 24 Romane und 11 Kinobesuche liegen hinter mir. Im Kino war ich oft mit meinen Eltern und zu den Romanen kommen noch unzählige Hörbücher und Hörspiele, die ich konsumiert habe. Das klingt vermutlich für manch einen Muggel viel, aber dazu sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich so gut wie nie TV schaue.

Das Reisen habe ich 2017 sehr vermisst, denn ich hatte – bis auf ein verlängertes Wochenende kurz vor meiner OP – keinen Reiseurlaub. Irland fiel aus, auch eine Städtereise gab es in diesem Jahr nicht und Abstecher, um Freunde zu besuchen, waren mir auch nicht möglich. Vor allem Irland habe ich schmerzlich vermisst und wir hoffen, dass es in diesem Jahr wieder klappt.

Im Beruf hat sich bei mir einiges getan. Wie bereits angekündigt war ich auch 2017 – trotz Erkrankung – kreativ aktiv. Ich habe wieder etwas in den Kessel geworfen und auch der Hexenkalender für dieses Jahr wartet im Inhalt mit Beiträgen von mir auf. Zudem habe ich den Verkauf meiner kleinen, magischen Zauberprodukte ausgebaut. Und so hatte ich gleich zweimal die Möglichkeit mit meinem Verkaufsstand an einem Hexenevent Teil zu nehmen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Meine freien Tage enden heute und so nehme ich meine beratende Tätigkeit heute wieder auf. Kreative und magische Arbeit blühen.

Familiär mache ich so viel wie möglich mit meinen Eltern und hoffe, dass dies noch lange möglich sein wird. Kater Iggy ist inzwischen 13,5 Jahre alt, schläft viel und freut sich jetzt schon auf die wärmeren Frühlings- und Sommertage, da er dann rund um die Uhr auf dem Balkon ist, dort schläft und das Wetter genießt.

Quelle: Pixabay

Ziele für 2018 habe ich keine, ich werde sehen was das Jahr bringt.

Bleibt mir gewogen!