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Die Lange Nacht der Religionen 2019

31. Mai 2019

Auch in diesem Jahr findet wieder die „Lange Nacht der Religionen“ in Berlin statt. Zu diesem Ereignis präsentieren sich religiöse Gruppierungen, die in Berlin aktiv sind, der Öffentlichkeit. Zum nunmehr fünften Mal werden auch die Paganen Wege und Gemeinschaften Berlin mit dabei sein. Unter diesem Schirm haben sich zahlreiche heidnische Gemeinschaften, Hexengruppen und magische Verbände zusammen gefunden und stellen sich mit einem breiten Programm der Öffentlichkeit vor. 

Am 15. Juni von 14.00 Uhr bis 22.00 Uhr sind interessierte Menschen eingeladen sich in das Familienzentrum ‚Menschenskinder‘ in der Fürstenwalder Str. 30 zu begeben. Hier wird man mit heidnischer Gastfreundschaft empfangen, es gibt die Möglichkeit an Ritualen Teil zu nehmen, Vorträgen zu lauschen oder sich in Workshops zu begeben. Das vielseitige Programm – welches ihr hier einsehen könnt – bietet in diesem Jahr auch erstmalig eine Ausstellung zum Thema ‚Jahreskreisfeste‘. Zudem präsentieren sich unterschiedliche Gruppen und Vereine an Ständen. Vorbei kommen lohnt sich also auf jeden Fall!

Der Stand der Zaunköniginnen auf der LNdR 2018

Hexen der Großstadt

28.05.2019

Gestern ist ein Buch erschienen, auf das ich schon seit langer Zeit gespannt warte. Und ich freue mich sehr darüber, dass es nun endlich erschienen ist und somit einem breiten Publikum zugänglich ist. Es geht um die Publikation „Hexen der Großstadt“ von Victoria Hegner.

Hexen in Berlin: Wo sind sie sichtbar? Wo unsichtbar? Aufnahme 2013

Als ich Dr. Victoria Hegner vor Jahr und Tag kennen lernte, war sie bereits mitten in ihrer intensiver Arbeit rund um Hexen in der Großstadt, genauer: rund um Hexen in Berlin. Und ich weiß noch genau, dass ich bei unserer ersten Begegnung recht zurückhaltend war, als sie ihr Projekt vor stellte. Sie plante Gespräche, Besuche und Interviews mit Menschen, die sich als Hexen bezeichnen. Langfristig gesehen hatte die Kulturanthropologin vor ein Buch über Hexen in der Großstadt zu verfassen. Dabei setzte sie ihren Fokus auf Berlin, da die Stadt als ‚Hochburg der Hexen‘ gilt. Hierfür suchte sie Möglichkeiten mit Hexen in Kontakt zu treten, an Ritualen Teil zu nehmen, Interviews zu führen und auch die Wohnungen und Kleidung von Hexen in Augenschein zu nehmen. Irgendwie landete sie dann auch bei mir. Dies ist nun so an die sieben Jahre her…

Obgleich zunächst zurückhaltend, so war ich doch zugleich sehr neugierig. Aus religionswissenschaftlicher Sicht war (und ist) Victorias Projekt für mich sehr spannend und nicht zuletzt durch ihre sympathische Art war ich bald von dem Projekt überzeugt. Ich sprang ins kalte Wasser, ließ mich auf Interviews und ausschweifende Berichte ein. Bald nutzte ich Victorias Forschungsprojekt schamlos dazu aus sie hemmungslos voll zu quatschen. Dies lies sie stoisch über sich ergehen und blieb stets am Ball. Dabei war sie bereit sich voll und ganz einzulassen, ohne dabei ihren Standpunkt zu verlieren. Sie nahm an Ritualen Teil, besuchte Hexenstammtische, investierte in Workshops und stellte nicht nur Fragen, sondern stellte sich auch selbst immer wieder in Frage.

Nun also liegt das Produkt jahrelanger Forschungsarbeit vor und ich freue mich sehr darüber. Victoria Hegner hat ihre jahrelange intensive Arbeit in einer Publikation zusammen gefasst, die ein neues und erhellendes Bild auf die Hexenszene werfen wird. Ich konnte bereits in das Manuskript rein lesen, es ist für mich sehr spannend und empfehlenswert und ich freue mich auf spannende Lesestunden. Ihr werdet sicherlich noch eine Rezension von mir zu lesen bekommen.

Vielen Dank, liebe Victoria, dass Du dieses Buch möglich gemacht hast!

Möge der Zauber wirken!
Foto: Victoria Hegner, Bildbearbeitung: Curtis Nike

 

 

Alles Neu macht der Mai

01.05.2019

Ich hoffe Ihr alle hattet eine zauberhafte, magische und schöne Hexennacht! Gestern Abend war ich mit meiner besten Freundin und Hexenkollegin aus und wir haben den Abend wie zwei Nerd-Hexen verbracht: Mit Nerd-Kino, Filmdebatten und Essen gehen. Die Arbeit des Alltags war vergessen. Diese Art des Feiern liegt mir im Moment mehr, als die üblichen Berliner Großveranstaltungen. 

Loki-Altar des Loki Workshops Anfang März 2013.

Heute früh freue ich mich über einen angenehmen, sonnigen Tag, der mir angekündigt wurde. Ich werde bei angenehmer Wetterlage spazieren gehen und im Inneren planen. Denn Loki wirft seine Schatten voraus: Der nächste Loki Workshop steht vor der Tür, ein Wochenende im Juli wird es sein und an dieser Stelle werdet Ihr demnächst ein wenig mehr erfahren! Das eine oder andere verändert sich grundlegend, anderes bleibt. Magie wird auf wundervolle Art wirken und ich freue mich schon auf ein neues Abenteuer mit dem Trickster, ohne den ein Leben für mich nicht denkbar ist.

Einige von Euch haben es ja sicher schon gemerkt: Meine Aktivitäten haben sich ein wenig aus dem Internet weg verschoben. Privates und Arbeit nehmen mich stark ein und darüber hinaus sind die Zaunköniginnen ein Thema. Auch hier ist das Internet nur ein Hinweisgeber, während sich bei uns vieles tut. Neben dem Loki-Workshop kocht noch anderes im Kessel und bedarf intensiver Vorbereitungsarbeiten. Im Moment bin ich in Berlin auf der Suche nach Seminarräumlichkeiten, denn unser Raum platzt aus allen Nähten und wir brauchen etwas größeres, um auch mit etwas größeren Gruppen arbeiten zu können. Am kommenden Sonntag werde ich etwas besichtigen. Drückt mit die Daumen!

Diejenigen, die den Raum in Kreuzberg schon kennen: Keine Sorge, ich werde auf jeden Fall hier weiter arbeiten und auch hier das eine oder andere verändern.

Veränderung und Transformation – sie wirken schon seit fast einem Jahr besonders intensiv in meinem Leben. Verwundern kann es mich nicht, denn es gibt nur einen beständigen Faktor im Leben: Die Veränderung. Und so freue ich mich auf neue Abenteuer. 

Bleibt mir gewogen!

Lokialtar unseres Workshops April 2018, Foto: Peti Songcatcher

 

Geschützt: Ritus – ein Film

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Magische Geschöpfe

15.01.2019

Ich habe seit meiner Kindheit eine hohe Affinität zu magischen Geschöpfen. Schon bevor ich in den Kindergarten ging besass ich ein Buch mit Bildern von Nixen, welches auch heute noch in meinem Bücherregal steht. An den Wasserfrauen konnte ich mich nicht satt sehen. Im Jahr 1984 dann, ich war 13 Jahre alt, erschien bei Time Life eine aus 21 Bänden bestehende Buchreihe mit dem Titel ‚Verzauberte Welten‘. Die Prachtbände mit goldnem Aufdruck und aufwändig gestalteten Bildern  waren für mich nahezu unerschwinglich. Lange ging ich die Listen durch, eigentlich musste ich diese Bücher unbedingt haben. Aber mir war klar, dass ich mir nie alle 21 würde leisten können, also reduzierte ich die Liste brutal auf die 6 wichtigsten Bände, unter anderem die Bände ‚Drachen‘, ‚Fabelwesen‘ und ‚Nachtgeschöpfe‘. Ein Jahr lang investierte ich mein gesamtes Taschengeld in diese Bücher – alle drei Monate konnte ich mir eins leisten und zwei weitere bekam ich zu Weihnachten und Geburtstag geschenkt – und legte damit meinen Grundstein zu einem Zweig meiner magischen Bibliothek, den Zweig über magische Geschöpfe. Die Bibliothek wuchs seitdem immer weiter an und endete keineswegs mit der – für mich persönlich sehr enttäuschenden – Anschaffung von Newt Scamanders ‚Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind‘ im Jahre 2001. Natürlich gilt zu bedenken, dass letztere Schrift ein Schulbuch ist und für die Einsteigerklassen gedacht ist. 

Man sollte sich bei seiner Recherche nicht allein auf Newt Scamander verlassen!

Schon vor Jahr und Tag – als der Name Scamander noch völlig unbekannt in der Muggelwelt war – spielte ich mit dem Gedanken ein Lexikon über magische Geschöpfe zu erstellen, doch verwarf ich die Idee immer wieder. Einfach zu viel spukt mir im Kopf rum und wollte umgesetzt werden. Immerhin schaffte ich es im Jahr 1999 einen Wandkalender mit magischen Geschöpfen herauszugeben, dem folgte 2001 ein Wandkalender mit ‚Feen und Elfen‘. Die Kalender sind zwar nett anzusehen, aber nicht mehr erhältlich und zudem wenig informativ. Doch bei unserem letzten  Julritual gab es wieder einmal ein Gespräch über ein – meines Erachtens – sehr bedeutsames magisches Geschöpf, welches jedoch auch in Hexenkreisen oft unter den Tisch fällt. Aus diesem Grunde habe ich entschieden in diesem Jahr hier im Blog eine kleine Serie über ‚magische Geschöpfe‘ zu starten. In jedem Monat möchte ich Euch ein Tier vorstellen und etwas zu seinen Hintergründen berichten. Zudem werde ich keine Anstrengungen scheuen, um Euch auch konkrete Orte zu nennen, an denen ihr dem entsprechenden Tier möglicherweise begegnen könnt.

Lasst Euch überraschen und bleibt mir gewogen!