Archiv des Autors: Curtis Nike
Künstlerherz
29.04.2025 ev
Es gibt verschiedene Formen von Schmerzen. Es gibt unfassbare Schmerzerfahrungen durch Gewalteinwirkung. Dies ist beispielsweise durch Unfälle oder durch verbrecherisches Handeln anderer Menschen möglich.
Aber es gibt auch andere Formen des Leidens: Es gibt alarmierende Schmerzen, sie weisen uns auf unseren Körper hin. Hier stimmt etwas nicht. Schau hin! Tue etwas! Gehe zum Arzt und lasse es abchecken. Hier kann der Schmerz ein Hilfsmittel sein, um uns zur Selbstfürsorge zu bewegen.
Darüber hinaus gibt es heilende Schmerzen, wie beispielsweise nach einer OP oder nach einem gerichteten Beinbruch. Dem Körper tut der Eingriff weh, zugleich wissen wir aber, dass der Schmerz ein Prozess auf dem Weg der Gesundung ist.
Über diese körperliche Ebene hinaus gibt es noch die seelischen Schmerzen, die unterschiedliche Ursachen haben können.

Künstlerherz, Acryl auf Zeichenpapier, Curtis Nike
Kaum jemand wird bezweifeln das Liebeskummer oder der Verlust eines geliebten Geschöpfes an den Tod mit zu den intensivsten Schmerzerfahrungen gehört. Der Schmerz kann uns regelrecht ‚verrückt‘ machen, nichts will uns mehr gelingen. Das Leben findet ohne uns statt. Die Welt außerhalb von uns wird uns fremd, wir gewinnen Abstand und sind mit unserem Schmerz allein. Auch wenn andere mit uns fühlen oder trauern, so müssen wir doch den Kummer auf unsere Art durchschreiten, um wieder Wurzeln ins Leben entwickeln zu können.
Traumatische Erfahrungen können ebenso wie seelische und neurologische Erkrankungen große Schmerzen verursachen. Oft sind dies Schmerzen, die von der Umwelt nicht unbedingt wahr genommen werden. Eine Depression schleicht sich ein und die betroffene Person kann noch eine ganze Weile im Lebensumfeld ‚funktionieren‘ und ihre gesellschaftliche Position bestreiten. Tatsächlich können depressive Menschen zu Hochleistungen auflaufen, wenn sie eine ‚manische‘ Phase haben. Früher hieß die Diagnose ‚Manisch-Depressiv‘, heute wird von einer bipolaren Störung gesprochen. Nicht selten werden depressive Episoden von den Betroffenen selbst als ‚Stimmungsschwankungen‘ abgetan. Nicht zuletzt, um in der Umwelt nicht aufzufallen oder zu funktionieren.
Aber auch seelischer Schmerz kann eine Aufforderung sein zum ‚Hinsehen‘, zum sich Auseinandersetzen (mit sich selbst), eine Aufforderung zur Selbstfürsorge.
Selbstfürsorge kann auf vielen Ebenen statt finden, sich Zeit zu nehmen einen Spaziergang zu machen, einfach mal eine Tasse Tee oder Kaffee trinken, ohne Smartphone in der Hand, sich selbst Blumen oder Pralinen gönnen, Kunst oder Sport betreiben können der Beginn eines Prozesses sein. Es wird allerdings mehr nötig sein, um durch die Schatten hindurch zu schreiten.
Das Herz des Künstlers braucht sowohl das Schöne in der Natur, als auch den inneren Konflikt und Schmerz, um sich zu entfalten. So kann Kunst nicht nur zur Darstellung von einem Werk oder Objekt werden, sondern auch zu ernsthaften Konfrontation mit den eigenen Seelentiefen.
Im Reich der Ran

Sunna, Sol, die Sonne. Zeichnung von Curtis Nike
26.04.2025 ev
Mein ganzes Leben lang habe ich gezeichnet und gemalt. Schon als Kind habe ich ganze Schulhefte mit Bildern gefüllt.
Mein Lieblingsmedium in den letzten Jahren war der Rapidograph bzw. Fineliner. Auf Papier brachte ich immer nur darstellende Bilder, meist in einem Comic-Stil mit Jugendstilelementen. Über all die Jahre habe ich meine Techniken immer mehr verfeinert und entwickelt. Ich habe dabei kaum noch bemerkt, wie das Zeichnen zu einer Routine wurde, die mich nicht mehr so ausfüllte, wie ich es mir vorstellte. Irgendwann ließ ich es sein. Auch das Schreiben stoppte nach und nach. Nicht zuletzt spürbar an diesem Blog.
Kreativität ist ein schöpferisches Grundbedürfnis. Sie drückt sich auf vielerlei Arten aus. Die einen kochen oder backen begeistert, andere drücken sich in Bewegung aus, in Tanz oder Musik. Wieder andere nutzen künstlerische Medien für kreative Prozesse.
Und dann gibt es die, bei denen Kreativität letztendlich in fast jeder Handlung liegt. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Kreativität ist eine Form der Lebendigkeit und der Lebenskraft.
Schwindet die Kreativität, so schwindet die Lebensfreude. Dann ist es Zeit etwas zu tun.
Vor etwa einem Monat saß ich das erste Mal vor einer leeren Leinwand. Einfach so. Ich hatte sie mir günstig besorgt und wollte einfach mal schauen, was geschehen würde.
Die Leinwand starrte mich an, ich starrte zurück. Und dann tat ich etwas, was ich noch nie zuvor getan habe: Mit Farben, allein behandelt durch meine Händen und zerknülltem Verpackungsmaterial, ließ ich auf der Leinwand eine Explosion von Wasser und Farbe entstehen. Das unglaubliche geschah: Ran, die mächtige Herrscherin der dunklen Meere, die, welche die Ertrunkenen in die Tiefe zieht, starrte für einen Augenblick aus der Leinwand zurück.

„Im Reich der Ran“, Acryl auf Leinwand, März 2025, Curtis Nike
In der tiefsten Tiefe der See, da liegt das Reich der Ran. Nur die Ertrunkenen können dorthin gelangen. Und sie kehren nie wieder von dort zurück. Es ist der Seelengrund allen Seins. Wer hier einmal hinein geschaut hat wird verändert zurück kehren. Während ich mit den Farben arbeitete gewährte mir Ran einen Blick in diese Tiefe. In die tiefste Tiefe des Elements Wasser. Magie geschah. Transformation wurde möglich. Magie wirkte durch Kreativität. Ein tiefes Begreifen entstand in mir, ein Empfinden, welches mein Leben verändern wird. Ein Begreifen, dass sich nicht in Worte ausdrücken lässt. Allerdings in einem Resultat: Von nun an wird vieles anders!
Danke!
25.04.2025 ev
Herzlich bedanken möchte ich mich bei allen, die das Crowdfunding Projekt „Die in der Hecke sitzt“ mit unterstützt haben! Dank euch wird ein Stück magischer Kunst Realität und die intensive Arbeit von beinahe eineinhalb Jahren wird honoriert!
Ich freue mich sehr, dass das Fotobuch von Saskia Stöhr in Druck gehen darf und freue mich schon darauf es bald selbst in den Händen zu halten. Ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen.

Die Magie der Karten erfahren. Foto: Saskia Stöhr
Crowdfunding Endspurt „Die in der Hecke sitzt“
13.04.2025 ev
Die Verbindung zwischen Kunst und Magie hat mich schon immer fasziniert. Und so war es für mich keine Frage, dass ich an einem Kunstprojekt über Hexen mitwirken würde, wenn ich angefragt werde. Diese Anfrage erreichte mich tatsächlich Anfang des letzten Jahres. Und ich freue mich sehr, dass ich mich – zusammen mit vier anderen Hexen – auf das Abenteuer eingelassen habe.
Jetzt – mehr als ein Jahr später – kann die Arbeit, die Fotografin Saskia Stöhr in ihr Projekt investiert hat – endlich Realität werden.
Mit „Die in der Hecke sitzt“ liegt ein unglaublich schönes, liebevoll gestaltetes und hochwertig verarbeitetes Fotobuch vor, welches noch im Mai in Druck gehen soll.
Noch eine Woche lang besteht die Möglichkeit an einem Crowdfundig für dieses wundervolle Projekt Teil zu nehmen.
Und in dieser letzten Woche gibt es noch ein Bonbon: wer eine freie Spende von mindestens 13,00 € (sehr gerne auch mehr) für das Projekt tätigt erhält von mir eine Tarotsitzung (telefonisch oder hier in Berlin in meiner Praxis) von 20 bis 30 Minuten.
Wie funktioniert es? Ihr unterstützt das Projekt von Saskia und hinterlasst mir hier einen Kommentar mit eurer Email-Anschrift (Kommentare werden nicht veröffentlicht!). Wenn das Crowdfunding erfolgreich ist, setze ich mich nach Ostern mit euch in Verbindung und vereinbare einen Termin mit euch und es kann los gehen.
Du hast schon am Crowdfunding Teil genommen und möchtest dennoch ein Tarotreading? Kein Problem, Du kannst bei Kickstarter Dein Projekt verwalten und zu Deinem Beitrag noch einmal frei spenden und somit eine Tarotsitzung erwerben.

Curtis (links) und Thanis (rechts) Foto: Saskia Stöhr
Noch nie war es so einfach an ein günstiges Tarotreading zu kommen. Also schlagt zu! Ich freue mich auf Euch! Und ihr könnt das Reading für euch selbst nutzen oder auch an jemanden verschenken. Hier geht es zum Projekt.
Die in der Hecke sitzt
31.03.2025
Nun ist das Jahr 2025 schon in den Frühling über gegangen. Viele Projekte nahmen ihren Lauf und laufen noch. Ihr werdet sicherlich im Laufe des Jahres noch einiges hier lesen.
Doch ein ganz besonderes Projekt kommt nun zur Vollendung!
Saskia Stöhr, die im letzten Frühjahr mehrere Fotoshootings mit Hexen an unterschiedlichen Orten in Deutschland gemacht hat, publiziert nun ihr Fotobuch „Die in der Hecke sitzt“. Ich freue mich sehr auf die Publikation und möchte Euch das Buch unbedingt ans Herz legen. Es verbindet Kunst mit Magie und die Fotos sind von intensiver Schönheit, sie lassen Authentizität und Achtsamkeit miteinander verschmelzen. Teil dieses Projektes zu sein war für mich lehrreich, freudig und spannend gleichermaßen. Das Ergebnis ist meines Erachtens überwältigend.
Mehr über dieses Projekt sowie die Möglichkeit es zu unterstützen findet Ihr hier.
