Die WIB
Das Sondereinsatzteam der ‚Freunde des Phoenix‘ treibt es nicht bunt!
Die ‚Witches in Black‘ kümmern sich – auf Wunsch äußerst diskret – um Ihre magischen Alltagsprobleme. Vom Gartengnom über Werwolffragen bis hin zum Spuk stehen wir für Ihre Fragen zur Verfügung. Wir schaffen Lösungen für alle magischen Probleme! Und sollten Sie keine Probleme haben, so schaffen wir Ihnen gerne welche, damit sie vor Ihren Nachbarn angeben können. Uns stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, auch Lindwurm-Importe sind möglich!
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Auf zum Hexentreffen!
Heute bin ich froher Stimmung! Gleich morgen in aller Frühe schwinge ich mich auf meinen Rennbesen, hole meine Freundin ab, und dann sausen wir zusammen zum Phoenix-Treffen. Wie schon im letzten Jahr treffen sich hier Hexen aus ganz Deutschland zum Hexenfest. Es wird getanzt, es wird gelacht, zusammen gegessen und der Frühling gefeiert!
In diesem Sinne verabschiede ich mich von Euch und wünsche Euch allen einen schönen Tanz in den Mai! Nächste Woche dann berichte ich Euch vom Phoenixtreffen!
Der große Maggieklau und andere Vergehen
Ich hatte Euch bereits in der Vergangenheit von unserem Grundstück, auf dem wir Permakultur betreiben, berichtet. Dafür haben wir, mit mehreren Frauen, ein Stück Land, welches Jahre lang brach lag, gepachtet. Vor ca. drei Jahren begann das Projekt nach langer Vorbereitung. Mit viel Energie, Kraft und Herzblut haben wir begonnen das Land urbar zu machen. Wir haben verschieden Obst- und Nußbäume gepflanzt, Beeren und Sträucher angesiedelt und Hochbeete angelegt. Dies alles kostete viel Kraft und Energie und zusätzlich auch Geld. Aber das war es uns auch wert. Unser Land ist eine Oase der Erholung und wir fühlen uns dort wohl. Gerne picknicke ich dort oder mache im Sommer auch meinen Mittagsschlaf draußen, vor den Toren der Stadt. Dafür verzichtete ich auch auf anderes, einfach, weil es mir das wert ist.
Für andere besteht die Möglichkeit in das Projekt einzusteigen, ebenfalls ein Hügelbeet anzulegen und sich zu beteiligen. Unser Land ist kein Schrebergarten oder ähnliches, sondern offener Raum, der direkt am Wald liegt. Menschen, die vorbei wandern, fragen oft nach, während wir arbeiten. Den Förster kennen wir persönlich und ab und an unterhalten wir uns. Auch der nebenan liegende Hundeclub kennt uns inzwischen und zuweilen hat man ein Schwätzchen mit den Hunden oder deren Besitzern. Der Ort, zu dem das Pachtland gehört, ist klein. Und wie das so ist, in so kleinen Orten, da weiß man ‚Bescheid‘ über die verrückten Frauen, die es tatsächlich geschafft haben schon einiges Land fruchtbar zu machen. Allen Widerständen zum Trotze.

Diesen Naturaltar gibt es nicht mehr… So sah er aus, als er noch komplett war mit allen Edelsteinen.
Ja, und als ich dann am letzten Freitag in aller Frühe auf dem Land war, nur um die neu gesetzten Bäume zu gießen, da erlebte ich eine Überraschung, die mich völlig perplex machte. An den neu gesetzten Haselstecken war auch ein Schneeglöckchen, welches ich gedachte umzusetzen. Das Schneeglöckchen war… verschwunden. Jemand hatte es offenkundig ausgegraben und sich sogar die Mühe gemacht wieder etwas Erde an den Haselnüssen anzuschütten. Ich war ziemlich erschrocken – und auch traurig. Aber zunächst dachte ich wirklich an nichts böses. Ich suchte sogar noch nach den Schneeglöckchen, in der Hoffnung jemand Übereifriges hätte mir die Arbeit des Umsetzens abgenommen. Dem war leider nicht so. Die Haselstecken sind etwas abseits von unseren Beeten und es regte mich auf, dass jemand einfach so die Schneeglöckchen klaut. Sie waren ein Geschenk von meinem Vater und ich hatte vor gehabt ein Blumenbeet anzulegen. Also goß ich am Freitag nur die Bäume, moserte ein bisschen vor mich hin und fuhr zurück nach Berlin – ein Arbeitstag wartete. Auf die Idee einen magischen Schutz zu errichten kam ich überhaupt nicht. Leider.
Ich arrangierte für die Zukunft neue Schneeglöckchen und informierte den Rest unserer Gruppe über den Blumen-Diebstahl. Ansonsten freute ich mich auf Sonnenwetter am Sonntag – mit Frühstück auf dem Land. Zusammen mit Brighid Kildare ging es Sonntag bereits sehr früh raus aufs Land. Brighid hatte zu Hause bereits Pflanzen vor gezogen und die sollten nun raus gesetzt werden. Poree, Sellerie, Kohlrabi wollten in die Freiheit. Möhren, rote Beete und Streublumen warteten darauf gesät zu werden. Tja, doch es erwartete uns eine böse Überraschung… Um es kurz zu machen: Man hatte sich großzügig an unserem gepflegten Hügelbeet bedient. Der gesamte Liebstöckel, den Brighid mühsam aus ihrer alten Heimat importiert hatte, war sorgsam ausgegraben und entwendet worden. Fassungslos standen wir vor dem Beet. Hier hatte jemand gezielt unser Beet durchsucht und sich das Maggiekraut angeeignet. Und diesmal waren wir beide schockiert. Denn es waren mehrere Pflanzen gewesen und da war schon eine kleine Logistik für notwendig, um die Pflanzen zu transportieren. Doch das sollte nicht die letzte böse Überraschung an diesem Tag sein!
Unter einem Hagebuttenbusch, da wo die Feen wohnen, hatten wir einen kleinen, verspielten Naturaltar errichtet, mit einem Feentor. Vom Fußpfad her war der Altar nicht zu sehen! Ausschließlich von den Hügelbeeten aus konnte man den Ort sehen. Für den Altar hatte ich einen faustgroßen Schneeflockenobsidian (schwarz), einen ebenfalls faustgroßen Howlith (weiß) und einen großen, roten Achat von zu Hause mitgebracht. Alle drei Edelsteine waren entwendet worden. Und energetisch fühlte es sich keineswegs so an, als sei die Göttin persönlich vorbei gekommen und habe ihre Steine eingesammelt. Nein. Jemand hatte uns schlicht und ergreifend bestohlen!
Was soll ich davon halten? Natürlich bin ich sehr traurig und erschüttert, und aus sicherer Quelle weiß ich, das auch andere aus unserer Gruppe mehr als nur konsterniert sind. Ein bisschen entsetzt bin ich auch. Was für eine Motivation muss einen Menschen antreiben, wenn er Schneeglöckchen, Liebstöckel, Edelsteine und anderes (er hat noch eine Pflanze entwendet, aber wir wissen nicht mehr welche) einfach so vom Feld klaut? Und damit andere Menschen einfach nur traurig macht?
Wir werden unsere Konsequenzen ziehen und es dürfte für etwaige Langfinger in der Zukunft äußerst ungemütlich werden!
Wir haben dennoch weiter gemacht und haben auch Sonntag viele, viele Stunden gesät und gesetzt. Ich halte mich hier strickt an Captain Taggart aus Galaxy Quest:
Never give up
Never surrender!
Feldarbeit ist Knochenarbeit
Guten Morgen!
Die Sonne strahlt. Der Sonn(en)tag beginnt. Draußen ist es nicht kühl, sondern richtig kalt. In der Nacht hat es Frost gegeben. Aber die Luft riecht bereits verheißungsvoll nach Frühling. Heute schildere ich Euch einmal ein paar Impressionen von unserem Grundstück, welches wir gepachtet haben und auf dem wir – nach dem Vorbild der Permakultur – Hügelbeete errichtet haben.
In der letzten Woche wurden wir hier in Berlin und Brandenburg von der Sonne verwöhnt. Dies verursachte in mir einen Schub von Energie, der umgesetzt werden wollte. Und so fuhr ich fast täglich raus auf unser Pachtland, um dort zu arbeiten. Und Arbeit… die gibt es immer zu tun. Das Hügelbeet, welches ich gemeinsam mit Brighid Kildare bewirtschafte, wollte bearbeitet werden. Die Beerensträucher riefen nach uns, weil sie gepflegt werden wollten, überall gab es Pflanzenstimmen um uns herum. Auch unser Bauwagen sprach zu uns: Räum mich auf! Streiche mir mein Wellblechdach neu, bevor ich roste! Gib mir eine Regenrinne! Und so reiste ich – in unterschiedlicher Begleitung – meistens in den frühen Morgenstunden raus auf das Land, um noch vor der beruflichen Arbeit ein bisschen was zu tun. Dabei konzentrierten wir uns auf die Arbeit am Land selbst.
Letzten Sonntag beispielsweise wurden wir von Sonne und Wärme umschmeichelt. Ein großer Picknickkorb begleitete uns und wir konnten unser großes Sonntagsfrühstück auf dem Lande einnehmen. Das gefiel mir so gut, dass ich es auch in der Woche beibehielt draußen zu frühstücken. Und dies, obgleich ich zuweilen noch vor 7.00 Uhr zum Arbeiten auf dem Land war. Nachts hatte es oft Bodenfrost gegeben und die Pflanzen und das Gras waren von einem magischen Hauch von Raureif überzuckert. Wenn ich so früh ankam, dann spürte man regelrecht, wie alles langsam erwacht. Und für diejenigen, die ganz hart im Nehmen sind, ist es wenig später Zeit für ein Taulaufen über das erwachende Gras. Das allerdings habe ich mir gespart.
Eine Überraschung gab es für mich am Donnerstag Abend, nach einem langen Arbeitstag in Berlin. Meine Eltern kamen mit einem gemieteten Lieferwagen aus NRW und brachten uns, neben einer bereits zugesagten Walnuss, selbst gezogene Beerensträucher und Werkzeug sowie einen Erntewagen für den Transport mit. Er wird wohl als Wassertransporter gute Dienste leisten. Bei einem 6000 m² Grundstück sind die Strecken zwar überschaubar, aber mit gefüllten Wasserkanistern werden alle Wege irgendwie lang. Und bisher hatten Brighid und ich das aus Berlin importierte Wasser immer vom Parkplatz zum Grundstück geschleppt. Das kostet wertvolle Energie! Und schon wieder schreit das Land – diesmal nach einer Regentonne. Wie schon erwähnt, es gibt stets etwas zu tun.
Unser Baum und die Johannisbeeren in schwarz und rot mussten gleich Freitag in aller Frühe auf das Land gebracht werden, sie hatten eine lange und anstrengende Reise hinter sich. Vor allem die dreijährige Walnuss, die bereits Knospen trägt, musste sehr vorsichtig behandelt werden. Auch musste der kostspielige Leihtransporter bereits am Freitag in aller Frühe zurück zum Verleih in Berlin Mitte. So parkten wir die Bäume auf dem Land und waren dann am gestrigen Samstag Vormittag das letzte Mal für diese Woche draußen.
Die Bäume und Sträucher wurden, natürlich mit vielen Worten (denn Pflanzen wollen auch wissen was mit ihnen geschieht) gesetzt. Mein Vater hatte einen Anschub von Elan und wollte am liebsten das ganze Feld umgraben, wobei er auch gleich eine Eule fand. Das ganze Feld ist natürlich nicht umgegraben. Aber die Arbeit der letzten Woche sitzt mir dennoch in den Knochen. Neben Muskelkater habe ich mir den Nacken gezerrt. Da habe ich es mir verdient dieses Wochenende – und auch die folgenden Tage – frei zu nehmen.











