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Unter uns

Erst vor Kurzem habe ich Euch an dieser Stelle davon berichtet, dass ich es erneut wagen werde mich in den öffentlichen Medien zu positionieren. Der Schritt hierhin hat eine ganze Zeit in Anspruch genommen und für mich gab es sehr viele Aspekte, die ich abwägen musste. Doch nun ist es in trockenen Tüchern. Die Bestelldaten des Zuges nach Leipzig liegen vor mir. Ein Hotel ist gebucht. Ich folge einer Einladung des MDR, dort werde ich in einer Livesendung Rede und Antwort stehen. Doch einmal ganz von vorne…

Wie die aufmerksame Leserschaft meines Blogs schon weiß, habe ich ein sehr offenes und positives Menschenbild. Für mich persönlich gibt es keine ‚Menschheit‘ als solche, sondern ich achte darauf stets den einzelnen Menschen zu sehen, in seiner Einzigartigkeit, die zugleich Vielfalt ist. Und jeder Mensch für sich ist ein Stern, der sein inneres Licht zum Leuchten bringen kann. Menschliche Schicksale und ihr Umgang damit sind Aspekte, mit denen ich beruflich viel zu tun habe. Aber es sind zugleich auch Aspekte, die mich selbst sehr interessieren und bewegen. Insofern ist für mich das neugierige und offene Zugehen auf das Individuum immer sehr wichtig. Entsprechend positiv reagiere ich natürlich, wenn jemand neugierig und offen auf mich zukommt. Zugegebenermaßen, wenn dieses ‚auf mich zukommen‘ von Journalisten aus geht, dann achte ich schon darauf was die Intention dahinter sein könnte und prüfe die Anfrage, so sie mich interessiert, sorgfältig.

Bei mir in Berlin empfange ich keinen MDR. Das liegt daran, dass mein Fernsehen noch aus den Tiefen des letzten Jahrtausends stammt und ich einer Erneuerung meiner guten, alten Röhre tapfer trotze. Aber – das muss ich gestehen – meine persönliche Voreinstellung zu den Medien ist recht klar: Die öffentlich rechtlichen Televisions-Medien haben bei mir einen besseren Stand als die privaten. Ob das legitim ist weiß ich nicht. Die Ursache dieser Haltung mag darin liegen, dass ich – die ich sehr selten TV schaue – ausschließlich die öffentlichen Medien schaue. In den Privatsendern hält mich die Werbung selbst von guten SF- und Fantasy-Erstausstrahlungen ab. Und als nun die Anfrage des MDR bei mir einging, da musste ich mich erst einmal informieren…

Angefragt war ich, da ich eine Hexe bin und somit in einem Aspekt meines Lebens von der ‚Norm‘ abweiche. Und ich war persönlich angefragt, als Mensch. Es ging nicht um ein spezifisches Thema (Hexenverbrennungen, Esoterik, Magie oder ähnliches), sondern ich als Mensch sollte in der Sendung mit ein paar Aspekten vorgestellt werden. Natürlich ist das etwas, das auch meine Seele anspricht und mich wirklich sehr neugierig gemacht hat. Und so habe ich mich der Anfrage gestellt. Es geht dabei konkret um die Sendung Unter uns.

Im Internet habe ich in die Sendung, die Menschen und ihre persönliche Vita thematisiert, rein gespickt. Das Konzept sprach mich sofort positiv an (obgleich mein Computer nicht in der Lage war mir mehr als 10 Minuten einer Sendung zu präsentieren… also echt. Computer! Ich muss Dich tadeln!). Nicht zuletzt, weil in dieser Sendung auch schon von mir geschätzte Menschen, wie beispielsweise Wolf-Dieter Storl (ich liebe es seinen CDs über Märchen zuzuhören), vorgestellt wurden. Und so kann ich nun folgendes verkünden:

Am Freitag, den 26.02.2016, ab 22.00 Uhr, habt Ihr die Möglichkeit mich und andere Menschen in der Sendung Unter Uns im MDR in Euer Wohnzimmer einzuladen. Und wisst Ihr was besonders schön ist: Wenn Ihr genug von mir oder der Sendung habt, dann könnt Ihr einfach abschalten! Im richtigen Leben geht das nicht 😉

Doch fragen wir uns: Was sagt denn Hexenkater Iggy heute zum Thema?

Also, ich hätte Curtis lieber zu Hause auf dem Sofa als im TV!

Also, ich hätte Curtis lieber zu Hause auf dem Sofa als im TV!

 

 

Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Die Sonne strahlt. Es ist kalt. Die Luft ist klar und sauber, in den Lungen tut sie gut. Ich mache einen Spaziergang am Landwehrkanal entlang. Vor einigen Tagen lag hier noch Schnee und der Fluss war gefroren. Nun liegt Frühlingsduft und Vogelgezwitscher in der Luft. Ich gehe am Kanal entlang. Es ist Samstag Vormittag, zwanzig nach neun und ich habe um 10.00 Uhr einen Termin, der mir Herzklopfen macht. Ein bisschen ist es wie ein Bewerbungsgespräch das vor mir liegt. Und ich weiß, dass meine größte Schwäche die Tatsache ist, dass ich eine Lokizunge habe und zuweilen zu oft das sage, was ich spontan denke. Auch wenn es negativ ist. Oder aber ich bekomme kein Wort raus. Also beschließe ich mich am Riemen zu reißen. Für einen ‚Job‘, von dem ich nicht gedacht hätte, das noch einmal jemand es schaffen kann mich dazu zu bewegen…

Hier bin ich vor den Dreharbeiten zu "Berlin - Stadt der Hexen" zu sehen.

Hier bin ich vor den Dreharbeiten zu „Berlin – Stadt der Hexen“ zu sehen.

Ihr erinnert Euch sicherlich noch an den Film Berlin – Stadt der Hexen. Nach der Erstausstrahlung im November 2014 erhielt ich zahlreiche Anfragen von Medien. Doch habe ich keine davon angenommen, denn es handelte sich zu 99% um Anfragen von Sendern oder Zeitschriften die ich selbst – aus gutem Grunde – als mündiger Bürger meide. Auch war das letzte Jahr bei mir eher vom Thema ‚innere Einkehr‘ bestimmt. Aufmerksame Leser und Leserinnen meines Blogs haben das sicherlich auch fest gestellt. Es gab keine neuen Fotoshootings und gerade in der zweiten Jahreshälfte wurde es hier recht ruhig.

Doch was geschah ‚hinter den Kulissen‘? Ich erhielt im Spätherbst letzten Jahres eine E-Mail Anfrage einer Journalistin des RBB/MDR. Es war eine sehr freundliche und ansprechende Email, die ich da erhielt und ich wurde nun doch neugierig. Und so kam es zu einem E-Mail-Austausch, einem Telefonat, erneuten E-Mail Austausch. Es ging hin und her. Und gestern dann war es soweit, es kam zu einem Treffen im nahezu frühlingshaften Kreuzberg. Am Puls der Stadt traf ich mich in einer urigen Lokalität mit einer sehr sympathischen Redakteurin. Bei einem gemeinsamen ‚Spätstück‘ unterhielten wir uns über allerlei Aspekte, die gegebenenfalls für die geplante Sendung interessant sein könnten. Und in mir wuchs die Sicherheit, dass ich mich wohl richtig entschieden hatte auf die Anfrage zu reagieren. Das Gespräch verlief so angenehm, dass beim einen oder anderen Mal auch meine ‚Lokizunge‘ mit mir durchging. Und als ich mich dann entschuldigte, für die durchaus klaren und harten Grenzen, die ich zuweilen setze, da gab mir meine Gesprächspartnerin ein schönes Feedback: „Sie sind eben konsequent.“ So kann man es auch sehen! Danke, Loki, für konsequentes Auftreten, welches Du mir mit gelehrt hast! Im großen und ganzen waren es zwei äußerst angenehme Stunden, die all meine Bedenken zerstreuen konnten.

Doch was resultiert daraus? In den nächsten Tagen werdet Ihr es an dieser Stelle erfahren. Nur soviel: Ich werde mich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen, diesmal geht es um ein anderes Fernseh-Format, als wir es in „Stadt der Hexen“ hatten. Lasst Euch überraschen, denn Ihr könnt an meinem erneuten Ausflug in die Welt der Medien hautnah Teil nehmen!

Ich für meine Fälle lasse mich auch überraschen.

Und was sagt Kater Iggy zu den kommenden Plänen?

Naa! Hoffentlich passen ihr die Schuhe besser als mir!

Na! Hoffentlich passen Curtis die Schuhe besser als mir!