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Widersprüche

17.05.2019

Dieser Mai kommt mit einer Widersprüchlichkeit, die an und für sich dem April zugeprochen wird. Dies spiegelt sich repräsentativ in der Wetterlage. Heute scheint die Sonne und die Temperaturen steigen in frühlingshafte Bereiche. Gestern regnete es in einem Moment und Kälte kroch unter die Kleidung, dann brach die Sonne durch und machte Lust spazieren zu gehen. Kaum hatte ich jedoch die Schuhe an zog der Himmel sich zu und öffnete die Schleusen.

Gleich zwei Regenbögen übereinander zeigten sich am Horizont.

Doch was sind Widersprüche eigentlich? Sie sind doch nichts anderes, als Veränderungen, die nicht in unser gedankliches Konzept passen. Oft behagen sie uns nicht und verweisen uns aus unserer Komfortzone. Ich persönlich neige dann dazu knatschig und unleidig zu werden. Oft ziehe ich mich zurück und bin für niemanden zu sprechen. Der Widerspruch ist nicht ausserhalb von uns, er findet in uns statt. Nicht der Mai ist widersprüchlich, sondern meine Wahrnehmung des Monatsverlaufes. Dabei sind es Widersprüche, die Brücken bauen können. Nur wenn die Sonne bei Dauerregen durchbricht kann der Bifröst – jene Regenbogenbrücke, welche die Welten miteinander verbindet – sich öffnen.

Bifröst

Der Bifröst öffnet sich und verbindet unser Midgard, die Erde, mit Asgard, der Welt der Götter. Um diese Verbindung zuzulassen müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Die Begegnung mit den Göttern ist immer auch Konfrontation, aber auch Widersprüchlichkeit. Hier können wir das finden, das über das Menschliche hinaus geht. Die eigene Sterblichkeit und Verletzlichkeit tritt zurück vor der möglichen Erkenntnisfähigkeit. 

Die Begegnung mit einem Gott ist stets auch eine Herausforderung. Sie erfordert Mut, sie erfordert Entschlossenheit und sie erfordert die Fähigkeit zur eigenen Transformation. Vor allem aber sollte Humor und Lachen mitgebracht werden.
Diesen Weg kann man alleine beschreiten, oder aber auch zusammen mit anderen. 

Für den Juli habe ich bereits mein seelisches Köfferchen gepackt, denn ich werde wieder reisen, gemeinsam mit einer Gruppe neugieriger, mutiger, fröhlicher und entschlossener Hexen gehen wir los, um den widersprüchlichsten und zugleich närrischsten der nordischen Götter zu begegnen. Er lehrte mich eins: Widersprüchlichkeiten beginnt man am besten mit einem herzlichen Lachen aufzulösen.

Ich freue mich auf Dich, Loki!

Hexeninvasion und Thing

Die Regenbogenbrücke strahlt zwischen den Welten.

Die Regenbogenbrücke strahlt zwischen den Welten.

Der Bifröst, die Regenbogenbrücke, welche die Welten verbindet, leuchtete wunderschön, in den herrlichsten Farben. Am besten zu sehen war er übrigens am Thorstag, doch dazu später.

Mein Laden in Asgard

Mein Laden in Asgard

Zunächst waren wir – nach unserem kurzen Midgard-Ausflug, im Haus beschäftigt. Ich baute meinen kleinen, magischen Laden auf. Im Angebot waren Handgegossene Kerzen für Rituale, Ritualbretter und Runenbretter, meine berühmten Pins und Buttons, sowie allerlei Artikel für Massage, Wohlbefinden und wundervolle, heiße Bäder. Ausserdem hatte ich noch andere Überraschungen im Angebot.

Wer einen genaueren Blick riskierte fand sicher bald etwas für sich.

Wer einen genaueren Blick riskierte fand sicher bald etwas für sich.

Nach und nach kam dann auch die Hexeninvasion in die Sternschnuppe. Aus Berlin stieß Britta zu uns und auch aus der Schweiz kam hexischer Besuch ins Haus geweht, in Form von der guten Nephtis. Zudem schlug auch – passend zu Britta und Brigitta – eine weitere Britta auf. Man hatte das Gefühl, dass die Göttin Brigitt irgendwie immer präsent zu sein schien. Eine ihrer Priesterinnen war auch bereits vor Ort. Und dann kamen auch noch Mara und Peti Song Catcher und damit waren wir komplett.

Nun begann – nach dem Abendessen und einem allgemeinen Kennenlernen – für uns die Ritualwoche, die uns durch die Geschichte von Loki und Idun führen sollte. Über die Rituale selbst werde ich mich nicht im besonderen äußern. Über Loki persönlich wird es morgen einen ausführlichen Beitrag geben.

Das erste Abendritual konnte – dank der wunderbaren Wetterlage – im Freien am Lagerfeuer gemacht werden. Schon beim Kreis ziehen und den Anrufungen entwickelte sich ein sehr hohes Energielevel, welches darauf hinwies, dass es in spannende Zeiten gehen sollte. Alle anwesenden Hexen hatten rituelle Aufgaben, sei es die Invokation des Runenkreises, die einzelne Elementeanrufungen, die Anrufung der Götter. Da ich selbst für die Lokianrufung und die Runendeutung (es wurden Runen für das Camp gezogen) zuständig war, kann ich sagen, dass ich den Campkreis – der von nun an eine Woche lang stehen würde – als sehr kraftvoll, haltend und intensiv empfunden habe. Das machte das weitere magische Arbeiten zu einer großen Freude und Leichtigkeit.

Peti Song Catcher, eine kraftvolle Hexe mit wundervoller Stimme! Lauscht ihren Liedern unter http://schoepferin.eu/

Peti Song Catcher, eine kraftvolle Hexe mit wundervoller Stimme! Lauscht ihren Liedern unter http://schoepferin.eu/

Leichtigkeit. Auch dies ein großes Campthema. Für mich war der Verlauf des Camps so heiter, so leicht, ja zuweilen entspannt, dass es eine noch größere Freude und ein Vergnügen war hier Magie zu weben. Dinge, die einen (zumindest mir) ansonsten nicht unbedingt leicht von der Hand gehen, geschahen hier fast wie von selbst. Wobei die Loki-Energie überall spürbar war… ich denke da nur an verknotete Spiraltänze, sehr viel Lachen, sehr viele Streiche und enorme Entspanntheit.
Die Rituale hatten alle eine starke, aber vor allem auch befreiende Energie. Alles war recht entspannt für mich. Loki-Energie gibt uns die Gewissheit, dass wir an unseren Fehlern wachsen.

Alle Rituale hatten ihre enorme, ihnen inne wohnende Kraft. Mir selbst machte vor allem das Shapeshifting – naturgemäß – enorm viel Spaß und ging so leicht und locker von sich, wie selten. Ein Sprung von der einen Gestalt in die nächste verlief glatt und es war wirklich, wirklich sehr spaßig… und enorm kraftvoll und inspirierend.

Am Donnerstag leuchtete der Bifröst besonders stark. Es war der Tag des Götterthing!

Am Donnerstag leuchtete der Bifröst besonders stark. Es war der Tag des Götterthing!

Im Laufe der Woche geschah so viel, dass es fast wie drei Monate waren. Wir nahmen am Thing der Götter Teil, wofür der Bifröst am Thorstag noch einmal besonders kraftvoll und funkelnd leuchtete. Wir lauschten den Worten der Götter. Wir spürten Thors Kraft und Energie. Einige erlebten Odin, der unter anderem seinen Adler schickte. Wir trauerten mit Bragi.Wir tanzten mit Freya und Frey, wir lachten und sangen viel, wie erlebten Iduna und Loki und erhielten von ihnen Hinweise für unsere Erde, unser Leben und sehr viel Lachen.

Es gab Hexentänze, Runenreisen, kreative Arbeit, es gab viele, viele Äpfel, gutes Essen, Massagen, Austausch, wundervolle Lieder. Es gab neue Freundschaften und inspirierende Gespräche, es gab Runenarbeit und Runenhinweise. Es gab einen Abschied von wunderbaren Hexen mit einem traurigen und einem lachenden Auge. Es gab einen sehr wundersamen Ausflug in einen Supermarkt in der Muggelwelt. Aber vor allem gab es wunderbare, machtvolle, transformierende, zum Teil fröhliche, zum Teil erschreckende Loki-Energie. Und es gab Jörmungandr in der Lampe…

Die Midgardschlange war mit uns und hing gerne im Kronleuchter rum. Danke an Peti für das Foto.

Die Midgardschlange war mit uns und hing gerne im Kronleuchter rum. Danke an Peti für das Foto.

Morgen mehr…