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Lebenszeichen zu Samhain
30.10.2023 ev
Der Herbst hat Einzug gehalten und in der Frühe liegt Dunst über dem Landwehrkanal. Das Laub verfärbt sich und die Kastanien glitzern verlockend im Gras. Wenn ich mich nicht nach ihnen bücke, um sie einzustecken, dann schieße ich sie gerne durch den Park. Dennoch ist es etwas zu warm für die Jahreszeit, ich schlafe noch immer bei weit offenem Fenster. Die viele frische Luft hat mich jedoch nicht vor der Grippe schützen können, von der ich mich zur Zeit erhole.
Hier im Blog ist es sehr still geworden. Zahlreiche Ereignisse und Prozesse haben mich dazu bewogen weitaus weniger im Internet aktiv zu sein. Tatsächlich hat mir das eher gut getan. Das Leben spielt sich eben doch woanders ab. Zumindest meins.
Seid Iggys Tod haben mir einige Leute geschrieben und versucht mich dazu zu überreden Katzen in mein Haus zu lassen, besonders in meine Wohnung. Gut gemeint ist nicht immer gut getan! In meiner Wohnung gibt es bis auf weiteres keinen Raum mehr für einen Kater. Hier weilt noch immer mein lieber Iggy und er ist sehr präsent. Vor allem jetzt, um Samhain herum.
Dennoch sind inzwischen neue Katzen in dieses Haus eingezogen. Und so bin ich zumindest ‚Katzentante‘. Seit dem Juli wohnen die Brüder Loki (sic!) und Itashi zwei Etagen über mir und werden ab und an von mir besucht. Wenn sie etwas älter sind können sie mich auch einmal hier unten besuchen. Zur Zeit sind sie noch eher daran interessiert rum zu toben.
Dieses Jahr Samhain findet kein Ritual statt, meine Hexengruppe die Zaunköniginnen trifft sich dafür heute auf einen kleinen Umtrunk. Statt dessen habe ich mich dieses Jahr von meiner Schwester dazu überreden lassen mit ihr zusammen Kürbisse zu schnitzen. Das Ergebnis kann sich – wie ich finde – durchaus sehen lassen.
Vielleicht werdet ihr jetzt, in der dunklen Jahreszeit, wieder etwas mehr von mir zu lesen bekommen. Ich mag es nicht versprechen, ich habe lediglich das Gefühl, dass es wieder an der Zeit ist zu schreiben.
Euch allen wünsche ich ein schönes, besinnliches Samhain!

Diese Kürbisse haben meine Schwester und ich geschnitzt. Welcher ist wohl von mir?
Was macht eigentlich der Hexenkater?
30.10.2019

Oktober 2019: Iggy freut sich auf Halloween!
Zuletzt gab es nicht so gute Nachrichten um den Hexenkater Iggy. Im März berichtete ich über seine Erblindung. Natürlich war und ist die Erblindung nur Ausdruck anderer Erkrankungen und so hat sich unser Alltag etwas verändert. Tägliche Medikamentengabe und regelmäßige Arztbesuche stehen auf dem Plan. Vor einigen Wochen ging es dem alter Herrn, der im Juni des Jahres seinen fünfzehnten Geburtstag hatte, nicht gut. Er hatte eine Inkontinenz entwickelt und ich fürchtete schon das Schlimmste. Doch glücklicherweise hat mein schnelles Reagieren und ein neues Medikament Wunder bewirkt. Es geht ihm wieder gut und die Inkontinenz wurde gebannt.
Inzwischen haben wir uns beide an seine Blindheit gewöhnt. Auch ich musste mich sehr umstellen, denn geschlossene Türen und vergessene Gegenstände auf dem Fußboden gibt es nun nicht mehr. Selbst die Hausschuhe haben nun abends beim Schlafen gehen einen festen Platz.
Nun freuen wir beide uns auf das vor uns liegende Samhain und die danach beginnende Vorbereitungszeit auf die Rauhnächte und Jul. Wir freuen uns auf gemütliche Abende daheim, mit Musik und Hörbüchern, mit kreativen Projekten und Büchern. Iggy genießt seine Kuschelecke auf dem Sofa, Kissen mit Katzenminze, Schmusen und Spielen. Ich hoffe, dass mein alter Hexenkater noch einige Jahre bei mir bleibt und wir zusammen noch viele schöne Momente erleben dürfen.
Danke, liebe Freya, für diesen meinen besten Freund fürs Leben! ❤
Iggy und ich wünschen Euch ein besinnliches Samhain-Fest!

Hexenkater Iggy am 29.10.2019 ev
Veränderungen
02.11.2018
Sehr lange habe ich nichts von mir hören lassen. In meinem Leben stehen innere Veränderungen an und Umbrüche. Noch weiß ich nicht wohin der Weg mich führen wird, aber was im Innen geschieht, spiegelt sich auch im Aussen. Und so habe ich die letzten Monate damit verbracht meine Wohnung komplett zu renovieren, altes weg zu geben und neuen Raum zu gestalten. Noch stehe ich hier zwischen Kartons, Paketen und Ordnern, denen noch Plätze zugewiesen werden wollen. Zugleich habe ich neuen, spirituellen Raum schaffen können. Ich bin gespannt wohin der Weg führt.
Getrennt habe ich mich von meiner privaten Facebook-Präsenz, die zwar noch existiert, aber nicht mehr genutzt wird. Auch getrennt habe ich mich von vielen Aktivitäten im Internet und statt dessen in persönliche Bewegung und Begegnung investiert. Dadurch kam auch meine Website hier etwas zu kurz. Und so sende ich heute einen Gruß, in der Hoffnung, dass Ihr alle ein schönes Samhain hattet. Ich brüte etwas aus und seid versichert: Ihr werdet hier im Blog erfahren, was ich so tue und plane. Es kann noch etwas dauern. Solange nimmt mein lieber Hexenkater Iggy hier ein Pausenplätzchen ein.

Iggy Halloween 2018
Übrigens: Nicht nur Iggy ist eine Pausenkatze, Pausenkätzchen gab es schon vor dem allgemeinen Internet in meiner Kindheit: https://www.youtube.com/watch?v=UkKpCo94AgM
Samhain – Zeit des Abschieds
27.10.2017
Der Sommer ist vorbei. Die Herbststürme brausen um das Haus. In den Häusern brennen warme Lichter, wohl dem, der ein Dach über dem Kopf hat. Wohl dem, der eine warme Mahlzeit hat. Wohl dem, der wärmende Kleidung hat. All dies ist nicht selbstverständlich – auch nicht in einer Stadt wie Berlin des Jahres 2017. Nie zuvor gab es so viele Menschen ohne Obdach hier bei uns. Mir wird kalt, wenn ich mir die Menschen vorstelle, die nun die Nächte auf Bänken oder unter Brücken verbringen. Seit einiger Zeit bringen meine Eltern ihre getragenen Kleider, Tischdecken und Gardinen nicht mehr in die Altkleidersammlung, sondern zu einem Obdachlosenkaufhaus. Hier werden Obdachlose gratis eingekleidet und alle anderen können Waren zu günstigen Konditionen erwerben. Das Geld fließt in Obdachlosenprojekte. Auch ich sammel nun mit, denn die Idee spricht mich an.
Der Kater hat sich wohlig zusammen gerollt. Morgen Abend findet unser Samhain-Ritual statt. Es ist Sturm und Regen angesagt, wir werden daher im Haus feiern. Mit Kerzenschein, Wärme und Geborgenheit. Wir stellen uns den Verlusten des Jahres: Wer hat uns verlassen im letzten Jahr? Wer wird nicht mehr zurück kehren? Wovon mussten wir uns verabschieden? Wer hat eine Lücke in unserem Leben hinterlassen? Wo tut es noch weh?
Zugleich aber frage ich mich: Wer ist neu in mein Leben gekommen? Wer bereichert und erfreut mich? Wo habe ich Wachstum erfahren und neue Impulse bekommen? Worüber durfte ich mich freuen?
Mit einem nachdenklichen Bild aus einem meiner vergangenen Fotoshootings möchte ich Euch eine besinnliche, ruhige und klare Samhain-Zeit wünschen. Mögen die Götter Dich und die Deinen unterstützen, wenn Du etwas verabschieden möchtest. Mögen die Götter Dir und den Deinen zauberhafte, neue Impulse schenken!

Samhain

Auch Kater Iggy feiert mit.
Die Tage werden kühler, die Nächte länger. Morgendlicher Nebel liegt über den Dächern Berlins. Die Luft ist feucht und durchdrungen von Kälte. Der Sommer ist zu Ende, es ist Samhain, die Schleier zur Anderswelt werden dünner.
Für mich beginnt nun die Zeit der inneren Einkehr, die Zeit des Kerzen Gießens, die Zeit der Magie und Zauberei. Zugleich beginnt die Gemütlichkeit in den Stuben, das Geschichten Erzählen bei Kerzenschein oder am Kamin, wobei Bratapfelduft in der Luft liegt. Eine Zeit der Ruhe, eine Zeit der Entspannung, aber auch eine Zeit sich der Ahnen zu besinnen und sich auf seine Wurzeln zu beziehen. Doch jeder hat seine eigene Art diese Zeit zu begehen. Die Hauptsache ist, dass man sich mit dem Wandel der Jahreszeiten bewegt und sich darin wohl fühlt.
Ich werde Samhain mit ein paar Zaunköniginnen zusammen sitzen und wir werden etwas trinken und Palaver abhalten. Ein Ahnenfest folgt dann, ebenfalls mit meinen lieben Zaunköniginnen, zum Wochenende. Diese Jahreszeit bietet sich an für eine Reise in die Tiefe.
Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Samhain-Zeit, wie auch immer ihr sie verbringt.

Die Raben gelten in der nordischen Mythologie als Boten Odins. Foto: LiBella
Model: Curtis Nike
