Archiv der Kategorie: Mein Berlin

Comic Con Berlin – Teil 2

30.09.2019

Daredevil (Marvel) und Poison Ivy (DC)

„Wer war das?“ fragt mich Harley Quinn nach einem Photoshoot auf der Comiccon. „Daredevil“, gebe ich selbstverständlich zurück. Sie schüttelt den Kopf, „Das weiß ich auch. Aber wer war darunter?“ will sie wissen. Ich zucke mit den Achseln, „keine Ahnung, ich habe vergessen nach dem Namen zu fragen.“ Verdutzt sieht mich Harley an, „aber ihr habt doch ewig miteinander gequatscht, ich dachte ihr kennt Euch.“ „Nein, wir haben nur so über Comics geredet“, gebe ich zurück. Christine Chapel, die daneben steht, schüttelt den Kopf, „Das stimmt nicht. Ich habe genau gehört, dass ihr über Katzen geredet habt!“ Erwischt… man quatscht sich hier schneller fest als man denkt…

Fremde Menschen werden beim Cosplay auf der Comiccon zu vertrauten Figuren. Und so fallen Barrieren weg, die im Alltag sonst da sind. Hier spricht man sich sogleich unkompliziert und selbstverständlich an. Die Atmosphäre ist herzlich und entspannt. Fremde werden zu wohlvertrauten Freunden oder Gegnern. Visitenkarten wechseln die Besitzer und mehr als einmal habe ich mich geärgert, dass ich meine Visitenkarten auf dem heimatlichen Schreibtisch vergessen hatte. Wenn Ihr Euch also hier auf Fotos wieder erkennt, so scheut Euch nicht mich über Curtis.Nike(at)arcor.de oder das Kontaktformular zu kontaktieren.

Spock, Uhura und Chapel aus Star Trek Classic

Die Comiccon hatte ein breites Angebot für Cosplayer. Nicht nur Verkaufsstände mit Waffen, Figuren und allem, was das Sammlerherz begehrt, waren ausgestellt. Auch auf die Belange der Cosplayer vor Ort wurde eingegangen – leider wusste ich das vor der Con noch nicht. Es gab geräumige Umkleidekabinen und Schminktische mit großen Spiegeln, die zu jeder Zeit genutzt werden konnten. Hierfür ein klares ‚Daumen hoch! Professionelles Make Up konnte zudem auch direkt vor Ort von verschiedenen Anbietern erworben werden. Es gab auch Profis, die beim Make Up direkt vor Ort unterstützend aushalfen. Als Bonbon gab es einen Tätowier-Stand, an dem man sich auch ein professionelles temporäres Comic-Tatoo machen lassen konnte. Außerdem boten die Verkaufsstände für Modeliermaterialien auch einen’Erste Hilfe‘-Service bei Beschädigungen der Ausrüstungen an. Als Cosplayer gebe ich der Comiccon hier eine glatte 1!

Mehr in meinem Beitrag morgen!

Misa Amane (Deathnote) und Ken Kaneki (Tokio Ghoul)

Wichtiges: Es werden noch einige Fotos in den nächsten Tagen folgen. Bei Bildern, in dem Publikum im Hintergrund zu sehen ist habe ich den Hintergrund verfremdet.
In der Regel habe ich Euch gesagt, dass ich Euer Foto gerne auch in meinem Blog poste. Aber vielleicht ist das in der Aktion der Convention manchmal unter gegangen. Wenn Du Dich hier wieder findest und nicht hier sein willst, gib mir einfach Bescheid, ich lösche Dein Bild dann selbstverständlich.
Aber auch, wenn Du hier bleiben möchtest (was ich sehr hoffe!), gib mir doch Infos, wie ich Dich erreichen kann oder Deine Website, ich verlinke Dich selbstverständlich und sende dir auch gerne alle Fotos, die ich von uns beiden habe! Ich freue mich auch, wenn du mir Deine Bilder von uns schickst. Diese gilt für mich als Poison Ivy, für meine Schwester als Christine Chapel, für meinen Neffen als Ken Kaneki sowie für meine beste Freundin Harley Quinn und meinen Kumpel Dr. Who (Bilder siehe Beitrag vom Vortag!).

Danke für euer Interesse!

Darf ich die Kerzen anzünden?

15.09.2018

Hatte ich nicht angekündigt im ‚Laufe der Woche‘ meinen Artikel zu posten? Und nun wurde es Wochenende? Die geneigte Leserschaft mag es mir bitte nachsehen, ich war in dieser Woche damit beschäftigt im Bett zu liegen und eine zähe Sommergrippe zu bekämpfen. Das Fieber machte es mir leider nicht einmal möglich meinen Email-Wust auch nur zu sichten. Doch nun lasse ich es mir nicht nehmen Euch noch einmal einen Einblick hinter die Kulissen der ‚Langen Nacht der Religionen‘ zu geben.

Zurück zum 08.09.2018…
Es ist Samstag früh, 9.00 Uhr und hinter mir liegen bereits mehrere Stunden Arbeit. Heute sind die Zaunköniginnen erstmalig aktiv mit bei der Langen Nacht der Religionen dabei und ich habe mein winziges Hexenmobil bis unter das Dach voll gepackt mit Material, welches wir später für unseren Stand brauchen werden. Dann fahre ich rüber zum Event-Gelände. Einige Leute aus den unterschiedlichsten heidnischen Gemeinschaften sind bereits da, andere, wie auch eine erste Mitzaunkönigin, trudeln wenig später oder nach und nach ein. Es geht darum die Stände aufzubauen und zu dekorieren… dies zumindest dachte ich bei meiner Ankunft. Doch als ich das Gelände erreiche sehe ich einen Kinderspielplatz, Sitztische und Bänke aus Paletten und sehr viel unaufgeräumtes Chaos. Für einen Sekundenbruchteil frage ich mich wie wir das alles weg räumen sollen, Stände aufbauen sollen und um 13.30 Uhr fertig für die Öffentlichkeit sein sollen. Nur soviel: WIE das Ganze gemanagt wurde weiß ich gar nicht genau. Ich weiß nur, dass es ein hervorragendes Management gab und ich mir einfach so lange ‚Jobs‘ geben ließ, bis wir unseren Stand aufbauen konnten. Und diese Jobs waren ganz andere als erwartet: WC Papier und Küchenrollen aus der Anlieferung holen, zählen und an die jeweiligen Orte bringen und verteilen. Kaffee, Milch, Zucker, vegane Eratzmilch etc. aus der Anlieferung
 in die Küche bringen, zählen und eintragen usw.

Ein ganzer Tempelraum wurde installiert. Hier: Tempel der Astarte Oase des O.T.O.

Wenn es mir nicht im Vornherein absolut klar gewesen wäre, spätestens jetzt zeigte sich was für eine enorme Arbeit hinter diesem Event wirklich steckt. Und ich hatte ernsthaft geglaubt ICH hätte stressintensive Vorbereitungen gehabt. Was die Organisatoren der Paganen Wege und Gemeinschaften hier im Vorfeld gestemmt haben war enorm, Hut ab! Spätestens als ganz nebenbei eine Tempelsäule (!) an mir vorbei getragen wurde, da der O.T.O. seinen Tempel für einige Stunden an den Veranstaltungsort verlegen mußte, dämmerte mir, dass ich mit meinen Zaunköniginnen wirklich entspannt in den Tag starten darf 🙂 

Tatsächlich schafften es die fleißigen Hexen und Helfer nicht nur den Reclaiming-Pavillion und unseren Stand aufzubauen, sondern vor der Eröffnung um 13.30 Uhr konnte es noch ein gemeinsames Mittagessen am mitgebrachten Picknicktisch geben. Und dann ging es schon los. Die Öffentlichkeit kam nach und nach neugierig durch die Pforte.
Schnell passte ich noch Sinmara von den „Paganen Wegen und Gemeinschaften“ ab und fragte sie: „An unserem Stand haben wir auch Kerzen. Darf ich die Kerzen anzünden?“ Ihr absolut verdutzter Blick war göttinnenlich, „natürlich! Was tut man denn sonst mit Kerzen?“ und dann, nach einer Pause: „Komisch, Du bist heute schon die zweite Person die mich danach fragt.“ Ich grinse und nicke, „naja, ich frage, weil ich eben schon in Seminarhäusern war, in denen angezündete Kerzen und Räuchern nicht gestattet war.“ Mit ihrem Blick sagte sie mir: „Kerzenlicher frei! Räuchern frei! Mögen die Gottheiten mit uns feiern!“ Und… das taten sie dann auch.

Diesen schönen Altar brachte die Reclaiming Gruppe Berlin-Brandenburg mit.
https://reclaiming.de/reclaiming-in-deutschland/gruppen-in-deutschland/berlin-brandenburg/

 

Impressionen von der siebten langen Nacht der Religionen.

Stand der Zaunköniginne n auf der LNdR 2018

09.09.2018

Ich lehne mich zurück und lege die Beine hoch. Körper und Seele sind zu Recht erschöpft, zugleich fühle ich mich bereichert und beschenkt. Gestern war für mich und meine spirituelle Gruppe ‚Die Zaunköniginnen‚ das Event des Jahres. Denn erstmalig nahmen wir aktiv an der Veranstaltung der Paganen Wege und Gemeinschaften zur Langen Nacht der Religionen Teil. Und diese Veranstaltung hatte es in sich! Die quirligen Zaunköniginnen gehören nämlich eher zu den Machertypen, als zu denen, die sich auf einer Veranstaltung vor allem dadurch auszeichnen, dass sie lediglich einen Flyer vor Ort auslegen. Und so wurde nicht nur ein Stand, sondern zusätzlich ein Vortrag sowie ein Ritual aus unserer Mitte heraus geplant und angeboten. Das dann auch noch eine Buchvorstellung und Lesung von einer Freundin der Zaunköniginnen heraus geboten wurde machte die Sache perfekt. 

Um das Ganze wirklich so rund und schön zu gestalten, wie es am Ende wurde, bedurfte es jedoch monatelanger Vorbereitungsarbeit und sehr viel Stress und Aufruhr. Als recht überschaubare Gruppe scheuten wir uns nicht unsere Reclaiming-Gemeinschaft aus ganz Deutschland – und sogar aus der Schweiz – zu aktivieren und einzuladen mitzuwirken. Und was das zauberhafte an dieser wundervollen Gemeinschaft ist, ist die Tatsache, dass unsere Freunde nicht nur ohne zu zögern anreisten, sondern auch mitmachten. Tatkräftige Unterstützung beim Vortrag, bei der Ritualplanung und beim Ritual und auch am Stand war ebenso selbstverständlich, wie das gemeinschaftliche Essen nach getaner Arbeit und das wohlverdiente Frühstück am Folgetag.

In den vergangenen Jahren habe ich einen Blick als außenstehender Besucher auf die Veranstaltung der Paganen Wege und Gemeinschaften werfen können. Diesmal war ich aktiv mit dabei und konnte somit auch einen Blick hinter die Kulissen und in den Aufbau werfen. Ich werde Euch an den Ereignissen Teil haben lassen, aber nun habe ich erst einmal meinen wohlverdienten Feierabend und freue mich darauf Euch im Laufe der kommenden Woche zu berichten. 🙂

Ein Mensch und ein Werwolf bitte!

28.08.2018

Der heiße Sommer lud dazu ein die Tage etwas lockerer zu gestalten. Erfrischung findet man in Berlin unter anderem am Wannsee oder im Grunewald. Das fand auch mein Neffe, der samt Familie die Ferien hier bei mir in der Stadt verbrachte. Und wie stets, wenn er hier ist, besuche ich mit ihm magische und verzauberte Orte, die irgendwo in Berlin verborgen sind. In diesem Jahr führte uns unser Weg in das kleine, aber feine Magicum, in der Nähe der S-Bahn Station Hackescher Markt. Eine kleine Pforte muß durchschritten werden und schon befindet man sich in einer anderen Welt. Hinter dem Tresen steht ein freundlicher Zauberer und ich zücke meine Geldbörse, „ein Mensch und ein Werwolf bitte!“. Der Zauberer lächelt und nickt, „einen Moment, ich muß in die Liste schauen“, antwortet er mit einem orientalischen Akzent, dann holt er zwei Tickets hervor, „wir machen es für einen kleinen und für einen großen Menschen, kommt auf das Gleiche hinaus.“ Ich zahle die Tickets und es geht los…

Wir werden gebeten uns hin zu setzen, damit wir eine Prüfung machen können, in der sich herausstellt, ob wir ‚magische Hände‘ haben. Vor allem für meinen Neffen ist dies wichtig, da durch die Prüfung herausgefunden wird, ob er seine magische Ausbildung beginnen kann. Ich kann soviel sagen: Die Herausforderung, die aus der Lösung eines Zaubertricks bestand, hatte es in sich! Ich benötigte viel Zeit und Konzentration, um sie zu meistern. Doch dadurch wurde meine Vorfreude auf das, was uns noch erwarten würde, nur umso größer! Wir erhielten – nach der Meisterung der Eingangsaufgabe – ein kleines Heft mit Aufgaben, die uns durch das Magicum leiten sollte. Darin befanden sich Aufgaben, die man im Laufe des Besuches des Magicums lösen konnte.

Das Magicum ist ein rundum interaktives kleines, aber feines Museum. Man geht einige Treppen hinab in die Tiefe und taucht gleich ein in die Welt der Alchemie. Dabei ist es wichtig die Augen offen zu halten, zu leicht übersieht man eines der Highlights, die alchemistische Küche von Nicholas Flamel, die sich in eine Nische schmiegt und sehr an das erinnert, was ich mir unter einer echten ‚Hexenküche‘ vorstelle.

Willkommen in der Welt der Magie!

Das Magicum lädt überall ein inne zu halten und magische Gegenstände selbst auszuprobieren. Dies ist an Tischen mit bequemen Stühlen möglich, auch stehen überall Bleistifte bereit, die es ermöglichen sich Notizen zu machen. So kann man einiges über das eigene Sternzeichen, sein chinesisches Horoskop oder die Bedeutung der Elemente in den Sternbildern erfahren. Anderswo können Karten gezogen werden, so kann man Krafttierkarten, Götterkarten oder Feenkarten ziehen und auch sogleich etwas über die Bedeutung erfahren. An anderer Stelle kann man mit chinesischen Wasserschalen meditative Klänge erzeugen oder sich mit dem Pendel beschäftigen. Das Magicum ist voller Rätsel und Aufgaben, die einen magischen, illusionistischen oder spirituellen Hintergrund besitzen. Zugleich erfährt man etwas über Alchemie, die Weltreligionen, Hexen, Illusionskunst und ähnliches. 

Die Ausstellung richtet sich vor allem an Neugierige und ist so konzipiert, dass man sie komplett ohne Vorwissen besuchen kann. Insofern bot das Informationsmaterial mir nicht wirklich neue Impulse. Dennoch hatte ich beim Besuch des Magicums sehr viel Spaß und mein Neffe und ich mussten uns – obgleich die reine Ausstellung recht überschaubar ist und schnell zu durchlaufen ist – nach über zwei Stunden nahezu gewaltsam los eisen, um pünktlich zum Familienessen nach Hause zu kommen. Die zahlreichen Rätsel und Aufgaben – einige davon kannte ich tatsächlich noch aus meiner eigenen magischen Anfangszeit – machten uns so viel Spaß und nahmen uns regelrecht gefangen, dass wir Zeit und Raum vergaßen.

Das Magicum befindet sich in der Großen Hamburger Straße 17 in 10115 Berlin, es ist täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Die Tickets kosten für ausgewachsene Menschen 9,50 € und für kleine Menschen und alle anderen Kreaturen 7,50 €. Miniaturmenschen bis 6 Jahre haben freien Eintritt.

Meines Erachtens ist das Magicum einen Ausflug wert und auch Muggel können hier Magie einmal von einer ganz neuen Warte aus erfahren. 

Ausstrahlungstermin ‚Berlin Stadt der Hexen‘

02.05.2018

Heute wird um 13.45 Uhr auf ARD Alpha noch einmal der Film ‚Berlin – Stadt der Hexen‘, an dem ich mitwirken durfte ausgestrahlt. 
Wer es nicht schafft reinzuschauen hat noch bis zum 08. Mai die Möglichkeit den Film in der Mediathek abrufen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Berlin-Stadt-der-Hexen/Berlin-Stadt-der-Hexen/ARD-alpha/Video?bcastId=52085182&documentId=52085202

Foto: Thanis Voyant
Model und Bearbeitung: Curtis Nike