Archiv der Kategorie: Mein Berlin

Comic Con 2019 – Ausklang

07.10.2019

Auch die Guardians of the Galaxy waren angereist: Von links – Groot, Gamorra, Rocket

Gestern vor einer Woche endete die Comic Con Station Berlin 2019. Wer den Blog hier verfolgt hat weiß, dass es für uns ein tolles Erlebnis war. Ich kann leider nicht alle Fotos zeigen (und es sind noch phantastische Bilder auf meiner Festplatte), aber ich hoffe ihr konntet Euch einen Eindruck von den eindrucksvollen Besuchern aus allen möglichen Galaxien, von dem Spaß den wir hatten und von Eindrücken, die mitgenommen wurden, machen.

Dr. Octopus, Otto Octavius, schaute auch auf der Comic Con vorbei.

Ich plane nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei sein und freue mich jetzt schon auf das letzte Wochenende im September, denn da ist wieder Comic Con in Berlin!

Bis zum nächsten Jahr! Das Team Comic Con wird wieder mit dabei sein!

Und nun seid getröstet: Hier im Blog wird wieder die Normalität einkehren: Es wird wieder um Hexenkram, Magie und alles aus dem Leben einer Großstadthexe gehen. Versprochen.

Comic Con: Poison Ivy

03.10.2019

Einen Schwerpunkt legte ich auf Make Up und Augenmaske. Curtis Nike als Poison Ivy.

Ich persönlich bin Poison Ivy bewußt das erste Mal in den Comics von ‚Wonder Woman‘ begegnet. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass ich später einmal in ihre Rolle schlüpfen würde. 

Die Figur der Posion Ivy wurde ursprünglich als Gegnerin für Batman geschaffen. Mit ihm verbindet sie eine ewige Haß-Liebe.
Pamela Lillian Isley, die später zu Posion Ivy wird, ist in wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen. Sie studierte Botanik und wurde von ihrem Professor, der ihre aufblühenden Gefühle für ihn ausnutzte, in eine Art menschliche Pflanze verwandelt. Seitdem sind ihre Körperflüssigkeiten giftig, so dass sie unter anderem durch ihre Küsse töten kann. Sie ist der Welt der Pflanzen mehr verbunden als der Welt der Menschen. Äußerlich gilt sie als sehr attraktive, erotische Frau, die schlank und wohlgeformt ist. Zeitweilig ist sie als Ökoterroristin, welche die Pflanzenwelt retten möchte, unterwegs. Dann wieder versucht sie sich ein eigenes, von der Menschenwelt unabhängiges, Refugium zu bauen. Ihre beste Freundin ist Harley Quinn.

Poison Ivy mit Batman. Danke Dir!

Als meine Schwester, meine Neffe und ich im März beschlossen auf die Comiccon zu gehen, da hatte ich keineswegs vor als Poison Ivy dort aufzukreuzen. Tatsächlich hatte ich zwei komplett andere Figuren aus anderen Genren (Star Wars und Marvel) auf dem Peilsender. Doch Posion Ivy sprang mich aus dem Hinterhalt an und wollte unbedingt mit mir auf die Comiccon (ich habe in diesem Fall Freya und Laufey in Verdacht sie auf mich gehetzt zu haben!). Allerdings vermochte schon im Vorfeld keines ihrer Outfits mich wirklich zu begeistern und umzuhauen. Zudem sollte ich den Fakten ins Gesicht sehen: Ich bin nun mal keine 25-jährige junge, hübsche Frau, die es sich leisten kann im Efeubadeanzug oder Bodysuite über die Convention zu huschen, mehr. So wollte ich bewusst eine gestandene, durchaus verführerische, aber auch zielgerichtete Frau mit Stil darstellen. Ich hatte mich entschlossen mein Outfit komplett eigenständig zu gestalten und mich nicht durch die Comicvorlagen eingrenzen zu lassen, sondern mich lediglich farblich und pflanzlich an der Figur auszurichten. Hierbei wollte ich ein Augenmerk auf das Make Up und die Maske von Ivy richten. Dadurch hoffte ich meine Augen zu betonen und von meinen Beinen abzulenken 😉

Poison Ivy mit dem hier gutgelaunten und freundlich lächelnden Oliver Queen – Arrow

Ich habe die Maske von Posion Ivy in dieser Form komplett selbst gemacht. Sie musste dabei mehrere Faktoren erfüllen:
1.) Sie musste mich als Poison Ivy kennzeichnen
2.) Als komplett brillenabhängiges Wesen musste die Brille drüber passen
3.) Über mehrere Stunden sollte sie halten und tragbar sein
4.) Natürlich sollte sie auch noch toll aussehen und ein Eyecatcher sein.
Ich tüftelte eine ganze Weile am Projekt und arbeitete zunächst mit Maskenmaterial zum aufsetzen, was toll aussah, aber Punkt 2 zuwider lief. Selbst dünne Masken, wie sie Kollege Arrow auf dem nebenstehenden Foto trägt, sind nicht besonders tauglich für Brillenträger. Bald war klar: Ich würde auf Bodypainting umsteigen müssen. Das klappte hervorragend, brauchte aber enorm viel Zeit. Irgendwann dann flogen mir von meinem künstlichen Efeu ausreichend Blätter um die Ohren, um eine neue Idee umzusetzen: Warum die Maske nicht aus Efeublättern direkt auf das Gesicht kleben? Voilá! Meine persönliche Posion Ivy war geboren! Alles weitere verlief recht reibungslos. Für den Haarschmuck (den man leider auf den Fotos kaum sieht), die Handschuhe, Schuhe und den Efeuhalsschmuck sowie Gürtel brauchte ich nur noch Klebstoff, Nadel und Faden sowie Zeit. Und so zeigt sich Posion Ivy bei mir zwar etwas mehr bekleidet, aber nichtsdestotrotz gift-triefend, selbstbewusst und nicht minder gefährlich.

Dies war fast das Ende. Mein letzten Impressionen von der Comiccon folgen in den nächsten Tagen. Ich hoffe Euch macht das Lesen und Bilder betrachten genauso viel Spaß wie mir das Event!

 

Comic Con – Teil 3

01.10.2019

Der Doktor und die Tardis

Für Coseplayer, Comic-Sammler, Devotionaliensucher und neugierige Nerds bietet die Comiccon Berlin wirklich ein rundum gutes und umfassendes Angebot. Für das leibliche Wohl wird vor Ort ebenfalls gesorgt. Es gibt mehrere Verkaufsstände, unter anderem auch einen von Ditsch, der für wohlbekannte kleine Gebäckspezialitäten steht. Im Bereich vor der Eingangshalle gibt es Imbissbuden und es besteht auch die Möglichkeit das Gelände der Convention mit einem Stempel zu verlassen und später wieder zu betreten.
Die Preise der Speisen und Getränke vor Ort sind etwas höher als gewohnt aber kein Wucher.
Für mich persönlich war die Convention ein rundum gelungenes Event. Mit einem Eintritt von 25 € für einen Tag (Samstag) habe ich einen unvergesslichen Tag verlebt. Auch meine Mitstreiter waren am Abend daheim glücklich zu zufrieden. 

Poison Ivy mit ihrem Lieblingsavenger: Antman, Danke an Antman Frank!

Einige Wermutstropfen waren allerdings die Preise der Autogramme und Fotosessions der Gaststars. 30 € für ein Autogramm ist sehr teuer, 65 € ist echt Wucher. Ich habe meiner Schwester und meinem Neffen die Tickets für die Con zum Geburtstag geschenkt. Gerne hätte ich meiner Schwester ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto mit Iason Isaacs oder Manu Bennett ermöglicht. Sie selbst haderte auch lange mit einem Fototermin bei ihrem liebsten Star Trek Captain… bis sie den Preis erfuhr. So nahmen wir Abstand von Fototerminen. Und dies taten offenkundig nicht nur wir.
Wir genossen die Comiccon dennoch sehr. Wer allerdings wegen der Stargäste kommt sollte eine sehr großzügig gefüllte Geldbörse mit bringen.

Die Preise für Comics, Figuren, Devotionalien, Poster und Bilder hingegen waren rundum angemessen und an einigen Ständen konnte man auch gute Schnäppchen machen. So wurden von meinem Comiccon Team Ohrringe, Star Wars Devotionalien, Bilder, Holzdrucke und ähnliches mit nach Hause geschleppt. 

Meine Impressionen von der Comiccon wenden sich dem Ende zu. Nicht aber meine Fotos. In den nächsten Tagen gibt es noch einen Beitrag mit ein paar Worten zu Posion Ivy und mir. Zusätzlich noch eine Menge toller Bilder, auf die ihr Euch freuen dürft!

Bleibt mir gewogen.

Die doppelte Harley, hier meine Freundin mit Model Michaela Fame-Style (links) Danke für das Shooting!

Comic Con Berlin – Teil 2

30.09.2019

Daredevil (Marvel) und Poison Ivy (DC)

„Wer war das?“ fragt mich Harley Quinn nach einem Photoshoot auf der Comiccon. „Daredevil“, gebe ich selbstverständlich zurück. Sie schüttelt den Kopf, „Das weiß ich auch. Aber wer war darunter?“ will sie wissen. Ich zucke mit den Achseln, „keine Ahnung, ich habe vergessen nach dem Namen zu fragen.“ Verdutzt sieht mich Harley an, „aber ihr habt doch ewig miteinander gequatscht, ich dachte ihr kennt Euch.“ „Nein, wir haben nur so über Comics geredet“, gebe ich zurück. Christine Chapel, die daneben steht, schüttelt den Kopf, „Das stimmt nicht. Ich habe genau gehört, dass ihr über Katzen geredet habt!“ Erwischt… man quatscht sich hier schneller fest als man denkt…

Fremde Menschen werden beim Cosplay auf der Comiccon zu vertrauten Figuren. Und so fallen Barrieren weg, die im Alltag sonst da sind. Hier spricht man sich sogleich unkompliziert und selbstverständlich an. Die Atmosphäre ist herzlich und entspannt. Fremde werden zu wohlvertrauten Freunden oder Gegnern. Visitenkarten wechseln die Besitzer und mehr als einmal habe ich mich geärgert, dass ich meine Visitenkarten auf dem heimatlichen Schreibtisch vergessen hatte. Wenn Ihr Euch also hier auf Fotos wieder erkennt, so scheut Euch nicht mich über Curtis.Nike(at)arcor.de oder das Kontaktformular zu kontaktieren.

Spock, Uhura und Chapel aus Star Trek Classic

Die Comiccon hatte ein breites Angebot für Cosplayer. Nicht nur Verkaufsstände mit Waffen, Figuren und allem, was das Sammlerherz begehrt, waren ausgestellt. Auch auf die Belange der Cosplayer vor Ort wurde eingegangen – leider wusste ich das vor der Con noch nicht. Es gab geräumige Umkleidekabinen und Schminktische mit großen Spiegeln, die zu jeder Zeit genutzt werden konnten. Hierfür ein klares ‚Daumen hoch! Professionelles Make Up konnte zudem auch direkt vor Ort von verschiedenen Anbietern erworben werden. Es gab auch Profis, die beim Make Up direkt vor Ort unterstützend aushalfen. Als Bonbon gab es einen Tätowier-Stand, an dem man sich auch ein professionelles temporäres Comic-Tatoo machen lassen konnte. Außerdem boten die Verkaufsstände für Modeliermaterialien auch einen’Erste Hilfe‘-Service bei Beschädigungen der Ausrüstungen an. Als Cosplayer gebe ich der Comiccon hier eine glatte 1!

Mehr in meinem Beitrag morgen!

Misa Amane (Deathnote) und Ken Kaneki (Tokio Ghoul)

Wichtiges: Es werden noch einige Fotos in den nächsten Tagen folgen. Bei Bildern, in dem Publikum im Hintergrund zu sehen ist habe ich den Hintergrund verfremdet.
In der Regel habe ich Euch gesagt, dass ich Euer Foto gerne auch in meinem Blog poste. Aber vielleicht ist das in der Aktion der Convention manchmal unter gegangen. Wenn Du Dich hier wieder findest und nicht hier sein willst, gib mir einfach Bescheid, ich lösche Dein Bild dann selbstverständlich.
Aber auch, wenn Du hier bleiben möchtest (was ich sehr hoffe!), gib mir doch Infos, wie ich Dich erreichen kann oder Deine Website, ich verlinke Dich selbstverständlich und sende dir auch gerne alle Fotos, die ich von uns beiden habe! Ich freue mich auch, wenn du mir Deine Bilder von uns schickst. Diese gilt für mich als Poison Ivy, für meine Schwester als Christine Chapel, für meinen Neffen als Ken Kaneki sowie für meine beste Freundin Harley Quinn und meinen Kumpel Dr. Who (Bilder siehe Beitrag vom Vortag!).

Danke für euer Interesse!

Darf ich die Kerzen anzünden?

15.09.2018

Hatte ich nicht angekündigt im ‚Laufe der Woche‘ meinen Artikel zu posten? Und nun wurde es Wochenende? Die geneigte Leserschaft mag es mir bitte nachsehen, ich war in dieser Woche damit beschäftigt im Bett zu liegen und eine zähe Sommergrippe zu bekämpfen. Das Fieber machte es mir leider nicht einmal möglich meinen Email-Wust auch nur zu sichten. Doch nun lasse ich es mir nicht nehmen Euch noch einmal einen Einblick hinter die Kulissen der ‚Langen Nacht der Religionen‘ zu geben.

Zurück zum 08.09.2018…
Es ist Samstag früh, 9.00 Uhr und hinter mir liegen bereits mehrere Stunden Arbeit. Heute sind die Zaunköniginnen erstmalig aktiv mit bei der Langen Nacht der Religionen dabei und ich habe mein winziges Hexenmobil bis unter das Dach voll gepackt mit Material, welches wir später für unseren Stand brauchen werden. Dann fahre ich rüber zum Event-Gelände. Einige Leute aus den unterschiedlichsten heidnischen Gemeinschaften sind bereits da, andere, wie auch eine erste Mitzaunkönigin, trudeln wenig später oder nach und nach ein. Es geht darum die Stände aufzubauen und zu dekorieren… dies zumindest dachte ich bei meiner Ankunft. Doch als ich das Gelände erreiche sehe ich einen Kinderspielplatz, Sitztische und Bänke aus Paletten und sehr viel unaufgeräumtes Chaos. Für einen Sekundenbruchteil frage ich mich wie wir das alles weg räumen sollen, Stände aufbauen sollen und um 13.30 Uhr fertig für die Öffentlichkeit sein sollen. Nur soviel: WIE das Ganze gemanagt wurde weiß ich gar nicht genau. Ich weiß nur, dass es ein hervorragendes Management gab und ich mir einfach so lange ‚Jobs‘ geben ließ, bis wir unseren Stand aufbauen konnten. Und diese Jobs waren ganz andere als erwartet: WC Papier und Küchenrollen aus der Anlieferung holen, zählen und an die jeweiligen Orte bringen und verteilen. Kaffee, Milch, Zucker, vegane Eratzmilch etc. aus der Anlieferung
 in die Küche bringen, zählen und eintragen usw.

Ein ganzer Tempelraum wurde installiert. Hier: Tempel der Astarte Oase des O.T.O.

Wenn es mir nicht im Vornherein absolut klar gewesen wäre, spätestens jetzt zeigte sich was für eine enorme Arbeit hinter diesem Event wirklich steckt. Und ich hatte ernsthaft geglaubt ICH hätte stressintensive Vorbereitungen gehabt. Was die Organisatoren der Paganen Wege und Gemeinschaften hier im Vorfeld gestemmt haben war enorm, Hut ab! Spätestens als ganz nebenbei eine Tempelsäule (!) an mir vorbei getragen wurde, da der O.T.O. seinen Tempel für einige Stunden an den Veranstaltungsort verlegen mußte, dämmerte mir, dass ich mit meinen Zaunköniginnen wirklich entspannt in den Tag starten darf 🙂 

Tatsächlich schafften es die fleißigen Hexen und Helfer nicht nur den Reclaiming-Pavillion und unseren Stand aufzubauen, sondern vor der Eröffnung um 13.30 Uhr konnte es noch ein gemeinsames Mittagessen am mitgebrachten Picknicktisch geben. Und dann ging es schon los. Die Öffentlichkeit kam nach und nach neugierig durch die Pforte.
Schnell passte ich noch Sinmara von den „Paganen Wegen und Gemeinschaften“ ab und fragte sie: „An unserem Stand haben wir auch Kerzen. Darf ich die Kerzen anzünden?“ Ihr absolut verdutzter Blick war göttinnenlich, „natürlich! Was tut man denn sonst mit Kerzen?“ und dann, nach einer Pause: „Komisch, Du bist heute schon die zweite Person die mich danach fragt.“ Ich grinse und nicke, „naja, ich frage, weil ich eben schon in Seminarhäusern war, in denen angezündete Kerzen und Räuchern nicht gestattet war.“ Mit ihrem Blick sagte sie mir: „Kerzenlicher frei! Räuchern frei! Mögen die Gottheiten mit uns feiern!“ Und… das taten sie dann auch.

Diesen schönen Altar brachte die Reclaiming Gruppe Berlin-Brandenburg mit.
https://reclaiming.de/reclaiming-in-deutschland/gruppen-in-deutschland/berlin-brandenburg/