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Interview

LiBella
Model: Curtis Nike
Im Frühjahr ist die liebe Nymphenkuss mit einer Anfrage auf mich zu gekommen. Sie bat mich um die Beantwortung einiger Interviewfragen für die empfehlenswerte deutsche Reclaiming Website.
Uff! Ein Interview ist Ehrung und zugleich Herausforderung für mich. Und so machte ich mich ans Werk, um die Fragen zu beantworten. Sie führten mich noch einmal zurück in meine persönliche, spirituelle Entwicklung, bis an die Wurzeln meines Weges.
Wer nun neugierig geworden ist kann das Interview hier lesen.
Viel Spaß!
Rückblick auf ein besonderes Konzert

Peti Songcatcher!
Endlich haben wir uns mal wieder gesehen!
Schon lange habe ich mich auf das Konzert, welches Freitag Abend in der Martin-Luther-Kirche in Neukölln statt fand, gefreut. Es war die 30. Nacht der Spirituellen Lieder und das erste Mal würde Peti Songcatcher dabei sein. Zusammen mit Paula Noske. Und ich konnte es kaum erwarten Peti endlich einmal wieder zu sehen und einen Auftritt von ihr zusammen mit Paula zu genießen.
Wie sich herausstellte war der Konzertort für mich sehr schnell erreichbar, so dass ich wesentlich zu früh vor Ort war. Dachte ich zumindest. Doch zu meiner Überraschung war schon mehr als 40 Minuten vor dem Konzertereignis ein wahrer Menschenauflauf vor der Kirche zu sehen. Auch im Inneren des Gebäudes war schon viel Betrieb. Und als ich den Kirchraum betrat sah ich auch gleich Peti. Ihre Aura ist unverkennbar 🙂 Und wie Magneten strömten wir aufeinander zu und freuten uns darüber, dass wir uns endlich wieder in die Arme schließen konnten. Ich konnte es immer noch kaum glauben, wir hatten uns so lange nicht gesehen! Und endlich durfte ich auch Paula kennen lernen, deren Stimme ich schon so oft bei mir dabei genießen konnte, wenn ich eine von Petis CDs einlege.

30. Nacht der spirituellen Lieder! Der Altar
Der Altarraum fiel mir gleich sehr positiv auf. Der Mittelpunkt des Altars in dieser protestantische Kirche war ein Bild, auf dem – an Stelle eines Kreuzes – ein Lebensbaum abgebildet war. Unter dem Baum saßen Menschen beisammen. Als Hexe und heidnisch orientierter Mensch ist mir dieses Motiv natürlich mehr als vertraut. Auch war ein kleiner Altar für das musikalische Ereignis errichtet worden. In seiner Struktur erinnerte er klassisch an die Altäre, die wir selbst in unseren Ritualen verwenden und dies vermittelte mir auch gleich ein sehr angenehmes, harmonisches Empfinden.
Der Kirchraum füllte sich bald und war – noch vor Konzertbeginn – voll. Insgesamt 600 Menschen mit unterschiedlichen religiösen Wurzeln wohnten dem Ereignis bei. Es waren Hexen vor Ort, ich sah Menschen mit offenkundig buddhistischem Hintergrund, Yoginis, Christen, Menschen mit arababischen Wurzeln… Es war eine wundervolle, bunte Mischung. Eine ganz besondere Form von Ökumene fand hier statt. Dieses Konzert öffnete sich für alle religiösen Strömungen und das empfand ich persönlich als sehr öffnend und segnend.
Das Konzert selbst begann mit einer leicht nachzumachenden Erdung für alle, wie sie hex‘ schon kennt. Und dann folgte das gut durchmischte Konzertprogramm, welches sich zahlreichen spirituellen Richtungen öffnete. Neben Peti und Paula lernte ich auch die sehr schöne Stimme von Regine Steffens kennen und konnte in der wunderbaren Energie des Berliner Mantren Chors eintauchen.
Die Nacht der spirituellen Lieder darf man sich jedoch nicht wie ein klassisches Konzert vorstellen. Alle Besucher erhielten Texthefte mit den Liedern, die an diesem Abend gesungen werden würden und somit hatten alle die Möglichkeit mitzusingen. Und dies wurde auch getan!

Die Nacht der spirituellen Lieder! Mit Regine Steffes (linker Rand), Peti und Paula sowie dem Mantrenchor im Hintergrund.
In dem evangelischen Gotteshaus gab es zunächst eine angenehme, christlichen Eröffnung „Shalama, shalama bayta.“ (Lukas 10, 5: Friede diesem Haus), der dann die Liedernacht folgte. Und die war vielseitig. Es gab Lieder aus dem ‚New Age‘, buddhistische und hinduistische Mantren, afrikanische und syrische Musik und Songs aus dem Reclaiming und dem Hexenkult. Besonders berührend war für mich der Auftritt eines Flüchtlings aus Syrien, der nicht nur an dem Konzert Teil nahm, sondern auch ein Liebeslied aus Syrien mit brachte und uns beibrachte.
Das Konzert selbst war – schlicht und ergreifend – die Wucht. Alleine das „Om mani padme hum“ einmal in einem Gottestempel, gesungen mit sechshundert Menschen, zu erleben ist ein so segnendes und ergreifendes Erleben, das es herzöffnend wirkt. Doch für mich persönlich gab es einen Höhepunkt des Konzertes, der in dieser Form einzigartig war: Die Anrufung der Göttin in einer Kirche! Und dies gemeinsam mit Menschen aller Kulturen, die wie selbstverständlich mit machten und mit sangen. Es war wie eine Heilung, die hier ihren Anfang nimmt. Dieses Erlebnis werde ich so bald nicht vergessen.
Als ich nach dem Konzert nach Hause kam fiel ich in mein Bett und schlief ein mit dem Empfinden an einem segensreichen Ereignis Teil gehabt zu haben.
Danke für die 30. Nacht der spirituellen Lieder!

Danke an Peti Songcatcher und Paula Noske für ihre schönen Lieder!
Die Verdandihilfe – Unterstützung in Krisensituationen
Heute möchte ich Euch, liebe Hexen und Heiden, liebe neugierige Muggel, auf ein neues Projekt hinweisen. Vor allem denen unter Euch, die alleine arbeiten, möchte ich es ans Herz legen.
In Krisensituationen- wie beispielsweise bei Erkrankungen – gibt es zahlreiche Angebote unserer Gesellschaft für Unterstützung: Angebote kommerzieller Natur, aber auch ehrenamtlicher Natur. Doch in tiefen Umbrüchen, die oft auch unser spirituelles Bewußtsein betreffen, stehen viele Hexen, Heiden oder Polytheisten oft alleine da. Hat man keinen Coven, keinen Orden, keine Gruppe, in der man arbeitet, so sieht man sich zuweilen mit seinen Ängsten und Unruhen, auch mit den spirituellen Krisen, die sich entwickeln können, oft auf sich selbst zurückgeworfen. Ich selbst weiß aus eigener Erfahrug wie hilfreich und stützend eine liebe Hand, ein offenes Ohr oder auch einfach nur eine gemeinsame Tasse Tee sein kann, wenn man mit den Kräften am Ende ist und manchmal einfach nicht mehr weiter weiß. Doch nicht alle Hexen oder Heiden haben Wurzeln in bestehenden Gruppen und sind dann gerade in Krisensituationen möglicherweise ‚allein gelassen‘.
Auf diesen Mangel hat nun ein Zusammenschluß unterschiedlicher, paganer Gruppierungen reagiert. Ab Januar 2016 gibt es die Möglichkeit über die Verdandihilfe Kontakt zu ehrenamtlich wirkenden, naturreligiös aktiven Menschen aufzunehmen. Die Privatinitiative bietet seelsorgerische Unterstützung an. Auf der Website der Verdandihilfe findet Ihr alle notwendigen Informationen.
Ich wünsche der Verdandihilfe hiermit einen guten Start in eine wichtige und wertvolle Arbeit!
Möge Verdani die Fäden weitreichend verflechten!
Das Eisenpentagramm
Immer wieder bekomme ich Emails und Anfragen, ob ich in meinem Blog nicht bitte auch einmal magische Übungen oder Rituale beschreiben könnte. Das könnte ich durchaus machen, aber ich finde das es zu diesen Themen einige sehr gute Beiträge gibt. Aus diesem Grunde möchte ich Euch heute auf den Blog von Nymphenkuss hinweisen. Die geschätzte Kollegin von mir beginnt heute mit einer Reihe zum „Eisenpentagramm“. Das „Eisenpentagramm“ ist – neben dem „Perlenpentagramm“ – eine wichtige Grundübung in der Persönlichkeitsentwicklung einjeder magisch wirkenden Hexe. Während das Eisenpentgramm sich in das Innere wendet, also die Beschäftigung mit sich selbst fokusiert, ist das Perlenpentagramm nach aussen, in die Gemeinschaft gerichtet.
Gerne benutze ich, für das Verständnis der beiden Pentagramme, das Bild des geerdeten Menschen. Er steht auf dem Grund von Mutter Erde, verbunden mit den Elementen. In seinem Inneren fließt das Blut, welches lebensnotwendiges Eisen transportiert. Zugleich ist Eisen ein Herzelement unseres Planeten, dessen flüssiger Kern mit aus Eisen besteht. Beim Zirkulieren des Eisenpentagrammes spüre ich bewußt das Zirkulieren des Blutes in den Adern.
Zugleich ist jeder Mensch aus Sternenstaub, trägt in sich die Energie der Sterne, die über uns strahlen. In den Erdungen, die ich vor Ritualen durchführe, mache ich gerne eine kleine Trance. Die Hexe, die mit beiden Beinen auf den Boden steht, bodenständig und fest, wird verbunden mit ihrem Stern, der über ihr steht. Wie eine Perle strahlt der Stern und wir Menschen stehen immer zwischen Erde und unserem Stern, der uns zeigt wie wir uns im Aussen darstellen können. Von daher ist mein Perlenpentagramm auch mein persönliches Sternenlichtpentagramm.
Ich lade Euch ein mit Nymphenkuss ein Jahr der Magie mit dem Eisenpentagramm und dem Perlenpentagramm zu begehen! Die Reise beginnt hier: Das Eisenpentagramm
Die Zaunköniginnen
Transformationen benötigen zuweilen sehr viel Zeit. Vom ersten Impuls, bis hin zum Samenkorn, welches aufgeht, können Tage, Wochen, ja zuweilen Jahre vergehen. Dieses Phänomen kenne ich von mir selbst nur zu gut, und so ist vielleicht nicht erstaunlich, dass ich Euch heute ein Projekt präsentieren möchte, welches schon über ein Jahr gärt.
Als Angehörige der großen Familie des Phoenix hatte ich bereits im letzten Jahr erneut eine intensive Begegnung mit dem magischen Feuervogel und seinen Freunden. Damals tauchte zum ersten Mal ein kleines Vögelchen im Zusammenhang mit dem Phoenix auf, welches ich nur zu gut aus anderen mythischen Verbindungen kannte: Der kleine Zaunkönig. Zunächst dachte ich mir dabei nichts, sondern nahm das kleine Kerlchen einfach nur freundlich zur Kenntnis. Was ich noch nicht ahnen konnte, war: Er hatte nicht vor wieder davonzufliegen…
Die jährlichen Treffen der Phoenixfamilie in der wundervollen Sternschnuppe sind für mich stets inspirierend und Impuls gebend. Die intensive magische Arbeit, geführt durch individuelle Inspiration, kompetente magische Leitung und einen absolut vertrauensvollen und sicheren Rahmen, gibt mir oftmals Kraft, die ich in meine Arbeit und meinen Alltag integrieren kann. Doch immer mehr spürte ich, dass ich einen vergleichbaren Raum zu Hause schmerzlich vermisste. Einen Bereich für tiefes, magisches Erleben, einen Bereich für bedingungsloses Empfinden und Fühlen, einen sicheren Raum, in dem Hexen und Zauberer unterschiedlicher Richtungen einander unparteiisch und bewertungsfrei begegnen. Magische Verbindungen zwischen den Traditionen neugierig schlagen zu können und zugleich die Kompetenz zu haben kreativ mit den Impulsen umzugehen, dies ist für mich ein Bereich der Magie, aus dem ich meine Kraft schöpfe.
Zuweilen benötigt ein neues Projekt Anstöße von Außen, manchmal aber ist es auch so, dass Ideen ineinandergreifen wie Zahnräder und die Dinge dadurch in Bewegung kommen. Brighid Kildare, ebenfalls ein Mitglied der weitreichenden Phoenix-Familie, brütete etwas aus. Wir hatten schon oft magisch zusammen gewirkt, sei es bei Workshops, bei gemeinschaftlichen Treffen, beim Phoenixcamp oder vergleichbaren Anlässen. Unsere Vorstellungen und Ideen liefen stets in ähnliche Richtungen und die unterschiedlichen, magischen Hintergründe, die wir beide mit uns brachten, bereicherte die Zusammenarbeit stets. Oftmals spann eine von uns einen Faden, den die andere auffing und weiter führte. Und bald kam uns zu Ohren, dass wir mit unseren Ideen und Vorstellungen nicht alleine waren. Der Zaunkönig zwitscherte uns ein Lied ins Ohr. Ein Lied von Zaunreiterinnen, die er getroffen hatte, die sich ein neues magisches Netzwerk wünschten, an dem sie mitwirken und weben konnten.
Und so ist es nun – nach weit über einem Jahr Vorarbeit – soweit: In Berlin haben sich die Zaunköniginnen gegründet! Alles, was Du über diese bunte Gruppe starker, kraftvoller und magischer Frauen wissen musst erfährst Du auf der Website der Zaunköniginnen!
Bleibt neugierig!


