Jahresrückblick

Räucherungen klären die Luft. Danke für dieses Foto an LiBella!

Räucherungen klären die Luft.
Danke für dieses Foto an LiBella!

Die Rauhnächte – oder Rauchnächte – gelten als die Zeit ‚zwischen den Jahren‘. Es ist eine Zeit des Übergangs, in der die Energien spürbar anders fließen. Eine Zeit zur Ruhe zu kommen, eine Zeit der inneren und äußeren Reinigung, eine Zeit des Rückblickes und der Vorausschau.

In den letzten Tagen habe ich in meiner Wohnung täglich geräuchert. Mit handgesammelten Fichtenharz, welches ich zur Sonnenwende geschenkt bekommen habe, und mit verschiedenen Kräutern, die ich zum Teil selbst gezogen habe. Der Duft der Räucherungen zieht durch das Haus und reinigt Energien sowie Atmosphäre. Dies mache ich in jedem Jahr, jeweils in den Rauhnächten zu jeder Nacht. Der klärende Duft der Harze und Kräuter ist wohltuend. Vermischt mit den Energien dieser intensiven Zeit finde ich Rast und Ruhe, komme in meiner Mitte an und genieße es einfach einmal nur ‚zu Sein‘, ohne weltliche Pflichten und Verantwortungen.

Der letzte Sonnenumlauf war recht bewegend und begann auch gleich recht erstaunlich. Der Rundfunk Berlin Brandenburg, in Person von Margarethe Steinhausen, fragte bei mir an für die Produktion der Sendung Berlin, Stadt der Hexen. Nach anfänglicher Skepsis entschied ich mich dann dafür an dem Projekt mitzuwirken. Und als die Sendung im November ausgestrahlt wurde, erwies sie sich als äußerst erfolgreich und erzielte die bisher besten Einschaltquoten auf ihrem Sendeplatz. Hier war ich über meinen Schatten gesprungen und siehe an: Es hat sich gelohnt und ich bin um eine spannende Erfahrung reicher geworden.

Ebenfalls etwas überraschend für mich war die Tatsache, dass ich mich mit meinen weit über vierzig Jahren mit einem Male als Modell für Fotografie wiederfand. Und dies seitdem immer wieder einmal. Weitere Fototermine für 2015 sind geplant.

So kann man sagen, dass 2014 für mich ein Jahr war, welches in Richtung ‚Außendarstellung‘ ging. Neben Fernsehen und Fotografie beendete ich auch die Rohfassung meines aktuellen Romans. Er liegt inzwischen im Vorlektorat.

Auf der Strecke blieb – vor allem in der zweiten Jahreshälfte – bedauerlicherweise meine Gesundheit. Hier wünsche ich mir für 2015 mehr gesundheitliche Stabilität und Wohlbefinden. Ich selbst werde Überarbeitungen meiden so gut es nur geht.

Mein Kontakt zu den Göttern hat sich weiter ausbauen lassen. Neben Loki und Thor begleitete mich Rhiannon eine Weile. Auch Diana klopfte an. Und Freya. Doch ganz großes Thema war Hel, mit der ich intensiv gearbeitet habe und auch einen Workshop zum Thema anbot. Ihr Vater Loki ist immer da, stets um mich. Und sein Blutsbruder Odin klopfte auch an die Pforte.

Der Rauch steigt auf, es duftet intensiv. Ich freue mich auf die weiteren Rauhnächte, voller Ruhe, Entspannung und Besinnlichkeit. Ich freue mich auf ein neues Jahr und auf neue Herausforderungen.

Wie war 2014 für Dich? Was sind Deine intensivsten Erinnerungen? Welches Deine schönsten Momente?

Die wilde Jagd beginnt!

Der Wind braust durch das blattlose Geäst. Es ist dunkel draußen. Kein Mond bescheint den Hof. Kälte steigt auf. Es ist soweit! Die Dunkelheit hat Überhand über das Licht gewonnen! Die dunkelste Nacht im Jahr steht vor der Tür. Und mit ihr beginnen die Zwölf Rauhen (in einigen Regionen beginnen diese erst mit der Mitrasnacht, dem heiligen Abend). Wenn ich hinaus lausche, so höre ich scharrende Hufe, ich spüre kalten Atem. Es sind die wilden Rosse, Hunde und Wölfe, die den Wode begleiten auf der wilden Jagd.

Mit dem Abenddämmern und dem Sinken der Sonne begann bei unseren Ahnen der ’neue‘ Tag und so ist nun Winteranfang, mit Beginn der längsten Nacht des Jahres. Ich habe diese Nacht mit Freunden zusammen bei einem wundervollen Konzert für die Weihnacht verbracht. Im Anschluss haben wir gemeinsam heiße oder alkoholische (oder beides zusammen) Getränke genossen und die Rauhnächte begrüßt. Morgen Nacht dann findet das Fest statt. Die Zeit der inneren Einkehr beginnt. Die rauhe Zeit beginnt, die Rauchzeit, die Zeit die Wohnung auszuräuchern und von allem Alten zu reinigen. Einige kennen diese Tradition vielleicht noch, kleine Rauchmännchen stehen in den Häusern und verströmen den Duft von entzündeten Räucherkegeln. Andere benutzen Räucherstäbchen. Oder Kräuterbündel, die entzündet werden. Der herbe Geruch mischt sich mit dem herrlichen Duft von Keksen, Mandeln, Äpfeln. Hmmmmm. Und dazu Kerzenschein. Was kann es schöneres geben?

Ich wünsche Euch allen besinnliche, entspannte und friedvolle Feiertage, egal wie Ihr sie begeht. Möget Ihr eine warme, kuschelige Zeit haben, mit gut gefüllten Kelchen und Tellern! Möget Ihr und all Eure Lieben zauberhafte Raunächte haben!

Schneekugel für Blog

Foto und Bearbeitung: LiBella
Model: Curtis Nike

 

 

 

 

LARP-Fotoshooting: Erste Impressionen

Vampire im aufsteigenden Nebel...

Vampire im aufsteigenden Nebel…

Es ist dunkel draußen. Feucht und kühl. Herbstlich. Die Wintersonnenwende naht und weckt das Bedürfnis sich zurückzuziehen. Tee, heiße Schokolade und Glühmet wärmen das Innere, es duftet nach Gewürzen und süßem Gebäck. Für mich endet die kreative Foto-Arbeit in diesem Jahr. Es ist an der Zeit zurückzublicken, was man gewirkt hat in den letzten zwölf Monaten, und vorauszuschauen, wie sich das nächste Jahr gestalten mag.

Doch zuvor noch ein paar Fotos als Vorgeschmack für Kommendes…

Das letzte Fotoshooting in diesem Jahr 2014 fand bei mir im Haus statt. Thanis Voyant war mit ihrer Fotoausrüstung da, um meine Freundin Shira und mich in Szene zu setzen. Dafür wurde mein Wohnzimmer für einige Stunden in ein Fotostudio verwandelt. Etwas, von dem ich vorher nicht wusste, dass es möglich sein würde. Und Shira und ich verwandelten uns in ein medienbekanntes Vampirpaar. Nicht, das wir dies nicht schon in der Vergangenheit getan hätten – Rollenspiele unterschiedlicher Natur sind eine Leidenschaft von mir und einigen meiner Freunde. Nur: Noch nie hatten wir dies optisch in der Art gemacht, dass es sich gelohnt hätte es fotografisch in Szene zu setzen. Bis jetzt.

Wir glitzern nicht im Sonnenlicht. Wir trinken kein Kunstblut. Wir schätzen die Natur. Wir sind befremdet von Menschen-Zombies. Wir sind voller Liebe. Und ich bin zudem depressiv. Und das schon seit tausend Jahren. Das ist ganz schön anstrengend. Und das macht auch das blutleere Herz irgendwie sehr, sehr schwer… Am Ende, das gebe ich zu, war ich froh aus dieser melancholischen Rolle wieder raus zu dürfen. Und nun gibt es wieder Rotwein statt Blut.

Wer keine Ahnung hat, wovon ich hier schreibe, dem möchte ich den wundervollen Film Only Lovers left alive ans Herz legen. Ein außergewöhnlicher Film mit wunderbaren Bildern, einer phantastischen Filmmusik und einer gänzlich anderen Vampirgeschichte als der erschreckende Kram, der uns in den letzten Jahren medial kredenzt wird. Anspruchsvoll, tiefsinnig, intelligent und absolut sehenswert!

Hier zwei erste Fotos. Weitere werden folgen, voraussichtlich nach den Rauhnächten. Diese wundervollen, magischen Nächte, voller Dunkelheit und Zauber! Mögen sie auch für Euch voller Liebe und Magie sein!

Cover Lovers

 

Noch einmal ‚Stadt der Hexen‘

Wer von Euch den Film ‚Berlin – Stadt der Hexen‘ verpasst hat oder ihn noch einmal sehen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. Der Film wurde im November auf dem Sender RBB ausgestrahlt und ist nun noch bis nächstes Jahr November verfügbar. Ich selbst habe an diesem Film mitgewirkt und wer schon immer mal wissen wollte, was Hexen in der Stadt so treiben wird hier sicher fündig.

Im Zentrum angelangt hat man die Aussenwelt hinter sich gelassen. Foto: Thanis Voyant

Im Zentrum angelangt hat man die Aussenwelt hinter sich gelassen.
Foto: Thanis Voyant

Der Winter kommt…

Dunkler und dunkler werden die Tage. Die Kraft der Sonne lässt spürbar nach. Mit eisigen Fingern greift die kommende Kälte nach uns, lässt unsere Haut frösteln, lässt den Atem gefrieren.

Kalt war es, das letzte Fotoshooting im Nebelmond, draußen am Plötzensee in Berlin-Wedding. Die Bäume entlaubt, die Pfade vernebelt und bedeckt mit rotgoldenem Herbstlaub. Gemeinsam mit LiBella und einer Freundin war ich unterwegs im herbstlichen Halbdunkel. Der Hauch von Winter schon in der Luft, die kommenden Rauhnächte  werfen ihr Schatten voraus.

Ich schaue hinaus auf den See, die Oberfläche scheint wir Quecksilber. Kalt und abweisend. Es ist an der Zeit sich zurückzuziehen, sich in die Wärme zu begeben, heiße Getränke zu genießen und zu träumen. Und dies werde auch ich tun.

Das Fotoshooting am Plötzensee war das Vorletzte in diesem Jahr. Das voraussichtlich letzte Shooting habe ich letztes Wochenende hinter mich gebracht – da ich nach längerer Krankheit noch immer leicht angeschlagen war, wurde es nach Innen verlegt. Und diesmal ist alles anders: LARP war angesagt! Ich bin selbst schon gespannt auf die Ergebnisse!

In diesem Sinne: Bleibt neugierig! Ich auf jeden Fall bin es!

Dunkelheit Foto: LiBella Model: Curtis Nike

Dunkelheit
Foto: LiBella
Model: Curtis Nike