Fotoshooting

'Willkommen' Foto und Bearbeitung: LiBella Model: Curtis Nike

‚Willkommen‘
Foto und Bearbeitung:
LiBella
Model: Curtis Nike

Als eine meiner zauberhaften Freundinnen das letzte Mal bei mir in Berlin gewesen ist, war sie als Model viel unterwegs. So kam es, dass ich – weltoffen und neugierig wie stets – durch sie die sympathische Fotografin LiBella kennen lernte. LiBella ist selbst auch Model und stets auf der Suche nach interessanten Menschen, die sich vor ihre Kamera wagen. Schon bei unserem Kennenlernen wurde das Thema eines Fotoshootings mit mir als Model angesprochen. Ob das nicht mal was für mich wäre, vielleicht ein Hexenshooting?

Uiuiui… Curtis Nike als Model… allein die Anfrage machte schon eine ganze Menge mit mir. Klar, gerne lasse ich mich ab und an mal fotografieren oder pose ein bisschen rum. Aber die Vorstellung mit einer so guten und professionellen Fotografin wie LiBella zu arbeiten und mich als Model in Szene setzen zu lassen bzw. mich selbst in Szene zu setzen… das schmeichelte mir zum einen, aber auf der anderen Seite war es mir auch ein bisschen suspekt. Kann ich das überhaupt? Als Model arbeiten? Mich für Fotos in Szene zu setzen, so dass dabei wirklich was gutes raus kommt? Bin ich für sowas überhaupt geeignet? Ich gehöre doch zu den Menschen, die nicht einmal Make Up benutzen, die Lippenstift dann nutzen, wenn sie rauhe Lippen haben, die morgens in den Spiegel gucken und sich sagen: Okay so. Wen es nicht gefällt, der soll woanders hin schauen. Ich mache es schließlich auch so.

Verloren Foto und Bearbeitung: LiBellaModel: Curtis Nike

Verloren
Foto und Bearbeitung:
LiBella
Model: Curtis Nike

Und nun wurde mir angeboten einmal, ganz unverbindlich, als Model zu wirken. Meinen Körper, meine Kleidung, mein Äußeres so in Szene zu setzen, dass es ins Auge fällt, dem Betrachter zusagt. Ja, im besten Falle mich selbst so in Szene zu setzen, dass Bilder mit künstlerischem Anspruch, Fotos mit Leib und Seele entstehen. Kurzum: Etwas zu machen, was geschulte Models tun oder gute Schauspieler. Alles, was ich zu investieren hatte, war: Einen Nachmittag und mich selbst.

Ich surfte durch die Modellkarteien und sah mir an, was fotografisch möglich ist. Überall traf ich auf faszinierende Künstler, auf eindrucksvolle Modells, auf wirklich erstaunliche Fotoarbeiten. Es war überwältigend. Und auch ein bisschen einschüchternd…

Wenn es darum geht meine eigenen Eigenschaften aufzuzählen, so gibt es eine, die ich mit meinen Lieblingen den Katzen gemeinsam habe: Neugier! Und aus der Neugier heraus wächst mit der Zeit automatisch der Mut… der Mut etwas Neues zu wagen…

Nur eine paar Emails waren notwendig und so hatte ich am Lokitag, Freitag den 13.06.2014, bei Vollmond, mein erstes Fotoshooting. Und ihr seht hier heute die ersten Impressionen (es werden noch viele folgen). Die gezeigten Bilder wurden alle auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor aufgenommen. Ich bin selbst erstaunt, verblüfft, überwältigt. Manchmal muß man etwas Neues wagen, um heraus zu finden was wirklich in einem steckt!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei meiner  Modell-Freundin, die stets der Auffassung war, dass ich den Mut haben sollte mich einem Fotoshooting hin zu geben und bei LiBella, die mir diese Chance gegeben hat!

Verbindung Foto und Bearbeitung LiBellaModel: Curtis Nike

Verbindung
Foto und Bearbeitung
LiBella
Model: Curtis Nike

Die Friedhöfe am Halleschen Tor

Ein Ausflug in die Stille der Friedhöfe.

Ein Ausflug in die Stille der Friedhöfe.

Da ich als glückliche Stadthexe selbst in Kreuzberg lebe, möchte ich Euch heute einen Ort vorstellen, an dem man mich gelegentlich antrifft. In der Regel bei einem Spaziergang, um ein bisschen der Unruhe der Stadt zu entkommen. Der Ort liegt mitten in Kreuzberg und ist für mich eine persönliche Oase der Ruhe und der Kraft. Es handelt sich um die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor.

Umgeben von den dicht befahrenen Autostraßen Mehringdamm, Blücherstraße und Zossener Straße (und der etwas ruhigeren Baruther Straße) umfasst die Friedhofsanlage am Halleschen Tor mehrere Friedhöfe, die miteinander verbunden sind. Berlinreisende begegnen dieser Friedhofsanlage oft in ihren Reiseführern. Unter anderem sind zahlreiche Mitglieder der Familie Mendelsohn hier bestattet und im letzten Jahr hat auch eine Dauerausstellung über die Familie in der Trauerkapelle auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof eröffnet. Doch dies ist nicht der Grund, weshalb ich diesen Ort so sehr schätze. Vielmehr ist es die Tatsache, dass man hier, sobald man durch die Eingangspforte tritt, den Stress und Lärm des Alltages hinter sich lässt. Das stetige Rauschen des Straßenverkehrs, das Hupen der Autos verstummt beinahe schlagartig hinter den Friedhofsmauern. Die Luft ist frisch und klar, Vogelgezwitscher erfüllt die Baumwipfel. Wer sich Zeit und Ruhe mit bringt, um eine Weile zu rasten, wird bald Eichhörnchen, Kaninchen oder gar den Fuchs beobachten können.

Die Grabanlagen machen durchweg einen gepflegten Eindruck und es gibt auch noch alte Grüfte, die leider zum Teil schon sehr von Zahn der Zeit gezeichnet sind. Dennoch lohnt es sich einen Blick über die Grabsteine und die Steinmetzkunst, die sich in ihnen ausdrückt. Neben faszinierenden und aufwändig gestalteten Grabsteinen und Skulpturen finden sich, für das geübte Auge, auch Hinweise auf Logengräber.

Das Grab E. T. A. Hoffmanns

Das Grab E. T. A. Hoffmanns

Bedauerlicherweise wurde der älteste Teil der Friedhöfe für den Bau der Amerika Gedenkbibliothek – die im übrigen auch einen Besuch wert ist – und die Blücherstraße eingeebnet. Dennoch befinden sich auf den Friedhöfen auch heute noch einige alte bis sehr alte Gräber und Grabstätten bekanner Persönlichkeiten. Und so kann es passieren, dass ich einer meiner Leidenschaften nach gehe, während ich über den Friedhof schlendere. Ich lausche einem Hörbuch oder Hörspiel, verfolge die spannenden Geschichten rund um den Magnetiseur oder den Sandmann und freue mich daran, dass ein so wunderbarer Künstler wie E. T. A. Hoffmann einmal hier in Berlin gelebt und gewirkt hat und uns seine eindringlichen Werke hinterlassen hat. Hoffmann ist auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde bestattet und ich gehe an seinem Grab vorbei und grüße ihn, dankbar für seine Geschichten. Sein Grabstein trägt die Aufschrift E. T. W. Hoffmann (Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann), da das Pseudonym E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) seinerzeit amtlich nicht zulässig war.

Wer E. T. A. Hoffmann ebenfalls einen persönlichen Gruß hinterlassen möchte und vielleicht einen Ausflug in eine grüne Oase plant, dem empfehle ich einen Besuch der Friedhöfe vor dem Halleschen Tor unbedingt.

Erreichbarkeit:

Die Friedhöfe sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Es empfiehlt sich die Linie U6 oder U7 bis zur Station ‚Mehringdamm‘ zu nehmen. Zwei Eingänge zum Friedhof liegen direkt am Mehringdamm.

Wer mit dem eigenen Auto oder Motorrad kommt findet an der Seite ‚Baruther Straße‘ gratis Parkplätze. Von hier aus muß jedoch der Friedhofseingang an der Zossener Straße oder einer der Zugänge am Mehringdamm genutzt werden.

Um das Grab von E. T. A. Hoffmann zu erreichen geht man am besten durch den Haupteingang am Mehringdamm (das große, gusseiserne Tor neben dem Blumenfachhandel) und folgt nun geradeaus dem Hauptgang, bis ein weiterer Hauptgang links ab geht, hier einbiegen und man steht nach wenigen Schritten vor einer großen Kastanie (linksseitig). Nun wendet man den Blick nach links und findet das Grab, etwas zurück liegend in zweiter Reihe.

Öffnungszeiten:

Der Friedhof ist stets ab 8.00 Uhr geöffnet! In dem Monaten März bis Oktober schließt er um 20.00 Uhr, in den Wintermonaten bereits um 17.00 Uhr!

Die Öffnungszeiten sind unbedingt zu beachten, denn der Friedhof wird abgesperrt und wenn man eingesperrt wird, dann kann es sehr mühseelig sein über die Tore oder Mauern klettern zu müssen. Ohne Hilfe kann man sich dabei ganz schön verletzen!

 

Eine schöne Skulptur findet sich auf einem der Familiengräber der Familie Siemens.

Eine schöne Skulptur findet sich auf einem der Familiengräber der Familie Siemens.

 

Die Legende des Phönix

Blühende Tulpen erwarteten die Freunde des Phönix.

Blühende Tulpen erwarteten die Freunde des Phönix.

Aus den arabischen Ländern ist der Feuervogel Phönix über Griechenland in unsere Gefielde gereist. In Ägypten war sein Name ‚Benu‘, dies heißt übersetzt ‚der Neugeborene‘ oder auch ‚der Wiedergeborene‘. In der ägyptischen Mythologie wird berichtet, dass der Phönix ein Vogel sei, der ein hohes Alter erreichen könne. Manche Quellen sprechen von 300, andere von 500 oder sogar 1000 Jahren. Wenn der Vogel seinen Tod nahen spürt, dann beginnt er ein Nest zu bauen, welches er in einer einzigen Nacht fertig stellt. Dieses Nest wird aus kostbaren Gewürzen und Harzen gebaut, unter ihnen Weihrauch, Zimt und Myrrhe. Die genaue Zusammensetzung der Kräuter ist nur dem Phönix selbst bekannt.

Der Phönix in Flammen

Der Phönix in Flammen

Nachdem der Vogel das Nest fertig gestellt hat, begibt er sich selbst in das Nest und erhebt seine Stimme, singt in Richtung Osten, in Richtung der aufgehenden Sonne. Mit den ersten Strahlen ihres flammenden Lichtes entzünden die Sonne das vorbereitete Nest, in dem der Phönix ruht. Unter Wohlgeruch und Gesang entflammt der Vogel. Die Schmerzen des verzehrenden Feuers werden durch die Kräuter gelindert.

Ist das Nest zu Asche zerfallen und ausgekühlt geschieht etwas sonderbares. Je nach Region – es gibt verschiedene Unterarten des Phönix – findet sich in der Asche entweder ein goldenes Ei oder aber ein kleines Vögelchen. Der verbrannte Phönix ersteht somit neu und kommt mit neuer Kraft wieder in das Leben zurück.

Das Bild des Phönix, des Vogels, der mit der Sonne und dem Feuer in Verbindung steht, ist kulturübergreifend. In Russland gibt es die Legende des Feuervogels, in China den Mythos um den barmherzigen Fenghuang und in unseren heimatlichen Gefielden lebt ein winziger Verwandter des Phönix: Der Zaunkönig. Dieser kleine Kerl baut sein Nest am liebsten in Höhlen und Ritzen, mag es dunkel und behaglich, was ihm den Namen ‚Troglodytes troglodytes‘ (Höhlenbewohner) einbrachte. Doch wenn die Wintersonnenwende vorbei ist, die Tage langsam länger werden, dann ist es der Zaunkönig, welcher der Sonne entgegen fliegt und sich an ihren heißen Strahlen versengt. Er nimmt die Kraft unserer Sonne auf und bringt sie zurück zur Erde. Erkennbar wird dies am rötlichen Gefieder des Zaunkönigs, welches er im Frühjahr aufweist. Dieser Vorstellung entspricht die Idee, dass Gefieder des Feuervogels Phönix werde nicht in der aufgehenden Sonne, sondern mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne entzündet. Die Wiedergeburt des Phönix ist somit zugleich die Rückkehr der Sonne am folgenden Morgen.

Dem Phönix werden zahlreiche Fähigkeiten zugeordnet. So soll er in der Lage sein – ähnlich dem Vogel Roch oder Rock – sehr hohe Lasten zu tragen. Eine Feder aus seinem Gewand leuchtet in der dunkelsten Finsternis und die Tränen des Phönix haben heilerische Fähigkeiten. Sie sind in der Magie als Antidot gebräuchlich. In der neuzeitlichen magischen Kunst wird der Begriff ‚Phönixtränen‘ zuweilen als Synonym für Canabisöl verwendet.

Ein Freund des Phönix

Ein Freund des Phönix

So steht der Phönix für Unsterblichkeit auf der einen Seite und für Transformation auf der anderen Seite. Sein Gefieder ist wunderschön, golden, rot und feuerfarben schimmernd. Ein enger Freund und Vertrauter des Phönix ist der Pfau, der dem Feuervogel nur wenig an Schönheit nachsteht. Der Pfau war – bevor er in der christlichen Mythologie zum Symbol der Eitelkeit verkam – Symbol für die Unsterblichkeit. Sein Fleisch galt als ‚unverwesbar‘. In China ist der Pfau der Göttin Kuan Yin zugeordnet, deren Barmherzigkeit unermesslich ist. Auch der Pfau gilt als Transformator.

Als ich in der Sternschnuppe ankam begrüßte mich der Pfau, gemeinsam mit dem alten Phönix. Was kann es schöneres geben?

Die Rückkehr des Phönix

Der Feenbaum steht in voller Blüte!

Der Feenbaum steht in voller Blüte!

Ich bin zurückgekehrt von meiner Reise in die Sternschnuppe, wo ich auf den Flügeln des Feuervogels Phönix geritten bin, in die Flammen gestiegen bin, um zu verbrennen und neu aus der Asche in das Leben gestiegen bin. In meinem Blog werde ich in den nächsten Tagen ein paar kleine Impressionen des Ausfluges in die Anderswelt geben, einige Fotos zeigen und Euch neugierig machen auf die Abenteuer, die es bei den Hexen, welche die Freunde des Phönix sind, zu erleben gibt. Vielleicht habt Ihr ja Lust beim nächsten Mal mit uns auf die Reise zu gehen? Ihr seid herzlich eingeladen!

Meine Ankunft in Oldenbüttel war am Dienstag, 29.04.2014, bei strahlendem Sonnenschein. Begleitet wurde ich von meiner lieben Freundin Britta aus Berlin und empfangen wurden wir von Cassandra aus der Sternschnuppe. Der Frühling war bereits mit all seiner Kraft über das Land gekommen, überall blühte es und die Luft war erfüllt vom Duft der Blumen und des Honigs. Der Feen-Apfelbaum stand in voller Pracht und durch ihn hindurch kann man bereits einen Blick in die Anderswelt riskieren. Hierher zurück zu kommen ist wie ein kleines ’nach Hause‘ kommen. Einmal die Muggelwelt komplett hinter sich lassen und eintauchen in pure Magie, in eine Sphäre der Zauber und Wunder.

Apfelblüte

Apfelblüte

Der Dienstag war der Anreisetag für das ‚Organisationsteam‘, wie ich das ‚Lehrerteam‘ lieber nenne. Denn erfahrungsgemäß ist es doch so, dass auf jedem Camp jeder mit einem offenem Ohr und einem offenem Herzen von jedem etwas empfangen kann. In diesem Jahr war ursprünglich ein Phönix-Camp zum Thema Rhiannon geplant. Doch dies musste leider ausfallen, so das wir umdisponierten und das diesjährige Hexentreffen ganz in das Zeichen des Phönix setzten. Das übergreifende Thema der nächsten Tage sollte die Begegnung mit dem mächtigen Feuervogel Phönix sein, welcher in die Flammen steigen und neu aus ihnen hervor gehen würde.

Und so war die Ankunft in Oldenbüttel geprägt von einer klaren, frühlingshaften Luft, welche die Gedanken aufstiegen ließ und die vorbereitende Arbeit für die Hexen, die in den nächsten Tagen anreisen würden, erleichterte. Spaziergänge an der Luft, Begegnungen mit kleinen Feen und Elfen, Planungen und Gespräche über das vor uns liegende, Blumen, Blüten, Frühlingsimpressionen halfen uns dabei den vor uns liegenden Weg zu begehen.

Hier ist der Übergang zur Anderswelt tatsächlich sichtbar!

Hier ist der Übergang zur Anderswelt tatsächlich sichtbar!

Seit vielen, vielen Jahren begleitet der Phönix mit seiner Kraft das sogenannte Phönix-Camp, ein regelmäßig statt findendes Treffen von Hexen, an Magie interessierten Menschen und Neugierigen, die sich zusammen finden, um Zauber zu weben, Magie zu erlernen und vor allem Gleichgesinnte zu treffen. Seit einigen Jahren gehört auch für mich dieses Treffen fest in meine Jahresplanung, öffnet es doch neue Horizonte und transformiert neue Ideen.

Doch die Flügel des Phönix waren erlahmt, sie waren langsam und träge geworden. Und so war es an der Zeit den alternden Feuervogel in die Flammen zu geleiten…

An dieser Stelle werde ich Euch in den nächsten Tagen die Geschichte des Phönix erzählen und Euch von einem wunderbaren, inspirierenden Hexentreffen berichten! Seid neugierig! Seid willkommen!

 

 

 

Ich bin dann mal weg…

Nun, liebe Menschen, es ist soweit. Ich schwinge mich mal wieder auf den Besen und mache mich auf den Weg in die Sternschnuppe zum Treffen der ‚Freunde des Phönix‘. Hier werde ich mit Hexen zusammen Magie weben, zaubern, verzaubern und wirken.

Wer sich auch von der Energie der Transformation des Feuervogels ‚Phönix‘ berühren lassen möchte, ist herzlich eingeladen sich zu melden und vorbei zu kommen. Es wird sich lohnen!

Phönixcamp