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Die Verdandihilfe – Unterstützung in Krisensituationen

Heute möchte ich Euch, liebe Hexen und Heiden, liebe neugierige Muggel, auf ein neues Projekt hinweisen.  Vor allem denen unter Euch, die alleine arbeiten, möchte ich es ans Herz legen.

In Krisensituationen- wie beispielsweise bei Erkrankungen – gibt es zahlreiche Angebote unserer Gesellschaft für Unterstützung: Angebote kommerzieller Natur, aber auch ehrenamtlicher Natur. Doch in tiefen Umbrüchen, die oft auch unser spirituelles Bewußtsein betreffen, stehen viele Hexen, Heiden oder Polytheisten oft alleine da. Hat man keinen Coven, keinen Orden, keine Gruppe, in der man arbeitet, so sieht man sich zuweilen mit seinen Ängsten und Unruhen, auch mit den spirituellen Krisen, die sich entwickeln können, oft auf sich selbst zurückgeworfen. Ich selbst weiß aus eigener Erfahrug wie hilfreich und stützend eine liebe Hand, ein offenes Ohr oder auch einfach nur eine gemeinsame Tasse Tee sein kann, wenn man mit den Kräften am Ende ist und manchmal einfach nicht mehr weiter weiß. Doch nicht alle Hexen oder Heiden haben Wurzeln in bestehenden Gruppen und sind dann gerade in Krisensituationen möglicherweise ‚allein gelassen‘.

Auf diesen Mangel hat nun ein Zusammenschluß unterschiedlicher, paganer Gruppierungen reagiert. Ab Januar 2016 gibt es die Möglichkeit über die Verdandihilfe Kontakt zu ehrenamtlich wirkenden, naturreligiös aktiven Menschen aufzunehmen. Die Privatinitiative bietet seelsorgerische Unterstützung an. Auf der Website der Verdandihilfe findet Ihr alle notwendigen Informationen.

Ich wünsche der Verdandihilfe hiermit einen guten Start in eine wichtige und wertvolle Arbeit!

Möge Verdani die Fäden weitreichend verflechten!

Manchmal hilft es, wenn jemand da ist, der für Dich ein Licht entzündet.

Manchmal hilft es, wenn jemand da ist, der für Dich ein Licht entzündet.

 

Hel – Herrscherin der Unterwelt!

Hel - Herrscherin der Unterwelt. Darstellung von Curtis Nike.

Hel – Herrscherin der Unterwelt. Darstellung von Curtis Nike.

Der Workshop Hel – Herrscherin der Unterwelt findet vom 21.11.2014 bis zum 23.11.2014 statt!

Workshopleitung: Cassandra und Curtis Nike
Der Workshop findet in der Sternschnuppe statt, bitte beachtet auch die Hinweise zur Anfahrt.

Die gefürchtete Göttin der Unterwelt, Tochter Lokis und der Angstbringerin ist das Thema dieser Reise. Aus dem Riesengeschlecht kommend, halb tot, halb lebend wurde sie von den Asen in die Tiefe geschleudert, aus ihren Augen geworfen, verdammt in die Unterwelt. Doch sie wurde in Helheim eine der mächtigsten Göttinnen! Als Herrscherin über eine der neun Welten empfängt sie die strohtoten Menschen, Asen und Elben in ihren Hallen.

Gemeinsam wollen wir zu Hel reisen, sie in der Unterwelt besuchen und erfahren, welche Verwandlungen Helheim durchgemacht hat. Wir wollen den Geschichten über die Unterwelten lauschen, werden hören und sehen wie Helheim gestaltet ist, woher die Mythen Hels stammen und wie aus Hel eine ‚Hölle‘ gemacht wurde. Dafür werden wir eintauchen in Geschichten aus der nordischen Mythologie, aber auch erfahren, wie christliche Missionare ihre Macht nutzten, um diese Bilder zu missbrauchen und zu deformieren. In einem rituellen Rahmen wollen wir die Schleier der Zeit heben und Hel in ihrer ursprünglichen Macht zeigen.

Wir werden Helslichter herstellen, die stets den Weg zurück leuchten und uns wieder in die Oberwelt zurück führen werden.

Beginn: Freitag, 21.11.2014, um 18.00 Uhr mit einem gemeinsamen Ritual und Abendessen.

Ende: Sonntag, 23.11.2014, nach einem gemeinsamen Mittagessen.

Die Ankunft kann am Freitag, 21.11.2014 ab 15.30 Uhr statt finden. Die Abreise sollte am Sonntag nicht vor 14.00 Uhr geplant werden!

Was bieten wir?

Ein Workshopwochenende mit Übernachtungen in behaglichen Mehrbettzimmern, vegetarischer Vollverpflegung, in einem kleinen Kreis von höchstens 8 Teilnehmer*Innen, betreut von zwei erfahrenen Leiterinnen (Cassandra und Curtis Nike).

Für wen ist dieses Workshopwochenende geeignet?

Für alle interessierten Menschen ab 21 Jahren. Auch Einsteiger und Neulinge in der Hexenkunst sind herzlich willkommen!

Kostenfaktor:

Der Workshop kostet 330 €

(120 – Unterbringung und Mahlzeiten; 210 – Workshopgebühr)

Bei Anmeldung werden 50% des Gesamtbeitrages für den Workshop fällig, bis zum 01. Oktober 2014 muß der gesamte Beitrag überwiesen sein.

Wir haben eine begrenzte Anzahl von Einzelzimmern zur Verfügung. Auf Wunsch ist es möglich ein Einzelzimmer gegen Preisaufschlag zu buchen. Anfragen bitte direkt an Cassandra (bitte runter scrollen)!

Bei einem Rücktritt vom Workshop bis zum 01.10.2014 wird die Gebühr zurück erstattet. Bei einem Rücktritt nach dem 01.10.2014 müssen wir eine Gebühr von 80 € einbehalten, da zu diesem Zeitpunkt bereits die Vorbereitungen so weit laufen, dass Anschaffungen gemacht wurden und finanzielle Auslagen entstanden sind. Ab dem 01. November kann keine Rückerstattung mehr erfolgen.

Anmeldungen können hier über die Website erfolgen, ihr erhaltet dann alle weiteren Infos! WICHIG: Es sind noch vier Plätze frei! Es gilt die Reihenfolge des Buchungseinganges!

Loki – Dein Gesicht hinter der Maske

Tom Hiddleston (http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Hiddleston) als Loki in den Marvel-Verfilmungen rund um Thor und die Avengers. Äusserlich durchaus ein Loki-Typ, dennoch entsprechen die im Film dargestellten 'Allmachtsfantasien' in keinster Weise der Loki-Energie!

Tom Hiddleston (http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Hiddleston) als Loki in den Marvel-Verfilmungen rund um Thor und die Avengers.
Äusserlich durchaus ein Loki-Typ, dennoch entsprechen die im Film dargestellten ‚Allmachtsfantasien‘ in keinster Weise der Loki-Energie!

Bis hierhin gab es Impressionen, Eindrücke, schöne Fotos und wunderbare Erlebnisse. Doch was hat es eigentlich wirklich auf sich mit diesem Loki, welche Energie trägt er? Was bewirkt er? Und weshalb begegnet man immer wieder Menschen – Hexen und Asatruar – die so extrem vor ihm zurückschrecken, ja abwehrend auf die Arbeit mit ihm reagieren, während andere sich Hals über Kopf in ihn verlieben?

Seit über einem Jahr arbeite ich intensiv am Thema ‚Loki‘, mit Loki-Energie und mit Loki persönlich. Diese Arbeit umfasst drei Gebiete, die sich miteinander überschneiden: Die Wissenschaft (Religionswissenschaft und Geschichtswissenschaft), die Psychologie und die magische Arbeit. Mit der Runenarbeit habe ich 1992 intensiv begonnen. Die nordische Mythologie kenne ich in ersten Zügen bereits aus meiner Kindheit. Das heißt, dass der Start der Arbeit für mich ein verhältnismäßig lockerer Einstieg gewesen ist.

Die hier im weiteren ausgeführten Gedanken, Wahrnehmungen und Empfindungen basieren ausschließlich auf meinen persönlichen Wahrnehmungen, fussend auf individuellen Erfahrungen, geprägt durch in der Vergangenheit von mir verfasste Schriften und Impressionen. Göttliche Energien können sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, denn wir Menschen sind ja bekanntlich sehr unterschiedlich. Und so kann es sein, dass wir mit einem Gott, einer Göttin sehr gut können, die nächste Gottheit uns jedoch kaum berührt. Insofern haben die weiteren Ausführungen keinen Anspruch auf ‚Richtigkeit‘ oder gar irgendeine allgemeine ‚Wahrheit‘.

„Loki ist schmuck und schön von Gestalt (…).“ (aus der jüngeren Edda)

Loki bringt zunächst eine enorme Leichtigkeit, Lockerheit und sehr viel Humor mit sich. Mit kaum jemanden lässt es sich so gut lachen, feiern und Spaß haben (obgleich der gute Thor beim Feiern locker mit hält). Zudem ist er ein Charmeur, nett anzusehen und hat immer und zu jeder Lebenslage einen Spruch auf den Lippen. Er ist schlagfertig und geschickt mit der Zunge, weiß aber zuweilen nicht, wann er den Mund halten sollte. Seine schnelle Zunge bringt ihn das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten, aus denen er sich geschickt – und meistens mit Gewinn – herauswindet. Laufeyson ist in seiner Art unverblümt und absolut direkt. Dies kann von Geschöpfen, die gerne mal die Ohren zuklappen oder in bestimmte Situationen nicht rein schauen wollen, als verletzend, stichelnd oder gar bösartig empfunden werden.

Idun reicht Loki einen Apfel, Darstellung von Foster, Mary H. 1901.

Idun reicht Loki einen Apfel, Darstellung von Foster, Mary H. 1901.

Eine der ersten Grundregeln in der Arbeit mit Loki lautet: Loki müssen klare Grenzen gesetzt werden! Er ist einer, der klare Worte schätzt! Ein: ‚Ach, Loki, könntest Du mal bitte dies oder das tun oder lassen‘ kommt bei ihm nicht an. „Hör auf meinen Met zu leer saufen!“ „Laß die Katze in Ruhe!“ „Ich will jetzt schlafen, verziehe Dich und komme frühestens in X Stunden wieder!“ „Finger weg von den Ohrringen!“ Das sind Sätze, die er versteht, aber oft begründet haben will. Handfeste Gründe akzeptiert er sofort. So wird er Dich schlafen lassen (kann er nachvollziehen, er ist selbst ein Langschläfer), aber durchaus den Met austrinken. Wenn Du ihn dann anmeckerst, das der Met weg ist, wundere Dich nicht, wenn er gut drauf ist, kann es sein, dass plötzlich in Deiner Manteltasche ein nie vermisster Geldschein auftaucht, um Nachschub zu besorgen.

Mit Loki kommt eine enorme Elementarenergie. Er ist verbunden mit dem Feuer, welches ihm zugeordnet ist, aber auch mit Luft und Erde. Das Wasser scheut er etwas in meiner Wahrnehmung. Dies scheint damit im Zusammenhang zu stehen, das unter der Lockerheit, der Leichtigkeit und dem spaßigen Wesen Loki Laufeysons ein immenser Schmerz ruht, der ihn umtreibt. Früh erkennt sein scharfer Geist die Leichtfertigkeiten der Asen. Er erkennt, dass sie beginnen dekadente Strukturen entwickeln. Odin fixiert sich seines Erachtens immer mehr auf Walhalla und Ragnarök. Die Götter nehmen ihre Kräfte und die Gaben, welche die Natur (in Form von Idun, die die Äpfel der Jugend reicht) und die Zwerge, ihnen reichen als selbstverständlich an. Achtsamkeit vor Natur und Leben schwinden. Dankbarkeit gegenüber den Mitgeschöpfen gibt es kaum. Tiere werden geschlachtet und wieder zum Leben erweckt. Es gibt kein Gefühl mehr für den Strom allen Seins.

Loki liebt Odin von ganzem Herzen und erträgt es kaum, wie dieser sich immer mehr auf den Ragnarök fixiert und nur noch Kämpfer für Wallhall ansammelt. Er mag Thor sehr, sehr gerne, weil Thor authentisch ist, klar an Struktur und ein Herz für die Menschen hat. Er verehrt Freya. Und er arbeitet viel öfter mit ihr Hand im Hand, als mir vor der Campwoche bewußt gewesen ist.

Überhaupt nicht klar kommt er mit Heimdall, dem Wächter des Bifröst. Laufeyson ist der Meinung, dass die Übergänge zwischen den Welten für alle Geschöpfe offen sein sollten. Menschen sollten ungehindert nach Asgard gelangen können, um an den Kräften und Freuden der Götter Teil haben zu können. Loki differenziert nicht zwischen Menschen, Göttern, Riesen, Trollen, Elben… Er selbst ist Teil verschiedener Welten. Niemand sollte einem anderen den Zugang zum ‚Himmel‘ verwehren!

Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.“ (Old Crow)

Loki mag die Menschen, die zu sich stehen. Authentizismus liebt er, Perfektionismus mag er nicht. Er selbst ist bereit Fehler zu machen und zu ihnen zu stehen. Ein Lehrer und ein Lernender ist er, der an seinen Erfahrungen wächst. Er liebt die Menschlichkeit, die ‚Fehlerhaftigkeit‘ und dadurch die Schönheit im Handeln. Ohne Fehler können wir uns nicht entwickeln, ohne Fehler können wir nicht lernen, ohne Fehler bleiben wir dumm. Und so gibt es den ein oder anderen Menschenschlag, den Loki überhaupt nicht leiden kann: Besserwisser, Alles-Richtig-Macher, Fehlervermeider, Angsthasen, Selbstbemitleider, Zum-Perfektionismus-Erzieher, genormte Menschen, Erfahrungsvermeider… die Liste lässt sich lang fortsetzen.

Loki und Iduna, Darstellung von John Bauer.

Loki und Iduna, Darstellung von John Bauer.

Gott zu sein bedeutet in der Regel verehrt zu werden. Doch Anbetung und Verehrung, dies sind Dinge, denen Loki Laufeyson zuweilen sehr skeptisch gegenüber steht. Gerne trinkt er Met und Bier (und besonders gerne isst er – dies weiß ich aus erster Hand – frisches, noch warmes Brot, dass er fett mit Butter bestreicht) und freut sich über ein Festmahl, an dem er Teil nehmen kann. Er erfreut sich an Liedern und war in Anbetracht eines Witchcamps in seinem Zeichen ganz aus dem Häuschen. Offenkundig tanzt er auch sehr gerne (allerdings vermag ich nicht zu beurteilen ob gut) und wünscht sich viel Lachen von den Menschen. Er ist selbstverliebt und liebt es sich für ein Ritual ‚chic‘ zu machen… jedenfalls das was er darunter versteht… Wenn er offenen Herzens eingeladen wird, dann freut er sich zu kommen und sein Erscheinen bringt eine hohe Spaßgarantie. Natürlich liebäugelt er auch sehr mit einem schönen, krafvollen, bunten und nach Möglichkeit chaotischen Altar. Selbstgemachte ‚Loki-Devotionalien‘ findet er phantastisch. Egal ob selbst gemalte Bilder, Skulpturen oder Brennereien. Hauptsache sie sind so groß wie möglich.

Auf der anderen Seite gibt es einiges, was er ganz und gar nicht mag. Und dies sind unter anderem Demut, Unterwürfigkeit, ganz zu Schweigen von Heuchelei. Und: Komme keiner auf die Idee so absurde Dinge zu tun, wie zu Loki zu beten, ihn anzuflehen oder ihn vollzuheulen! Letzteres ist unter seltenen Umständen toleriert, wenn er selbst Verursacher der Heulerei ist und jemanden wirklich, wirklich auf die Füße getreten ist. Als Auswirkungen seiner eigenen Fehlerhaftigkeit erträgt er so gut wie alles. Loki Laufeyson ist ebenso Jötun wie Gott. Wir Menschen sind in seinen Augen Geschöpfe, die göttlich sind. Er trennt nicht zwischen sich und dem Menschen. Aber sehr gerne nimmt er wahr, dass die Menschen ’noch viel zu lernen haben‘ und ’noch klein sind‘ und so stellt er sich dann bereitwillig als Zuhörer, Lehrer und Ratgeber zur Verfügung. Doch Vorsicht: Er ist und bleibt Loki! Alles was er sagt und tut, sollte man mit einem zwinkernden Auge und Humor betrachten. Menschen ohne Humor empfehle ich dringendst einen großen Bogen um Loki zu machen!11366-2

Und dann wäre da noch… Sex. Es gibt da eine Besonderheit, die Loki umgibt, die offenkundig dazu führt, dass Männer wie Frauen sich auf einer tiefen, sinnlichen und sexuellen Ebene zu ihm hingezogen fühlen. Eine enorme Feuerkraft, eine enorme Lebensenergie geht von ihm aus. Seine Präsenz ist absolut unleugbar. Diese sexuelle Energie ist so stark, dass der Zeitpunkt kam, an dem ich mich immer noch in keiner Weise auch nur annähernd in Loki verliebt hatte, ich mich fragen mußte, ob mir eine entscheidende Grundenergie Lokis verschlossen ist. Nahm ich vielleicht doch gar nicht so viel von ihm auf, wie ich glaubte? War ich möglicherweise total auf dem Holzpfad? Er war ständig um mich herum, suchte permanent körperlichen Kontakt, aber ausschließlich auf eine tiefe, respektvolle und herzliche Ebene. Wir lachten miteinander, wir unterhielten uns, wir gingen in tiefe Tiefen. Wir waren mit Themen befasst, die ausschließlich uns beide betreffen. Und ganz nebenbei kam – auch typisch für Loki – dann der Hammer: Er machte mir ein Angebot (magischer Natur, völlig unsexuell!), das zunächst dazu führte, dass ich ihn erst mal auf Abstand kickte. Das mußte sein, denn im ersten Moment hielt ich es für einen der typischen Loki-Scherze: „Hey komm, lass uns los ziehen und einen Schatz suchen!“ – wo man dann schon ahnt, dass man in der nächsten Dorfschänke hängen bleibt und drei Tage durch säuft.

Doch wenn es etwas gibt, womit Laufeyson gut umgehen kann, so ist es klares Handeln. Und so ließ er seinen Worten sehr zeitnah Taten folgen, die meine Sichtweise auf ihn und sein Wesen noch einmal enorm vertieften und klärten.

Sexuelle Energie ist Lebenskraft. Eine Lebenskraft, die Loki Laufeyson beinahe mehr benötigt als alles andere. Er schwimmt darin, er lebt darin, er möchte gerne geliebt werden. Und wenn sich diese Liebe auf einer sexuellen Ebene äußert, so schwimmt er auf diesen Wogen mit. Mir ist nun klar geworden, weshalb das ‚Loki-Fieber‘ so um sich gegriffen hat, weshalb viele sich in ihn verlieben, weshalb andere ihn aber eben auch fürchten:

Loki Laufeyson liebt die Menschen, er bewundert sie, er taucht ab in ihre wundervolle ‚Fehlerhaftigkeit‘ und ‚Kurzlebigkeit‘. Er sehnt sich nach den Lebenszyklen, die bei ihm so lange dauern, dass er sich selbst immer wieder an sie erinnern muß.

Loki ist verliebt in die Menschen. Und diese Liebe reflektiert sich in einer enormen Lebensfreude, Kraft und einem tiefen, brennendem Feuer.

Und manchmal ist Lokis Liebe schwer zu ertragen. Denn sie ist bedingungslos, klar und sie wird Dich, wenn Du sie zulässt, zu Deinen göttlichen Wurzeln führen.

Möge die Reise weiter gehen!

Lachen

Noch einmal kommt Loki!

Vielen Dank an Michael A. Weigel für die Illustration!

Vielen Dank an Michael A. Weigel für die Illustration!

Das letzte Mal in diesem Jahr! Noch einmal besteht die Möglichkeit mit Loki auf die Reise zu gehen, ehe er sich wieder zurück zieht nach Asgard! In der Sternschnuppe in Oldenbüttel findet vom Abend des 06.09.2013 bis zum Mittag des 08.09.2012 noch einmal unser magischer Loki-Workshop statt. Gemeinsam mit Cassandra werden wir abtauchen in die Welt der Mythen und Sagen!

Aus der Welt der Riesen, in die Welt der Asen gekommen ist einer, der Asgard für immer verändern sollte! Schön von Gestalt und Antlitz, im Blute verbunden mit Odin, Gefährte auf vielen Reisen schafft er es immer wieder die Welt der Asen zu erschüttern und zugleich zu bereichern.

Wagst Du es ein Wochenende mit Loki zu verbringen? Traust Du Dich, Dich vom Charme des Tricksters berühren zu lassen?

Gemeinsam werden wir uns auf eine Reise begeben, um Loki zu begegnen und ihn kennen zu lernen. Wir wollen seinen Geschichten zuhören, wollen seine Magie erfahren, wollen unsere persönliche Beziehung zu ihm erkunden.

Was bedeutet Trickster eigentlich? Und habe auch ich Trickster-Anteile in mir?

Auf unserer magischen Reise werden wir Lokis Abenteuern lauschen und unser Wissen durch Tarot oder Runen vertiefen. Gemeinsam erschaffen wir sicheren heiligen Raum, in welchem wir sowohl singen, kreativ sein, zuhören, trancen und vieles mehr können.

„Eile mit Weile“

Dieser Workshop eignet sich für Fortgeschrittene und Laien auf dem Gebiet der nordischen Mythologie und der Hexenkunst.

Menschen, denen das Thema ganz neu ist, bekommen die Gelegenheit in einem geschützten Raum unter sicherer Anleitungen einzusteigen in die Welt unserer Ahnen und der Mythen und Geschichten. Kenner der Materie haben die Möglichkeit ihr eigenes Wissen neu zu erfahren und einzutauchen in Lokis Abenteuer!

Bitte mitbringen: Alles was Du zum Wohlfühlen brauchst zB. Decke, warme Socken oder Hausschuhe, Tarot oder Runen, Tagebuch, ggf. Malutensilien, alles was Du zum Wohlfühlen brauchst.

Alle weiteren Infos sowie die Anmeldung  zum Workshop findet ihr hier.

Wie eine Illustration entsteht

In  zwei Blogeinträgen zeige ich Euch einmal wie eine meiner Illustrationen entsteht. Im heutigen Beitrag zeige ich Euch die reine ‚Handarbeit‘.

Was wird benötigt?

– Zeichenblock/Zeichenpapier

– Bleistift

– Radiergummi

– Millimeterpapier (für die keltische Ornamentik, was aber in meinem Fall auch nichts hilft 😉 )

– Tuschestifte in verschiedenen Breiten (hier: 0.1, 0.3, 0.5, 0.7)

– eventuell ein Zeichenbrett (ich habe es nicht verwendet und man sieht gleich was passiert, wenn man so vor sich hin zeichnet…)

Eine Illustration beginnt mit dem Motiv. Ursprünglich hatte ich vor eine weitere Illustration für das Fantastic Artzine Nr. 4 zum Thema ‚Die Blätter von Yggdrasil‘ zu machen. Da sich herausstellte, das von mir bereits ausreichend Material zur Verfügung steht wird das nachfolgende Motiv in einer späteren Bearbeitung dann auf einem T-Shirt landen. Zur Ansicht der Motive bitte auf die Bilddateien klicken!

Erste Vorskizze, mit Bleistift auf Entwurfspapier

Erste Vorskizze, mit Bleistift auf Entwurfspapier

Das Motiv hat den Arbeitstitel ‚Loki und seine Kinder I‘. Zunächst mache ich eine grobe Bleistiftskizze. Zu sehen sind ein Porträt des nordischen Gottes Loki, aus dem seine drei Kinder der Wolf Fenrir, Jörmungandr (die Midgardschlange) und Hel erwachsen. Die Skizze zeigt den springenden Wolf, die drohende Schlange und ein Portrait der späteren Totengöttin Hel, die den Abschluß bildet.

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Hier die Bleistiftskizze, aber nun mit keltischen Knotenornamenten.

Da das Motiv nun sehr ‚offen‘ wirkt binde ich es im zweiten Schritt – immer noch als Skizze – in eine keltische Ornamentik ein. Die Ornamente sind mit dem Motiv verbunden und bilden so einen groben Rahmen, der das Motiv ‚fest‘ hält. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht an ein T-Shirt Design gedacht, sondern in erster Linie an eine Druckpublikation. Da erachte ich es als wichtig, dass das Motiv nicht zu sehr zerfasert.

Nun überzeichne ich das Motiv mit Tuschestift und verstärke die Ränder. Hierzu ein Trick: Später wird die gesamte Vorzeichnung weg radiert. Um nicht den Tuschestift zu verschmieren oder aufzubröseln (es ist einiges an Radierarbeit von Nöten) zeichne ich auf Entwurfspapier vor (etwas teurer als Zeichenblock, aber insgesamt besser geeignet für Tuschestifte). Es ist nicht nur dazu geeignet Millimeter-Papier oder liniertes Papier unter zu legen (als Hilfslinien), sondern man kann es auch umwenden und die Bleistiftlinien spiegelverkehrt tuschieren. Wenn man später den Bleistift weg radiert gibt es dann nur eine leichte Sauerei.

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Aus Bleistift wird Tusche.

Es ist bereits zu sehen, dass ich ohne Zeichenbrett gearbeitet habe, sondern am Tisch permanent das Papier gedreht und gewendet habe. Der obere Teil der keltischen Ornamentik ist krumm und schief. Dies wird später korrigiert werden, mit dem Computer. Aber heute geht es noch um die reine Handarbeit… Insofern werden nun die schwarzen Flächen eingefärbt – mit dem Tuschestift. Nun ist das Bild grob vorentworfen und an dieser Stelle verläuft nun die Trennung zwischen der weiteren Arbeit an einem s/w-Bild und einem Farbbild.

Immer noch Vorarbeit: erste Einfärbungen mit Tusche.

Immer noch Vorarbeit: erste Einfärbungen mit Tusche.

Weitere Flächen werden geschwärzt und zugleich werden die Punktierungen, die Schraffierungen und die eine oder andere Schattierung in das Bild eingetragen. Bis hier und nicht weiter geht es heute. Über mehrere Tage hinweg habe ich an dem Bild gearbeitet und habe nun eine solide Grundlage, mit schiefen Ornamenten, die ich in den nächsten Tagen am Computer weiter bearbeiten werde. Die Arbeitsgänge zeige ich Euch dann auch gerne hier in diesem Blog.

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Vorläufiges Endergebnis – wird weiter ausgebaut.