Archiv der Kategorie: Das mystische Berlin
Ich lebe in Berlin – hier zeige ich Berlins magische Seite
Berlin – Stadt der Hexen
Heute am 15. November 2014, um 18.00 Uhr ist es nun endlich soweit! Die Sendung Berlin – Stadt der Hexen wird im RBB ausgestrahlt. Ob ich aufgeregt bin? Ein bisschen schon, aber nicht übermäßig. Denn es ist ja so: Gefällt die Sendung, dann liegt es bestimmt an den Darstellern, gefällt sie nicht ist im Zweifel immer der Sender verantwortlich 😉
Hier nun noch einige Infos zur Sendung: Meinen Artikel über das Labyrinth in den Gärten der Welt findest Du hier. Das von uns besuchte Edelsteinhaus ist das freundliche und gut sortierte Edelsteinhaus Lenz. Falls Euch das Motiv auf dem T-Shirt, welches ich getragen habe, aufgefallen ist, freut es mich. Denn es ist von mir selbst entworfen worden. Das rote Motiv auf schwarzem Untergrund ist ein Unikat. Wenn es Dir dennoch ausserordentlich gefallen hat, ist es möglich es in schwarz auf Shirts, Tassen oder Taschen zu erwerben, und zwar hier. Selbstverständlich lohnt es sich auch bei unseren anderen Motiven aus der Welt der Hexen, der Astrologie und der nordischen Mythologie zu stöbern. Ich wünsche viel Spaß!
Wenn Du mehr wissen möchtest über die Entstehung des Filmes ‚Berlin – Stadt der Hexen‘, dann kannst Du mal in meinen Artikel zum Dreh rein schauen.
Als Kartenlegerin nehme ich Gespräche über die Vistano entgegen. Auch Termine könnt ihr hier mit mir vereinbaren.
Ihr habt Fragen? Anregungen? Seid neugierig? Dann stöbert doch einfach ein bisschen in meinem Blog. Oder hinterlasst mir einen Kommentar. Ich freue mich! Facebook-Nutzer können mich auch dort finden und mir folgen: Curtis Welten. Ein Blick lohnt sich.
Bleibt neugierig!

‚Willkommen‘
Foto und Bearbeitung:
LiBella
Model: Curtis Nike
Das Bodenlabyrinth in den Gärten der Welt

Zur Blütezeit findet man in den ‚Gärten der Welt‘ alle Formen von Blüten und Blumen. Foto: Thanis Voyant
Wenn es darum geht das ‚mystische Berlin‘ kennen zu lernen, dann wird man in der Regel zwei Arten von Orten begegnen. Die einen Orte sind – mehr oder weniger – verborgene Orte, die sich nicht in jedem Reiseführer finden lassen. Sogenannte Insider-Tipps, die bestenfalls die Ortsansässigen kennen, also. Die andere Art von Lokalitäten sind derart, dass sie häufig schon bekannt sind. Entweder aus Medienberichten, aus Reiseführern oder aber weil es einfach sehr öffentlich gelegene Plätze sind. Heute möchte ich Euch aus meiner Reihe ‚das mystische Berlin‘ eine Lokalität der zweiten Variante vorstellen, nämlich die Gärten der Welt in Marzahn.
Die Gärten der Welt sind eine Parkanlage, die in der Eisenacher Straße 99 in 12685 Berlin liegt. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine Anlage mit unterschiedlichen Gärten, die diversen Kulturen der Welt zugeordnet sind. So ist es hier unter anderem möglich in den Orient abzutauchen oder japanische Gartenanlagen zu bewundern. Dies allein ist schon einen Ausflug wert. Und von daher empfehle ich auch für einen Ausflug in die Gärten der Welt auf jeden Fall einen ganzen Tag einzuplanen! Was diesen Ort aus mystischer Sicht für mich so interessant macht, ist nicht allein der Hexenkräutergarten, den man hier findet, sondern eine Besonderheit, die es hier seit dem Jahre 2007 gibt: Labyrinthe.

Das Bodenlabyrinth in den Gärten der Welt.
Foto: Thanis Voyant
Es wird generell zwischen zwei Arten von Labyrinthen unterschieden. Zum einen gibt es das klassische, ursprüngliche Labyrinth: Ein vielfach verschlungener Weg muss begangen werden und führt unweigerlich zum Ziel. Die zweite Labyrinthform ist auch als Irrgarten bekannt. Hier handelt es sich um eine Gartenbauform: In einer Anlage mit hohen Hecken werden absichtlich verwirrende und zuweilen in Sackgassen führende Wege angelegt, um die Begehenden in die Irre zu führen.

Im Zentrum angelangt hat man die Aussenwelt hinter sich gelassen.
Foto: Thanis Voyant
In den Gärten der Welt gibt es beide Arten von Labyrinthen. Mein Augenmerk möchte ich auf das Bodenlabyrinth lenken, welches an das Bodenmosaik der Kathedrale von Chartres in Frankreich angelehnt ist. In seinen Ursprüngen ist das Motiv jedoch sehr viel älter und geht auf archaische, schwer datierbare, Felsenritzungen zurück.
Der Weg in die Mitte führt über zahllose Umwege, Schlaufen und Schleifengänge. Mit Zeit und Muse lohnt es sich das Labyrinth bewußt zu betreten und konzentriert abzuschreiten. Die frühen Morgenstunden sind dafür im übrigen am besten geeignet, da der Durchgangsverkehr noch verhältnismäßig gering ist. Der erste Schritt in das Labyrinth führt aus der Aussenwelt hinaus, der letzte Schritt in die Mitte führt in die Innenwelt. Als bewußte Gehmeditation angewand kann das Schlaufenlabyrinth zu einer öffnenden Erfahrung werden.
Öffnungszeiten und Preise:
Die Gärten der Welt sind täglich ab 9.00 Uhr
bis 16.00 Uhr (November bis Februar) bzw. bis 18.00 Uhr (März und Oktober) und
bis 20.00 Uhr (April bis September) geöffnet. Der Eintritt kostet für
Erwachsene € 4,00, Kinder zahlen € 1,50
Erreichbarkeit:
Mit dem Auto sind die Gärten der Welt sehr gut erreichbar (weitere Infos gibt es hier) und es gibt auch eine große Anzahl von kostenpflichtigen (!) Parkplätzen in Nähe des Haupteinganges. Werktags ist die Parkplatzsuche kein Problem, an Sonn- und Feiertagen kann es zwar eng werden, aber bisher haben wir immer etwas gefunden. Im übrigen haben wir nie die kostenpflichtigen Parkplätze genutzt. Wer es in Kauf nimmt ein paar Schritte zu gehen findet auch in der Umgebung ein Eckchen für den Wagen.
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, findet hier die nötigen Hinweise.
Tipps für den Tagesausflug:
Die Gärten der Welt sind weitläufig und bieten zahlreiche Möglichkeiten zum rasten und ruhen. So ist es auch möglich seine eigenen Getränke und Snacks mit zu bringen und hier zu genießen. Wer sich jedoch nicht mit Gepäck belasten möchte braucht dies auch nicht zu tun. Innerhalb der Anlage gibt es kleine Raststätten die zu angemessenen Preisen gekühlte Getränke, Kaffee und Snacks anbieten. Dazu gehören neben Eis und Gebäck auch deftige Angebote wie Pommes und ähnliches. Sanitäre Anlagen sind selbstverständlich vorhanden.
Vielen Dank an Thanis Voyant für die schönen Fotos!

Ein Traum in violett.
Foto: Thanis Voyant
Die Friedhöfe am Halleschen Tor
Da ich als glückliche Stadthexe selbst in Kreuzberg lebe, möchte ich Euch heute einen Ort vorstellen, an dem man mich gelegentlich antrifft. In der Regel bei einem Spaziergang, um ein bisschen der Unruhe der Stadt zu entkommen. Der Ort liegt mitten in Kreuzberg und ist für mich eine persönliche Oase der Ruhe und der Kraft. Es handelt sich um die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor.
Umgeben von den dicht befahrenen Autostraßen Mehringdamm, Blücherstraße und Zossener Straße (und der etwas ruhigeren Baruther Straße) umfasst die Friedhofsanlage am Halleschen Tor mehrere Friedhöfe, die miteinander verbunden sind. Berlinreisende begegnen dieser Friedhofsanlage oft in ihren Reiseführern. Unter anderem sind zahlreiche Mitglieder der Familie Mendelsohn hier bestattet und im letzten Jahr hat auch eine Dauerausstellung über die Familie in der Trauerkapelle auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof eröffnet. Doch dies ist nicht der Grund, weshalb ich diesen Ort so sehr schätze. Vielmehr ist es die Tatsache, dass man hier, sobald man durch die Eingangspforte tritt, den Stress und Lärm des Alltages hinter sich lässt. Das stetige Rauschen des Straßenverkehrs, das Hupen der Autos verstummt beinahe schlagartig hinter den Friedhofsmauern. Die Luft ist frisch und klar, Vogelgezwitscher erfüllt die Baumwipfel. Wer sich Zeit und Ruhe mit bringt, um eine Weile zu rasten, wird bald Eichhörnchen, Kaninchen oder gar den Fuchs beobachten können.
Die Grabanlagen machen durchweg einen gepflegten Eindruck und es gibt auch noch alte Grüfte, die leider zum Teil schon sehr von Zahn der Zeit gezeichnet sind. Dennoch lohnt es sich einen Blick über die Grabsteine und die Steinmetzkunst, die sich in ihnen ausdrückt. Neben faszinierenden und aufwändig gestalteten Grabsteinen und Skulpturen finden sich, für das geübte Auge, auch Hinweise auf Logengräber.
Bedauerlicherweise wurde der älteste Teil der Friedhöfe für den Bau der Amerika Gedenkbibliothek – die im übrigen auch einen Besuch wert ist – und die Blücherstraße eingeebnet. Dennoch befinden sich auf den Friedhöfen auch heute noch einige alte bis sehr alte Gräber und Grabstätten bekanner Persönlichkeiten. Und so kann es passieren, dass ich einer meiner Leidenschaften nach gehe, während ich über den Friedhof schlendere. Ich lausche einem Hörbuch oder Hörspiel, verfolge die spannenden Geschichten rund um den Magnetiseur oder den Sandmann und freue mich daran, dass ein so wunderbarer Künstler wie E. T. A. Hoffmann einmal hier in Berlin gelebt und gewirkt hat und uns seine eindringlichen Werke hinterlassen hat. Hoffmann ist auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde bestattet und ich gehe an seinem Grab vorbei und grüße ihn, dankbar für seine Geschichten. Sein Grabstein trägt die Aufschrift E. T. W. Hoffmann (Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann), da das Pseudonym E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) seinerzeit amtlich nicht zulässig war.
Wer E. T. A. Hoffmann ebenfalls einen persönlichen Gruß hinterlassen möchte und vielleicht einen Ausflug in eine grüne Oase plant, dem empfehle ich einen Besuch der Friedhöfe vor dem Halleschen Tor unbedingt.
Erreichbarkeit:
Die Friedhöfe sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Es empfiehlt sich die Linie U6 oder U7 bis zur Station ‚Mehringdamm‘ zu nehmen. Zwei Eingänge zum Friedhof liegen direkt am Mehringdamm.
Wer mit dem eigenen Auto oder Motorrad kommt findet an der Seite ‚Baruther Straße‘ gratis Parkplätze. Von hier aus muß jedoch der Friedhofseingang an der Zossener Straße oder einer der Zugänge am Mehringdamm genutzt werden.
Um das Grab von E. T. A. Hoffmann zu erreichen geht man am besten durch den Haupteingang am Mehringdamm (das große, gusseiserne Tor neben dem Blumenfachhandel) und folgt nun geradeaus dem Hauptgang, bis ein weiterer Hauptgang links ab geht, hier einbiegen und man steht nach wenigen Schritten vor einer großen Kastanie (linksseitig). Nun wendet man den Blick nach links und findet das Grab, etwas zurück liegend in zweiter Reihe.
Öffnungszeiten:
Der Friedhof ist stets ab 8.00 Uhr geöffnet! In dem Monaten März bis Oktober schließt er um 20.00 Uhr, in den Wintermonaten bereits um 17.00 Uhr!
Die Öffnungszeiten sind unbedingt zu beachten, denn der Friedhof wird abgesperrt und wenn man eingesperrt wird, dann kann es sehr mühseelig sein über die Tore oder Mauern klettern zu müssen. Ohne Hilfe kann man sich dabei ganz schön verletzen!



