Schwarze Katzen bringen Unglück?

Hexenkater Iggy im Frühjahr 2016
Habt Ihr Angst vor schwarzen Katzen? Glaubt Ihr, dass sie Unglück bringen? Was macht Ihr, wenn eine schwarze Katze von links Euren Weg kreuzt? Glaubt Ihr schwarze Katzen sind ‚des Teufels‘? Oder sind sie Hexentiere?
Iggy Spock ist ein schwarzer Kater. Er ist ein Hexenkater. Er lebt mit mir zusammen. Seit dem 27.07.2004. Dies war ein einschneidender Tag in unserer beider Leben. Es war ein Tag vor meinem Geburtstag, da klingelte mein Telefon. Jemand brauchte dringend meine Hilfe. Ich sollte schnell vorbei kommen.
Seit einigen Monaten sehnte ich mich wieder nach einem neuen Mitbewohner. Nach einem tierischen Hexenfreund. Der Anrufer wusste dies genau und rief mich schnell zu sich – allerdings ohne mir zu sagen worum es ging. Nur schnell sollte es gehen. Am besten ich käme sofort! Ich war also völlig ahnungslos, als ich zu ihm – er wohnte nur 5 Minuten von mir -rüber rannte. In meiner Vorstellung hatte sich irgendwas schlimmes ereignet -Kabelbrand, Wasserrohrbruch oder ähnlich katastrophales. Als ich in der Wohnung meines Freundes ankam, da lies er mich rein und zeigte nur mit ernstem Gesicht in sein Wohnzimmer, hinter den Computerturm. Vorsichtig blickte ich dahinter und traute meinen Augen kaum. Da saß etwas winziges, kleines, schwarzes. Es schaute hoch. Das Geschöpf hatte strahlend blaue Augen. Es war ein winziges Kätzchen. Gefunden worden war es an der Arbeitsstelle meines Freundes, dort irrte das winzige Tier, welches so klein war, dass es sich kaum auf den Beinen halten konnte, weinend umher. Und niemand kümmerte sich um das Kerlchen. Ratlos standen alle umher. Mein Freund aber wusste sofort, als er das rabenschwarze Knäul sah, was zu tun war. Das Tierchen hatte Angst, war orientierungslos und brauchte vor allem erst einmal Hilfe. Kurzerhand nahm er es mit und rief mich an. Er vermutete, dass dieses kleine Kätzchen mein neuer Hexenfreund sein könnte… pünktlich vor meinem Geburtstag geschickt von Freya.
Obgleich das Kätzchen etwas verängstigt war lies es sich gleich von mir anfassen. Und schwuppdiwupp steckten wir es unter die Jacke und trugen es rüber zu mir nach Hause. Dort angekommen geschah etwas erstaunliches. Das kleine, hoppelnde Wesen (er konnte sich noch gar nicht richtig auf den Beinen halten) hatte alle Scheu verloren, hoppelte in mein Wohnzimmer und lies sich dort entspannt nieder. Und als wir direkt los zogen, um Spezialfutter für Katzenbabys und Katzenstreu zu besorgen, da war das kleine Wesen unbesorgt und kam sofort angelaufen, als wir die Tüten abstellten und ihm einen Napf bereiteten.

Dieser Winzling eroberte meine Wohnung (und mein Herz) im Sturm.
So kam Hexenkater Iggy damals zu mir.
Wir haben nie heraus gefunden wo er genau her kam. Da ich Kontakt hatte zu mehreren Stadtkatzenvereinen erfuhr ich damals, dass vor allem schwarze Katzen gerne mal ausgesetzt oder ‚vergessen‘ werden. Ihnen wird bis heute nachgesagt sie brächten Unglück, wären mit dem Teufel im Bunde, hätten einen niederträchtigen Charakter, seien bösartig oder hinterhältig. Tatsächlich erfuhr ich, dass schwarze Katzen im Tierheim oder bei den Stadtkatzen insgesamt schwerer vermittelbar seien als anders gefärbte Katzen. So ist die Lage der Dinge. Heute. Im 21. Jahrhundert.
Ich lebe mit einem schwarzen Teufel zusammen. Mit einem Hexenkater. Mit einem Höllentier.
Er ist wunderschön. Und er bringt mir jeden Tag von neuem Freude in mein Leben. Jeden Tag weckt er mich mit seinem Schnurren. Und hält mich vom Arbeiten am Computer ab. Er teilt mit mir Magie, nimmt manchmal an Ritualen teil, kriecht in die Rucksäcke meiner Gäste und vertreibt dunkle Gedanken. Freya hat ihn in mein Leben geschickt. Und darüber bin ich sehr glücklich.
Schwarze Katzen bringen kein Unglück. Aber wenn man bereit ist sich ihnen zu öffnen, dann bringen sie ganz, ganz sicher sehr viel Freude in das Leben!

*Buh* Ich bin ganz gefährlich!
Vorausschau auf Veränderungen bei Musenkuss!

T-Shirt ‚Loki und die Weltenfeinde‘ – bald nicht mehr erhältlich!
Ich werde das eine oder andere auf meiner Website und in meinem Onlineshop Musenkuss verändern, denn einige Neuigkeiten werfen ihre Schatten voraus. Ihr werdet hier in der nächsten Zeit ausgiebig informiert werden.
Zunächst wird es bei Musenkuss zu einigen Streichungen kommen:
Ende April werde ich bei Musenkuss zahlreiche Motive aus dem Programm nehmen! Darunter werden leider auch einige recht beliebte Motive sein. Unter anderem verschwinden die Motive Loki und die Weltenfeinde, Skadi, Sleipnir sowie das graue Nornenmotiv. Auch werden die Rubriken Fantasy und Pentagramm und Zauberstern komplett gestrichen!
Um Euch den Abschied etwas zu erleichtern biete ich allen, die sich noch einmal mit Tassen, T-Shirts oder ähnlichem eindecken möchte, einen Frühlingsrabatt: Vom 08. April bis zum 12. April gibt es 15 % Rabatt auf alle Artikel bei Musenkuss! Der Gutscheincode – er muss vor dem Absenden der Bestellung eingegeben werden – lautet HAPPYAPRIL!
Selbstverständlich gilt der Frühlingsrabatt auf alle Motive.
Ich weise jetzt schon einmal darauf hin, dass die Streichungen endgültig sind und auch spätere Anfragen an mich von mir abschlägig beantwortet werden müssen. Wer sich nicht bis Ende April mit seinen Wunschmotiven eindeckt, wird die Motive danach nicht mehr erwerben können. Also sagt hinterher nicht, dass ich Euch nicht vorgewarnt hätte 😉 .

Göttinnen T-Shirt
Die lange Nacht der Sirenen

In der griechischen Mythologie werden sie mit dem Unterleib eines Vogels dargestellt, in nördlichen Gegenden hingegen haben sie Fischschwänze: Sirenen und Nixen.
Anfang Oktober 1990. Es ist fast Vollmond und die Politik in Deutschland feiert die Wiedervereinigung. Ich bin auf Malta. Und ich will alleine sein. Meine Mitreisenden feiern eine Party. Ich nehme meinen Zeichenblock und gehe hinaus in die Nacht, verlasse das Hotel-Gelände. Den Pfad zum Meer kenne ich gut. Es ist sehr warm, der Mond erhellt die Nacht.
Ich wandere durch eine felsige Landschaft, gut eine halbe Stunde. Es existiert nur ein kleiner, dünner Trampelpfad. Hier gibt es kaum Tourismus. Unser sogenanntes ‚Hotel‘ liegt mitten im Nirgendwo. Und wir sind die einzigen Gäste. Alle Lichter, alle Zeichen der Zivilisation lasse ich somit sehr schnell hinter mir.
Irgendwann gelange ich an den Felsenstrand. Unter dem Mond tost das Meer in schwarzem Glitzern. Ich will mir einen Platz suchen, um in der Nacht Zeichenübungen zu machen. Eine ganz besondere Herausforderung, so denke ich mir. Doch was dann geschieht soll meine Leben für immer verändern. Ich schaue auf das Meer hinaus, möchte ein paar Linien auf meinem Block ziehen, da höre ich plötzlich etwas. Im ersten Moment erschrecke ich, glaube jemand ruft um Hilfe. Sollte etwa jemand alleine in der Nacht hinaus geschwommen sein? Das ist gut möglich, denn ich selbst bin Nachts hier schon raus geschwommen, umgeben vom wundervollen Meeresleuchten. Doch dann erstarre ich. Was ich über das Meer kommen sehe – und vor allem höre – lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Sirenen sind es, die mir völlig unerwartet aus der Dunkelheit erscheinen. Sie wispern Geschichten. Sie singen Mythen. Sie bringen das Meer zum Schwingen. Und das Herz.
In jener Nacht erfahre ich etwas über die Sirenen, das mich zutiefst berührt. Es ist ihr innerstes Geheimnis, das sich nur denen offenbaren kann, die ihren Gesang erfahren. Dieses Geheimnis bringt in der Regel den Tod. Auch ich bin zutiefst erschüttert. Ich bin verändert. Ich werde nie wieder die Selbe sein. Ich weiß etwas über diese und die andere Welt, das ich niemals mit jemanden aus der Welt der Menschen teilen kann.
Ein Ruf erklingt aus weiter Ferne, zieht an mir. Immer wieder. Dann packt mich etwas an der Schulter, eine Kraft reißt an mir. Ruckartig werde ich aus der magischen Begegnung gerissen. „Sag mal, was machst Du denn hier? Willst Du Dich umbringen oder was?“ Ich sehe in das kalkweiße, erschrockene Gesicht meiner Schulfreundin. Irritiert nehme ich wahr, dass ich auf dem Fels stehe, noch einen Schritt weiter und ich wäre ins Meer gestürzt…
Kreativ hat dieses Ereignis einen wahren Rausch in mir ausgelöst. Jahrelang waren Sirenen, Nixen, Undinen eines – teilweise das einzige – der Hauptthemen in meinen Zeichnungen und Gedichten. Und so kann man sich kaum vorstellen, dass ich gestern tatsächlich die ersten 40 Minuten der langen Nacht der Sirenen im Deutschlandfunk verpasst habe. Ich fürchte jedoch die meisten von Euch haben wohl möglich die gesamte Sendung verpasst. Von 23.05 Uhr gestern Abend bis 1.59 Uhr heute früh drehte es sich in der Sendung um Sirenen und ihren Gesang, die Inspiration, die von ihnen aus geht und die Männer, die sie betörten. Und ich habe die ganze Nacht wie gebannt vor dem Radio gesessen (bzw. im Bett gelegen) und der Sendung gelauscht. Sie war hervorragend! Heute Morgen habe ich den Sender angeschrieben, da ich auf einen Mitschnitt der Sendung hoffe.
Im Bann der Sirenen – schon wieder!

In der nordischen Mythologie ist die Göttin Ran für das Reich der Ertrunkenen zuständig. Ihre Kinder sind die Wellen. Sie können zuweilen die Seefahrer in die Tiefe reißen.
Eine Fledermaus macht noch keinen Frühling… oder?

Darauf freue ich mich in jedem Jahr von Neuem: verzauberte Fluss-Landschaften, nur mit dem Boot erreichbar.
Wenn das Wetter es zulässt, dann mache ich in Irland sehr gerne mit meinem Vater zusammen Bootstouren. Dabei fahren wir mit einem Ruderboot über die Seen, fahren von einem See in den nächsten und erreichen so auf dem Wasserweg Gewässer, die nicht mehr vom Ufer aus erreichbar sind. Manche liegen im Moor, manche liegen in unzugänglichen Gelände. Auf diese Bootstouren freue ich mich jedes Jahr von Neuem!

Ein umgefallener Baum und allerlei Treibgut, welches sich in ihm verfangen hat, stoppen unsere Bootstour.
Doch in diesem Jahr sollte uns eine unschöne Überraschung erwarten. Schon nach wenigen Kilometern entdeckten wir im Flusslauf einen umgestürzten Baum, der uns die Weiterfahrt verwehrte. Also hieß es das Boot umdrehen und – gegen den Strom – wieder zurück in den Ursprungssee fahren, um dort später anlegen zu können. Klingt ja ganz locker, aber… habt ihr schon einmal versucht ein Ruderboot mitten im Flusslauf gegen den Strom zu wenden? Das geht naturgemäß nicht. Und so mussten wir an Ort und Stelle versuchen eine ‚Anlegestelle‘ zu finden, um erst einmal Abstand zum Hindernis, welches uns blockierte, gewinnen zu können. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir waren etwa zweieinhalb Stunden damit beschäftigt das Boot zu einem Flussufer zu bekommen, meinen Vater aussteigen zu lassen (allein das ein Abenteuer für sich) und dann mit dem Seil zum Vertäuen das Boot zu wenden und dann Stück für Stück den Fluss rauf zu ziehen, bis es wieder flott war. Danach waren wir beide nass geschwitzt und froh, dass wir eine gute Kanne Tee und Kekse mit dabei hatten, denn als nächstes hieß es: Das Boot gegen den Strom zurück in den Ursprungssee zu rudern… Nein! Das wäre tatsächlich bei der verhältnismäßig starken Strömung für uns Un-Sportskanonen kaum machbar gewesen. Unsere Rettung war der kleine Elektromotor für Notfälle, den wir mit dabei hatten.
Ein anderes Ereignis hatte nicht uns, sondern einen kleinen Kobold in Not gebracht. Hierbei wissen wir gar nicht wie die Vorgeschichte lief, aber als wir an unserem letzten Nachmittag von einem unserer Bootsausflüge zurück zur Anlegestelle kamen und ausstiegen, da fanden wir an unserem Auto ein hilfloses, kleines Geschöpf vor. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Lange vor der Tag- und Nachtgleiche saß vor uns eine winzige, zitternde Fledermaus, die sich offensichtlich sowohl in der Temperatur als auch in der Tageszeit geirrt hatte.

Da braucht jemand dringend Hilfe!
Fledermäuse, die sich bei so geringen Temperaturen bereits draußen aufhalten und dies am hellen Tag, sind in Lebensgefahr. Auch das Hocken am Boden ist untypisch für diese kleinen Kerle, da sie aus dieser Position nicht immer unkompliziert starten können. Das dieser kleine Kobold sich nicht wohl fühlte, das erkannten wir sofort. Mein Vater fürchtete schon, dass wir eine Beerdigung organisieren müssen, doch es kam glücklicherweise anders!
Natürlich ist der Wunsch so ein kleines Kerlchen in die Hand zu nehmen oder zu streicheln nachvollziehbar. Doch dies sollte man tunlichst vermeiden! Hier auf dem Festland auch aus gesundheitlichen Gründen, aber eben auch, um so ein Tier nicht übermäßig zu ängstigen. Und manchmal hilft eine kleine ‚Starthilfe‘ schon aus. Glücklicherweise wussten wir, das der kleine Flattermann seine Wohnstätte nur 20 Schritt von unserer Anlegestelle entfernt hatte. Denn dort befand sich die Ruine eines alten Hauses. So suchte ich ein Stück flaches Holz und schob es sachte dem Kobold unter das Köpfchen. Die Wirkung dieses Berührung wirkte Wunder! Der kleine Kerl hob den Kopf und begann die Flügel zu strecken. Keine zwanzig Sekunden später schaffte er den Start und weg war er – in Richtung Heimstatt. Wie schön!
Irland ist doch immer wieder für eine Überraschung gut. Ich bin gespannt, was uns im nächsten Jahr erwartet…

Es kehrt wieder Leben in den kleinen Flattermann
Frühling kommt!
Es singen der Menschen Herzen,
das Land voll Blütenduft,
es leuchten hell die Kerzen,
Frühling liegt in der Luft!
So wünsche ich Euch allen
ein schönes Frühlingsfest,
voller Freude und Gefallen,
und mit ’nem Osternest!
Ostara 2016
Curtis Nike

Frühling kommt!
