Zauberhafte Festtage!
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, ganz langsam kommt alles zur Ruhe. Noch wuselt es vor allem in den Supermärkten, in den Kaufhäusern und auf den Weihnachtsmärkten, doch energetisch sind die bevorstehenden Rauhnächte schon spürbar. Und ich hoffe auch Ihr nehmt dies wahr, könnt ein bisschen die Muggelwelt ausblenden und den Streß hinter Euch lassen.
Es ist an der Zeit zurück zu blicken, zu schauen was das letzte Jahr bewirkt hat, was geschehen ist und welche Umbrüche es mit sich gebracht hat. Die Rauhnächte bringen innere Einkehr, aber auch Sicht für die kommenden 12 Monde. Ihren Auftakt haben sie in der Region, aus der ich stamme, mit der Sonnenwendnacht. In diesem Jahr ist die Sonnenwende in der Nacht auf den 22.12.2015. Dies ist die längste Nacht des Jahres. Morgens um 5.48 Uhr dann hat die Sonne ihre südlichste Deklination. Und somit beginnt wieder ihr Aufstieg, doch wirklich spürbar wird dies erstmalig nach den Rauhnächten.
In einigen Regionen Deutschlands beginnen die Rauhnächte erst mit der Mitrasnacht bzw. dem heiligen Abend. In diesem Jahr haben wir am Mitrastag, also am ersten Weihnachtsfeiertag, einen Vollmond im Zeichen Krebs. Eine gute Zeit also, um sich den eigenen Gefühlen und Herzensangelegenheiten zuzuwenden.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen von ganzem Herzen eine entspannte, ruhige und zauberhafte Julzeit.
Möge stets ein Licht für Euch brennen!
Möge Eure Tafel stets gefüllt sein mit Speise und Trank!
Mögen die Menschen, die Euch am Herzen liegen, um Euch sein!
Möge es eine friedliche Zeit werden!

Foto: LiBella
Model: Curtis Nike
Die Verdandihilfe – Unterstützung in Krisensituationen
Heute möchte ich Euch, liebe Hexen und Heiden, liebe neugierige Muggel, auf ein neues Projekt hinweisen. Vor allem denen unter Euch, die alleine arbeiten, möchte ich es ans Herz legen.
In Krisensituationen- wie beispielsweise bei Erkrankungen – gibt es zahlreiche Angebote unserer Gesellschaft für Unterstützung: Angebote kommerzieller Natur, aber auch ehrenamtlicher Natur. Doch in tiefen Umbrüchen, die oft auch unser spirituelles Bewußtsein betreffen, stehen viele Hexen, Heiden oder Polytheisten oft alleine da. Hat man keinen Coven, keinen Orden, keine Gruppe, in der man arbeitet, so sieht man sich zuweilen mit seinen Ängsten und Unruhen, auch mit den spirituellen Krisen, die sich entwickeln können, oft auf sich selbst zurückgeworfen. Ich selbst weiß aus eigener Erfahrug wie hilfreich und stützend eine liebe Hand, ein offenes Ohr oder auch einfach nur eine gemeinsame Tasse Tee sein kann, wenn man mit den Kräften am Ende ist und manchmal einfach nicht mehr weiter weiß. Doch nicht alle Hexen oder Heiden haben Wurzeln in bestehenden Gruppen und sind dann gerade in Krisensituationen möglicherweise ‚allein gelassen‘.
Auf diesen Mangel hat nun ein Zusammenschluß unterschiedlicher, paganer Gruppierungen reagiert. Ab Januar 2016 gibt es die Möglichkeit über die Verdandihilfe Kontakt zu ehrenamtlich wirkenden, naturreligiös aktiven Menschen aufzunehmen. Die Privatinitiative bietet seelsorgerische Unterstützung an. Auf der Website der Verdandihilfe findet Ihr alle notwendigen Informationen.
Ich wünsche der Verdandihilfe hiermit einen guten Start in eine wichtige und wertvolle Arbeit!
Möge Verdani die Fäden weitreichend verflechten!
Das Eisenpentagramm
Immer wieder bekomme ich Emails und Anfragen, ob ich in meinem Blog nicht bitte auch einmal magische Übungen oder Rituale beschreiben könnte. Das könnte ich durchaus machen, aber ich finde das es zu diesen Themen einige sehr gute Beiträge gibt. Aus diesem Grunde möchte ich Euch heute auf den Blog von Nymphenkuss hinweisen. Die geschätzte Kollegin von mir beginnt heute mit einer Reihe zum „Eisenpentagramm“. Das „Eisenpentagramm“ ist – neben dem „Perlenpentagramm“ – eine wichtige Grundübung in der Persönlichkeitsentwicklung einjeder magisch wirkenden Hexe. Während das Eisenpentgramm sich in das Innere wendet, also die Beschäftigung mit sich selbst fokusiert, ist das Perlenpentagramm nach aussen, in die Gemeinschaft gerichtet.
Gerne benutze ich, für das Verständnis der beiden Pentagramme, das Bild des geerdeten Menschen. Er steht auf dem Grund von Mutter Erde, verbunden mit den Elementen. In seinem Inneren fließt das Blut, welches lebensnotwendiges Eisen transportiert. Zugleich ist Eisen ein Herzelement unseres Planeten, dessen flüssiger Kern mit aus Eisen besteht. Beim Zirkulieren des Eisenpentagrammes spüre ich bewußt das Zirkulieren des Blutes in den Adern.
Zugleich ist jeder Mensch aus Sternenstaub, trägt in sich die Energie der Sterne, die über uns strahlen. In den Erdungen, die ich vor Ritualen durchführe, mache ich gerne eine kleine Trance. Die Hexe, die mit beiden Beinen auf den Boden steht, bodenständig und fest, wird verbunden mit ihrem Stern, der über ihr steht. Wie eine Perle strahlt der Stern und wir Menschen stehen immer zwischen Erde und unserem Stern, der uns zeigt wie wir uns im Aussen darstellen können. Von daher ist mein Perlenpentagramm auch mein persönliches Sternenlichtpentagramm.
Ich lade Euch ein mit Nymphenkuss ein Jahr der Magie mit dem Eisenpentagramm und dem Perlenpentagramm zu begehen! Die Reise beginnt hier: Das Eisenpentagramm
Herbstmelancholie

Herbstmelacholie
Foto: LiBella
Model: Curtis Nike
Nebel liegt in dichten Schwaden über der Stadt. Das Laub hat sich verfärbt und fällt kraftlos zu Boden. Ein weiteres Jahr neigt sich seinen letzten Mondumläufen zu. Und heute Nacht ist Samhain, das endgültige Ende der Sonnenzeit.
Mein Herz ist schwer, meine Gedanken kreisen trostlos und traurig. Herbstmelancholie hat mich ergriffen – stärker als in den Jahren zuvor. In den letzten Tagen war es sehr intensiv. Dabei ist das normalerweise gar nicht meine Natur. An und für sich bin ich ein sehr optimistischer, lebensbejaender Mensch, lebe im Jetzt und Hier. Mit meiner Vergangenheit habe ich selten gehadert. Was ist nur los mit mir? Was treibt mich um?
Die einschneidenden Ereignisse der letzten drei Jahre haben mich stark gezeichnet. Und als ich an diesem Morgen in den Spiegel sah, die grauen Strähnen im einst feuerroten Haar, die Spuren des Alters im Gesicht und die Herbstgedanken in den Augen, da wurde mir klar, dass nicht nur dieses Jahr seinen Sommer beendet. Auch für mich ist die Mitte des Sommers meines Lebens längst überschritten. Die erste Lebenshälfte liegt hinter mir, die zweite ist angebrochen. Und ich habe es nicht einmal gemerkt. Mit einem Male sind die zukünftigen Möglichkeiten nicht mehr so fern. In dreißig Jahren kann mein Licht längst verloschen sein. Dabei hatte ich erst kürzlich das Gefühl: In dreißig Jahren steht Dir die Welt offen! Wie schnell die Zeit zu fließen scheint.
Und mit einem Male bin ich erleichtert. Denn ich habe längst erkannt, worum es – für mich – im Leben geht: Erfahrungen zu machen! Und davon kann man immer welche machen. Egal in welchem Lebensalter. Alles, was man dazu benötigt ist ein offenes Herz und einen neugierigen Geist.
Heute Abend sitze ich, zusammen mit Hexenfreunden und meinem Kater, der sogar schon ein Rentner ist, bei Glühwein. Wir werden es in dieser dunklen Nacht, in der die Vorhänge zur anderen Welt dünn sind, ruhig angehen lassen. Während wir uns Geschichten erzählen und magisches aushecken, bemalen wir die selbst hergestellten Kerzen für die kommende Julzeit. Und dabei hören wir den Wispern der Geister zu, die in dieser Nacht umherspuken. Sollte es an der Tür klingeln, sollten kleine Geister erscheinen, so werden sie mit Schokolade in Schach gehalten. Das klappt immer.
Ich wünsche Euch ein zauberhaftes, dunkles Fest, voller Besinnlichkeit und Schokolade!

Es ist an der Zeit unserer Herkunft, unserer Ahnen zu gedenken!
Foto: LiBella
Model: Curtis Nike
Happy Halloween!

Die Raben gelten in der nordischen Mythologie als Boten Odins. Foto: LiBella
Model: Curtis Nike
Morgen um 13.06 Uhr ist der zweite Herbstvollmond. Er steht im Zeichen Stier und läutet die Halloween-Woche ein. Die Schleier zwischen den Welten werden dünner. Die Verbindung zur Anderswelt ist spürbar. Es ist eine gute Zeit, um die persönliche Beziehung zu den Göttern zu pflegen. Aber auch die Naturgeister und vor allem die Ahnen sind sehr präsent. Zu den Ahnen zähle ich hier nicht nur die Ahnen des Blutes, sondern auch die des Geistes. Für mich sind dies die Vorreiter, die es uns heute ermöglichen, frei und selbstbestimmt zu leben.
Das Allerheiligen-Fest, Halloween oder Samhain wird bei mir ruhig begangen. Mit Kerzenschein, Gebäck und Glühpunsch, gemütlich zusammen mit Kater, Freunden und Familie. Gemeinsam werden wir beisammen sitzen, Geschichten erzählen und die Winterkerzen dekorieren und vorbereiten. Im Gegensatz zum Neuzeitlichen ‚Erschrecken‘ und ‚Durch die Straßen ziehen‘ geht es bei mir also sehr entspannt zu.
Wie begeht Ihr die Halloween-Zeit?
Wie auch immer Ihr es haltet: Ich wünsche Euch allen ein schönes Herbstfest und einen guten Start in die dunkle Jahreszeit!


