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Hilfe benötigt!

19.07.2021 ev

Ihr alle habt sicherlich mitbekommen was sich im Ahrtal ereignet hat. Die Bilder in den Medien sind erschütternd und ich habe mich dazu entschlossen hier im Blog bewusst keine Fotos von der Überschwemmungskatastrophe zu posten. Statt dessen möchte ich Euch um Hilfe und Unterstützung für mir engen Freunde bitten, die in der Nacht zum 15.07.2021 alles, bis auf ihr Leben, verloren haben. Die erste Nachrichten von der Flutkatastrophe erreichten mich am Morgen des 15.07.21 nach einer unruhigen Nacht. Ich selbst war in NRW und erst am Vortag mit dem Zug soeben noch aus Aachen weg gekommen (es fiel zu diesem Zeitpunkt jeder zweite Zug aus). Am Morgen des 15. dann erhielt ich die schockierenden Nachrichten aus Ahrweiler: Meine Freunde Denny und Andreas, die gerade eben dabei waren zusammen zu ziehen und seit mehreren Wochen ihre Wohnung liebevoll sanierten, renovieren und einrichteten, waren innerhalb weniger Augenblicke überflutet worden. Die neue Erdgeschosswohnung, in der gerade die neu gelieferte Küche noch unaufgebaut in Kartons stand, wurde vollständig zerstört. Beide verloren ihre Autos, Andreas Familie wurde ebenfalls von der Flut getroffen und die Bilder, die mich privat erreichten, bevor das Netz zusammenbrach, waren so furchtbar, dass ich weinend in meinem Sessel saß. Ich konnte es nicht fassen. Und ich kann es auch noch nicht fassen. Ahrweiler, die Stadt aus der auch Teile meiner Familie stammen, existiert so gesehen nicht mehr.

Meine Freunde – einige von Euch kennen sie auch von Mos Maiorum und aus meinen Reiseberichten hier im Blog – sind am leben, gesund und vorerst in Sicherheit. Aber sie haben ihre Existenzgrundlage komplett verloren.

Gemeinsam mit engen Freunden haben wir ein Spendenkonto eingerichtet, damit sie die Möglichkeit haben sich zumindest erst einmal wieder ein neues Leben aufzubauen. Jeder Euro zählt und das Geld kommt zu 100% bei unseren Freunden an.

Falls Du helfen möchtest, so kannst Du es hier!

Wir danken euch von Herzen für Eure Unterstützung!

Litanei gegen die Furcht

14.03.2020

Diejenigen, die meinen Blog regelmäßig lesen, wissen, dass ich nicht dazu neige meinen Senf zum Tagesgeschehen dazu zu geben. Doch zuweilen gibt es Sachverhalte, die so präsent sind, dass sie auch in meinem Leben ziemliche Wirkkraft haben. Und so erlebte ich heute Morgen in aller Frühe beim Einkaufen Menschen in Verunsicherung und Angst. Dies hat mich erschüttert.
In einem Fall kam es sogar zu wüsten Beschimpfungen des Personals und anderer Kunden. Ursache dieser Beschimpfungen waren nichts weiter als Angst und Verzweiflung.
Ich selbst erledigte meine Einkäufe wie immer, ich war freundlich wie immer, ich kaufte nicht mehr und nicht weniger ein als sonst. Ich habe keine Angst vor der momentanen Situation, ich fürchte keine Viren, denn sie gehören zum Leben dazu. Auch Covid 19 ist ein Teil unseres Lebens, wir werden damit fertig werden. Die Welt wird nicht unter gehen. Die Apokalypse wird nicht kommen. Die Menschen werden – nach und nach – mit dem Virus fertig werden.
Ja, ich kann erkranken. Du auch. Ja, ich kann sterben. Du auch. Ja, es kann unangenehm werden, weil wir uns einschränken müssen. Unangenehm für Dich, unangenehm für mich. Denn: Ich bin verletzlich. Ich bin angreifbar. Ich bin sterblich. So wie Du. So wie wir alle. Dessen bin ich mir stets bewusst. Dennoch werde ich mein Leben weitestgehend so weiter führen wie bisher. Achtsamkeit und kleine Einschränkungen (keine Umarmungen, keine Küsse, kein gemeinsames Trinken oder Essen vom selben Besteck usw.) gehören selbstverständlich dazu.
Vorsicht: Ja, Angst: Nein;
Bedachtsamkeit: Ja, Furcht: Nein;
Achtsamkeit: Ja, Verzweiflung: Nein.

vulkanischer Gruß (Smileys & Menschen - Karosserie)

Der vulkanische Gruß: Live long and prosper!

Für diejenigen unter Euch, die sich fragen warum Angst und Furcht für mich generell unangebrachte Ratgeber sind möchte ich an dieser Stelle eines meiner Lieblingszitate aus einem meiner Lieblingszyklen aus der Welt der Science Fiction anbringen. Und diesmal ist es weder aus Star Trek noch aus Star Wars.
Diese Litanei begleitet mich seit Jahren und ist ein wichtiges und stärkendes Hilfsmittel. Sie stammt aus dem ‚Dune‘-Zyklus. Für mich persönlich ist sie gerade in Zeiten der Krise ein wertvolles Mantra, das mich stärkt und mir zugleich zeigt was Angst aus uns Menschen macht, wenn wir ihr zu viel Raum geben.

LITANEI GEGEN DIE FURCHT

Ich darf mich nicht fürchten.
Die Furcht tötet das Bewußtsein.
Die Furcht führt zu völliger Zerstörung.
Ich werde ihr ins Gesicht sehen.
Sie soll mich völlig durchdringen.
Und wenn sie von mir gegangen ist, wird nichts zurückbleiben.
Nichts außer mir.
– Frank Herbert, Der Wüstenplanet