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Die Zaunköniginnen

Das Logo der Zaunköniginnen aus Berlin

Das Logo der Zaunköniginnen aus Berlin

Transformationen benötigen zuweilen sehr viel Zeit. Vom ersten Impuls, bis hin zum Samenkorn, welches aufgeht, können Tage, Wochen, ja zuweilen Jahre vergehen. Dieses Phänomen kenne ich von mir selbst nur zu gut, und so ist vielleicht nicht erstaunlich, dass ich Euch heute ein Projekt präsentieren möchte, welches schon über ein Jahr gärt.

Als Angehörige der großen Familie des Phoenix hatte ich bereits im letzten Jahr erneut eine intensive Begegnung mit dem magischen Feuervogel und seinen Freunden. Damals tauchte zum ersten Mal ein kleines Vögelchen im Zusammenhang mit dem Phoenix auf, welches ich nur zu gut aus anderen mythischen Verbindungen kannte: Der kleine Zaunkönig. Zunächst dachte ich mir dabei nichts, sondern nahm das kleine Kerlchen einfach nur freundlich zur Kenntnis. Was ich noch nicht ahnen konnte, war: Er hatte nicht vor wieder davonzufliegen…

Die jährlichen Treffen der Phoenixfamilie in der wundervollen Sternschnuppe sind für mich stets inspirierend und Impuls gebend. Die intensive magische Arbeit, geführt durch individuelle Inspiration, kompetente magische Leitung und einen absolut vertrauensvollen und sicheren Rahmen, gibt mir oftmals Kraft, die ich in meine Arbeit und meinen Alltag integrieren kann. Doch immer mehr spürte ich, dass ich einen vergleichbaren Raum zu Hause schmerzlich vermisste. Einen Bereich für tiefes, magisches Erleben, einen Bereich für bedingungsloses Empfinden und Fühlen, einen sicheren Raum, in dem Hexen und Zauberer unterschiedlicher Richtungen einander unparteiisch und bewertungsfrei begegnen. Magische Verbindungen zwischen den Traditionen neugierig schlagen zu können und zugleich die Kompetenz zu haben kreativ mit den Impulsen umzugehen, dies ist für mich ein Bereich der Magie, aus dem ich meine Kraft schöpfe.

Zuweilen benötigt ein neues Projekt Anstöße von Außen, manchmal aber ist es auch so, dass Ideen ineinandergreifen wie Zahnräder und die Dinge dadurch in Bewegung kommen. Brighid Kildare, ebenfalls ein Mitglied der weitreichenden Phoenix-Familie, brütete etwas aus. Wir hatten schon oft magisch zusammen gewirkt, sei es bei Workshops, bei gemeinschaftlichen Treffen, beim Phoenixcamp oder vergleichbaren Anlässen. Unsere Vorstellungen und Ideen liefen stets in ähnliche Richtungen und die unterschiedlichen, magischen Hintergründe, die wir beide mit uns brachten, bereicherte die Zusammenarbeit stets. Oftmals spann eine von uns einen Faden, den die andere auffing und weiter führte. Und bald kam uns zu Ohren, dass wir mit unseren Ideen und Vorstellungen nicht alleine waren. Der Zaunkönig zwitscherte uns ein Lied ins Ohr. Ein Lied von Zaunreiterinnen, die er getroffen hatte, die sich ein neues magisches Netzwerk wünschten, an dem sie mitwirken und weben konnten.

Und so ist es nun – nach weit über einem Jahr Vorarbeit – soweit: In Berlin haben sich die Zaunköniginnen gegründet! Alles, was Du über diese bunte Gruppe starker, kraftvoller und magischer Frauen wissen musst erfährst Du auf der Website der Zaunköniginnen!

Bleibt neugierig!

 

 

Widerstand gegen Dementoren

Machtvoll gegen Dementoren: Ein werdender Schokolatier!

Machtvoll gegen Dementoren: Ein werdender Schokolatier!

Dementoren sind ‚Verdunkler‘, sie gelten als Personifikation der Angst.
In der Magie ist die Integration der eigenen Ängste ein wichtiges Grundthema. Nur wer seine Ängste kennt, ihnen mutig entgegen treten kann und sich ihnen letztendlich stellt, kann sich selbst erkennen. In uns schlummern Urängste, die in unseren modernen Lebensumständen oftmals in verändertem Gewand erscheinen. Die klassischen Urängste sind die Angst zu Verhungern, die Angst vor dem Alleinsein und letztendlich die daraus resultierende Angst vor dem Tod. Diese tiefsten Ängste sind meist die, die oft unerkannt in uns gähren. Durch Projektionen werden sie ins Außen reflektiert und erlangen dort – bleiben sie unbearbeitet – große Macht.

In den Harry Potter Büchern (und Filmen) wird Angst durch die Dementoren versinnbildlicht. Jene Kreaturen, deren Gegenwart ‚jegliches Glück‘ aus Dir saugen und Dir, so Du nicht in der Lage bist sie zu bekämpfen, am Ende die Seele rauben und Dich unbeseelt zurück lassen. Das beschreibt das Wirken unreflektierter und unbearbeiteter Angst ziemlich gut: Du wirst niemanden mehr erkennen. Deine Freunde und die Familie werden Dir fremd, alles scheint Dir feindlich gesonnen zu sein und jedes Wort, welches aufgenommen wird, wird als feindlich empfunden. Wer sich in seinen Ängsten verliert, verliert den Kontakt zu sich sich selbst, zur Außenwelt und bleibt Gefangener seiner Gedankenstrukturen. Beziehungen werden oberflächlich und fade. Oder aber sie werden bis ins Absurde hoch gehoben, so dass sie zum Scheitern verurteilt sind, da das gegenüberstehende Wesen ausschließlich dazu dient eigene Bedürfnisse zu befriedigen und diesen zu dienen. Der Mensch als solcher verschwindet. Magische Arbeit versandet in Ohnmacht oder in Allmachtsphantasien. Der magische Weltenretter und scheinbar ‚Über-den-Dingen‘-Stehende befindet sich hierbei an der Seite des melancholisch, depressiven Pessimisten. Und beide merken es oftmals nicht.

Das Herstellen von Schokolade braucht viel Liebe und Konzentration.

Das Herstellen von Schokolade braucht viel Liebe und Konzentration.

Wie gut, dass es tatsächlich wirksame Mittel gegen Angst, und somit gegen Dementoren, gibt. Und tatsächlich ist eines der Hausmittel – sowohl in der Harry Potter Saga als auch in der magischen Realität – Schokolade. Vermutlich muss ich den wenigsten von Euch etwas über die Wirksamkeit dieses Zaubermittels sagen. Selbst die Muggel-Wissenschaft hat es längst erkannt: Schokolade macht glücklich! Und aus diesem Grunde liegt es doch nahe, dass ich meinem Zauberlehrling heute einmal ein Rezept vermittle, welches nach Schreckmomenten, Alpträumen und bei der Arbeit an den eigenen Ängsten hilft wieder auf die Beine zu kommen.

Selbstgemachte Schokolade! Schmeckt gut und hilft!

Ihr benötigt:
100 g Kokosfett
25 g Erdnussbutter (wer Erdnüsse mag kann auch bis zu 40 g nehmen!)
100 g Puderzucker
50 g reines Kakaopulver
1 Packung Vanillezucker

Zunächst solltet ihr Puderzucker, Kakao und Vanillezucker gut durchmischen und gegebenenfalls sieben. Das Puder sollte sehr fein sein, denn dann ist es einfacher zu verarbeiten.

Das Kokosfett mit der Erdnussbutter schmelzen. Dies kann im Wasserbad geschehen. In unserer Hexenküche benutzen wir dazu ein Stövchen, über dem wir im zugehörigen Kesseltopf das Fett unter ständigem Rühren erwärmen.

Sobald das Fett flüssig ist wird das vorbereitete Kakao-Zucker-Pulver zügig mit dem Schneebesen unter gerührt. Hierbei sollte sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit sich keine Klümpchen bilden. Es sollte eine leicht zähflüssige und glatte Masse entstehen. Diese Masse wird dann in Silikon-Pralinenformen gegossen. Wer so etwas nicht zu Hause hat kann auch normale Eiswürfelformen verwenden. Zum Festigen dann wird die Masse in den Kühlschrank gestellt (nicht in die Tiefkühlung!).

Guten Appetit!

Magische Köstlichkeiten, sie sind schneller gegessen als hergestellt...

Magische Köstlichkeiten, sie sind schneller gegessen als hergestellt…

Zur Aufbewahrung empfiehlt sich der Kühlschrank.

Wer Erdnüsse nicht verträgt kann ja ersatzweise Maronencreme oder Macadamiacreme benutzen. Köstlich!

Hasta la vista, Dementoren!

Tanz in den Mai

Der Maibaum steht, mit Kranz und Tanzbändern für dreizehn Tänzer und Tänzerinnen!

Der Maibaum steht, mit Kranz und Tanzbändern für dreizehn Tänzer und Tänzerinnen (die Kinderhexen haben nicht mitgetanzt oder mit den Eltern getanzt)!

Das Maifest, der Tanz in den Mai, das irische Beltane und die Walpurgisnacht haben eines gemeinsam: all diese Feste finden in der Nacht zum und am ersten Mai statt. Diese Zeit verbindet uns energetisch eng mit der Welt der Feen und Elfen. Zugleich ist sie die Hochzeit des Frühlings und läutet den Sommer ein. So mag es kaum verwundern, dass diese Nacht mit vielen Mythen in Verbindung steht. Es treffen sich die Hexen zum Tanz, so heißt es. An magischen Plätzen wird von Zauberern und Hexen gefeiert. Besenflug und Flammentanz finden nun statt. Und so mag es kaum verwundern, dass wir Hexen von den ‚Freunden des Phoenix‘ uns in dieser Zeit treffen!

Magie ist Zauberkraft, Magie ist Kunst und Wissenschaft, Magie ist Konzentration. Vor allem aber ist Magie eines: Kreativität! Und gerade zum Maifest, mit dem wir unser Phoenixtreffen eröffneten, ist Kreativität in allen Formen und Farben Bestandteil des Festes. Und dabei ist nicht nur die kulinarische Kreativität – in Form von Maibowle und Maischmaus – gemeint. Schon das Aufbauen des Maibaums erfordert nicht nur Kraft und Koordination, sondern vor allem auch kreativen Ausdruck. So beginnt das Fest mit einer uralten, magischen Tätigkeit: Hexen sitzen überall, in Haus und Garten, und knüpfen aus verschiedenfarbiger Wolle bunte Bänder. Dabei werden Geschichten erzählt oder Wünsche in die Bänder hinein gewoben. Zum Verbinden der Fäden werden nur die Hände benutzt. So hat jede Hexe ihre eigene Technik. Einige flechten die Bänder, andere knoten und winden, wieder andere häkeln oder stricken mit den Fingern die Bänder zusammen. Überall wird geraunt, erzählt, gelacht, einige singen auch. Viele der angereisten Hexen sehen sich nur zum Treffen des Phoenix, einmal im Jahr, und so gibt es viele Geschichten, die geteilt werden, während die Hände wie automatisch an ihrem Werk arbeiten.

Umwunden von handgeknüpften Bändern trät der Maibaum unsere Wünsche.

Umwunden von handgeknüpften Bändern trägt der Maibaum unsere Wünsche.

Es ist schön, an diesem Maitag. Die Sonne scheint angenehm, ohne das sie brennt. Die Bänder werden am Maikranz angebracht und warten nun darauf im Tanz verflochten zu werden.

Der Maitanz ist jedes Jahr von Neuem ein Abenteuer, eine Herausforderung, ein kreatives Wagnis – zumindest für mich. Denn eines kann ich ganz sicher nicht: Tanzen. Glücklicherweise fällt dieses Hemmnis beim magischen Maitanz kaum auf. Denn das Tanzereignis ist jedes Mal von Neuem so lustig und verwirrend, dass es eine reine Freude ist mitzumachen. Trommeln schlagen, Stimmen singen ein Lied für den Phoenix, die Bänder werden auf genommen und es beginnt ein doppelter, gegenläufiger Kreistanz, der es in sich hat. Hier werden Bänder verflochten, indem sie im Tanze miteinander verwoben und dann um den Baum gewunden werden. Magie ist Kreativität. Magie ist Lebensfreude. Magie ist Lachen, Lachen ist Magie.

Und als nach einiger Zeit – ich weiß nicht wie lange wir getrommelt, gesungen, getanzt haben – die Bänder endlich verwoben sind, da wartet ein köstlicher Maischmaus auf uns. Salate, frisch gebackene Brote, Cremes und Pasten, und auch Gegrilltes gibt es, direkt vom Feuer.

Das Maifeuer brennt. Es wird noch bis tief in die Nacht gefeiert. Man hört Murmeln und Raunen. Devination wird betrieben, Rauch steigt in die Luft. Alles durftet nach Frühling!

Es war ein wundervolles Maifest!

Maiabend - traumhaft schön!

Maiabend – traumhaft schön!

 

 

Buttons, Pins, Broschen

Es gibt Neuigkeiten aus meiner Bastelwerkstatt: Die farbenfrohen Pentgramm-Buttons sind wieder erhältlich! Die Pins sind alle von mir erstellt und 25 mm groß. Mit diesen frischen Ansteckern wird Magie tragbar.

Farbenfrohe Buttons für Hex' und Heid'

Farbenfrohe Buttons für Hex‘ und Heid‘

Kostenfaktor für einen Pin: 1,25 €, 5 Pins kosten 5 €. Portokosten: 0,90 €.
Beträge unter 15 € und Erstbesteller Versand ausschließlich nach Vorauskasse!

Interesse? Anfrage genügt!

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Warnung!

 

Buchempfehlung: Der Wächter des Sternensees

Mit dem Lesen von Romanen, das ist so eine Sache bei mir. Ich habe verhältnismäßig hohe Ansprüche an ein Buch, und wenn ein Roman es nicht schafft mich innerhalb der ersten drei Kapitel zu überzeugen, dann landet er in der Ecke. So kommt es, dass manch ein sogenannter Bestseller nur angelesen bei mir rumgammelt, während das ein oder andere Buch-Bonbon bei mir hoch geschätzt wird. Naja, es heißt ja auch – medienwirksam – Bestseller und nicht Bestreader…

Das letzte Buch, welches es vermochte mich in seinen Sog zu ziehen und auch mit einer extrem spannenden Story zu überzeugen war Der Wächter des Sternensees von Demetria Cornfield. Aus diesem Grunde möchte ich Euch dieses Buch heute etwas genauer vorstellen.

Buchcover "Der Wächter des Sternensees"

Buchcover „Der Wächter des Sternensees“

Genre

Im weitesten Sinne, kann man den Roman der Gegenwartsliteratur zuordnen. Er spielt ‚hier und heute‘ und die Hauptfiguren scheinen zunächst einmal Leute ‚wie Du und ich‘ zu sein. Und das sind sie auch. Allerdings… ich weiß nicht wie es bei Dir ist, geschätzter Lesermensch, auf jeden Fall sind es Leute wie ich. Denn die Handlung dreht sich vordergründig um die jugendliche Vicky und ihre Tante, die eine praktizierennde Hexe ist und auch von ihrer Hexenkunst lebt. Hierbei wird man phantastische Elemente, á la Harry Potter, allerdings vergeblich suchen. Denn in diesem Roman geht es um Magie, so wie sie heutzutage praktiziert wird.

Die Story

Es beginnt alles so, wie es in manch einem modernen Hexenleben beginnt: Mit Neugier und etwas Übermut. Die jugendliche Vicky wird auf eine Gothic-mäßige Halloween-Party eingeladen. Und kurzerhand beschließt man eine Seance abzuhalten. Als diese jedoch von Erfolg gekrönt ist, bricht Panik unter den Teilnehmern aus und Vicky wird – obgleich sie es noch nicht weiß – in ein magisches Abenteuer hinein gezogen, welches es in sich hat. Denn Vicky muss erkennen, das die Welt, in der sie lebt, eine andere ist, als sie bisher angenommen hatte. Mit Hilfe ihrer Tante Lily beginnt sie erste, kleine Schritte in die Welt der Magie zu machen. Und ehe sie sich versieht wird auch ein magischer Orden auf sie aufmerksam. Gibt es etwas an ihr, das sie von anderen Menschen unterscheidet? Warum scheint sie in der Lage zu sein Dinge wahr zu nehmen, die andere nicht wahr nehmen? Was ist mit ihr passiert, dass sie mit einem Male die Welt mit anderen Augen sieht?

Der Schreibstil

Der Roman ist nicht nur flüssig geschrieben, sondern zudem spannend und gut erzählt. Die Autorin zeichnet ein authentisches und nachvollziehbares Bild von der Welt der Magie. Dabei ist der Schreibstil so gehalten, das der Roman sowohl für die unbedarfte als auch für die magische Leserschaft spannend zu Lesen ist. Der Aufbau des Romans steigert sich, so dass man das Buch nach einer Weile nicht mehr aus der Hand legen mag. Tatsächlich fragt man sich, warum ein so routiniert und gut geschriebenes Buch keinen größeren Verlag gefunden hat.

Die Autorin

Demetria Cornfield ist eine praktizierende Hexe, die auch Erfahrungen mit der Ritualmagie der Hermetik hat. Die 1970 in Bangkok geborene Hexe ist geprägt durch die christliche Religion, aber auch den thailändischen Geisterglauben. Ein Teil ihrer magischen und spirituellen Erfahrungen flossen in den Roman „Der Wächter des Sternensees“. Demetria Cornfield lebt heute mit ihrer Familie im Allgäu.

Resümee

Ein absolut lesenswerter Hexenroman, der mit einer spannenden und magischen Story aufwartete. Er ist für Hexen ebenso empfehlenswert wie für die nichtmagischen Bevölkerungsschichten. Für mich war dieser Roman ein Lichtblick im obligatorischen Buchdschungel. Fundiert, spannend und unterhaltsam. So muss ein Roman sein! Unbedingte Leseempfehlung.