Ein Ausgehtipp für Hexen!

Peti Songcatcher
Berlin gilt, nicht nur seit dem gleichnamigen Film, als „Stadt der Hexen“. Dies im Übrigen nicht allein deshalb, weil hier viele Hexen leben, sondern auch aus dem Grund, dass es hier viele Veranstaltungen gibt, die von Hexen oder für Hexen gemacht sind.
Besonders freue ich mich heute darüber Euch eine Veranstaltung ans Herz zu legen, zu der ich eine besondere Freundin in der Stadt erwarte. Zur 30. Berliner Nacht der Spirituellen Lieder kommt Peti Songcatcher, verwurzelt in der Reclaiming Tradition, nach Neukölln und tritt dort zusammen mit Paula Noske auf. Unter dem Motto „Singen öffnet – Stille macht achtsam – Gemeinschaft verbindet“ treffen sich die Musiker und die Zuhörer am Freitag den 19.02.2016 um 19.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche, Fuldastraße 50, 12045 Berlin. Das Konzert findet auf reiner Spendenbasis statt und wird voraussichtlich bis 23.00 Uhr gehen. Und wann schon hat man die Möglichkeit Hexenmusik live in einer Kirche hören zu können? Dies ist eine der wundervollen Entwicklungen der Neuzeit, die ich sehr begrüße.
Peti Songcatchers Musik zeichnet sich durch enorme Kraft und Energie aus. Sie sammelt auf der ganzen Welt Lieder aus der Hexentradition und gibt Ihnen in mehren Sprachen kraftvollen Ausdruck. Ihre Musik erschien bisher auf den CDs Singing the Circle of Abundance through the Weel ot the Year und Lieder zwischen Himmel und Erde. Beide Cds sind traumhaft schön und ich freue mich darüber Peti nächste Woche in Berlin wieder zu sehen.
Vielleicht hast ja auch Du Lust zu kommen und Dich verzaubern zu lassen?

CD-Cover ‚Lieder zwischen Himmel und Erde‘
Imbolc

Ein Altar im Freien mit Kerzenlicht.
Der Schneemond macht nun dem Hornung Platz. Der zweite Monat des Sonnenumlaufes bricht an und läutet den Festtag der Brigid (auch Brigit) ein. Sie ist die Strahlende, die Leuchtende, ihr Name ist ‚Erhabenheit‘. Möglicherweise stammt die irische Göttin Brigid von der altkeltische Göttin Brigantia ab.
Brigid ist als Göttin so bedeutend, dass ihr Name zuweilen gleichbedeutend mit der Bezeichnung ‚Göttin‘ verwendet wurde. Verehrt wird sie heute – wie früher – als Göttin der Dichtkunst und Kreativität, als Göttin der Inspiration und des Schmiedefeuers. Ihr Festtag, der Geburtstag Brigids, war ursprünglich der erste Februar, beginnend mit der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar. Die Festlichkeiten endeten in der Dämmerung des ersten Februars. Ursächlich dafür ist die Tatsache, dass – wie auch bei den Germanen – bei den Kelten der Tag mit der Nachtdämmerung begann. Zu späteren Zeiten wurde das Fest christianisiert und als Lichtmess auf den 2. Februar gesetzt.

Manche Hexen richten sich beim Feiern des Imbolc-Festes nach dem Mond.
Imbolc, Imbolg oder Oimelc ist ein Lichterfest. Die Tage werden nun spürbar länger. Atmet man am Morgen die Luft ein, so ist sie klar und noch voller Winterduft. Zugleich aber liegt in ihr der Schein der aufgehenden Sonne, die nun endlich ihren Tiefpunkt fühlbar überwunden hat. Vogelgezwitscher liegt in der Luft. Der Frühling ist schon am Horizont zu erkennen. Das Herz erwärmt sich. Zugleich beginnt auch die Natur langam zu erwachen. Das Lammen fängt nun langsam an. Zu Ostara werden die kleinen Lämmer bereits übermütig über die Wiesen springen.
Ein schönes Imbolg-Ritual, welches ich selbst schon mehrfach gemacht habe, ist das Erbauen von Papierschiffen (oder kleinen Holzflößen), auf denen eine Kerze Platz findet. Sie wird entzündet und das Schiff wird mit guten Wünschen für die kommende Saison in einen Fluss entlassen. Wer die Möglichkeit hat einen ‚Außenaltar‘ zu nutzen, kann auch hier sein Licht aufstellen und die Segenswünsche mit der Flamme der Kerze davon tragen lassen. Und natürlich geht das auch daheim, auf dem Hausaltar.
Ich wünsche Euch die Flamme der Inspiration und den Segen Brigids!

Imbolc-Wünsche
Wer übrigens durch diesen Artikel neugierig geworden ist und mehr darüber erfahren möchte, wie Hexen ihre Feste feiern, dem möchte ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.
Poetische Meditation
Den Sternen entgegen
strecke ich mich
dehne mich aus
werde eins
mit dem All
mit der Unendlichkeit
Verliere meine Grenzen
und bin ganz
ein
und
alles
(06.01.2013 ev)

Foto: Thanis Voyant
Model und Bearbeitung: Curtis Nike
Wintertage in Berlin

Schnee in einem Hinterhof in Berlin Kreuzberg. Foto und Text: Curtis Nike
Draußen ist es bereits dunkel. Der Mond steht hoch am Himmel. Die Winternächte sind lang; die Tage sind kurz und kalt. Der erfrischende Duft von Schnee liegt in der klaren Luft. Schnee… er legt sich sanft über die Straßen und Dächer, hüllt die parkenden Autos ein. Das weiße Weich bedeckt Blumen, Pflanzen und jedes Grün. Berlin wirkt rein und klar. Stress und Sorge scheinen wie weg gewaschen oder unter der Schneedecke verborgen.

Das Zollhaus am Landwehrkanal in Kreuzberg im Winterzauber.
Foto: Curtis Nike
Berlin im Winter, wenn Schnee gefallen ist, haftet ein ganz besonderer Zauber an. Vor allem in den frühen Morgenstunden dämpft der Schnee die allgemeine Hektik der Großstadt. Der Winter entschleunigt. Die Straßen wirken ruhiger, die Häuser gedrungener, enger beieinander, unter der Schneedecke. Das weiße Weich beruhigt und entspannt die Seele. Und diesen Hauch von Magie nehmen nicht nur Hexen wahr. Gerade in den frühen Stunden des Tages oder an den Wochenenden sieht man überall Menschen in den Parks und Anlagen der Stadt. Ihr Atem dampft gleich Nebelschwaden in der trockenen Luft und wirbelt in der klirrenden Kälte. Einige Fenster sind mit Eisblumen bemalt. Der reflektierende Schnee macht den Tag heller als er eigentlich ist.

Ein ganz besonderer Blick auf das Gleisdreck mit der U1. Winterwelt Berlin.
Foto: Curtis Nike
Die Stadt ist schön im Winter.
Berlin ist schön.
Der Winter ist schön.
Das Leben ist schön!
Schneemond in Berlin
Als ich heute Morgen erwachte, da war Berlin mit einer weißen Decke zugedeckt. Die Luft war klar und es war traumhaft schön. Sofort stieg ich in meine Winterschuhe und machte ein paar Fotos.
In den nächsten Tagen bin ich durch einen Umzug sehr eingebunden und so wird es wohl bis Ende nächster Woche dauern, bis ich Euch die Bilder von Berlin Kreuzbergs Winterwelt präsentieren kann. Bis dahin hier nur ein kleiner Vorgeschmack. Ich wünsche Euch allen ein traumhaft schönes Winterwochenende!
Das Leben ist schön!

Foto und Text: Curtis Nike
