Archiv der Kategorie: Hexenkram

Imbolc

Der Februar beginnt. Wenn wir morgens wach werden, so spüren wir die länger werdenden Tage endlich. Das Licht wird immer stärker und stärker. Dieser wohltuende Gedanke begleitet die Imbolc-Zeit, das Brigid-Fest. Die strahlende Göttin der Inspiration und Dichtkunst wird traditionell in der Nacht vom 01. zum 02. Februar gefeiert. Parallel wird von unseren christlichen Freunden Lichtmess begangen.

Ich wünsche Euch eine wundervolle Imbolc-Zeit, ein kraftvolles Erstarken des Lichtes! Möge mit Imbolc der Funke der Inspiration, Kreativität und Schaffenskraft auf Euch fallen.

So sei es!

Zauberhafte Imbolc Wünsche! Foto: LiBella Model: Curtis Nike

Zauberhafte Imbolc Wünsche!
Foto: LiBella
Model: Curtis Nike

Die wilde Jagd beginnt!

Der Wind braust durch das blattlose Geäst. Es ist dunkel draußen. Kein Mond bescheint den Hof. Kälte steigt auf. Es ist soweit! Die Dunkelheit hat Überhand über das Licht gewonnen! Die dunkelste Nacht im Jahr steht vor der Tür. Und mit ihr beginnen die Zwölf Rauhen (in einigen Regionen beginnen diese erst mit der Mitrasnacht, dem heiligen Abend). Wenn ich hinaus lausche, so höre ich scharrende Hufe, ich spüre kalten Atem. Es sind die wilden Rosse, Hunde und Wölfe, die den Wode begleiten auf der wilden Jagd.

Mit dem Abenddämmern und dem Sinken der Sonne begann bei unseren Ahnen der ’neue‘ Tag und so ist nun Winteranfang, mit Beginn der längsten Nacht des Jahres. Ich habe diese Nacht mit Freunden zusammen bei einem wundervollen Konzert für die Weihnacht verbracht. Im Anschluss haben wir gemeinsam heiße oder alkoholische (oder beides zusammen) Getränke genossen und die Rauhnächte begrüßt. Morgen Nacht dann findet das Fest statt. Die Zeit der inneren Einkehr beginnt. Die rauhe Zeit beginnt, die Rauchzeit, die Zeit die Wohnung auszuräuchern und von allem Alten zu reinigen. Einige kennen diese Tradition vielleicht noch, kleine Rauchmännchen stehen in den Häusern und verströmen den Duft von entzündeten Räucherkegeln. Andere benutzen Räucherstäbchen. Oder Kräuterbündel, die entzündet werden. Der herbe Geruch mischt sich mit dem herrlichen Duft von Keksen, Mandeln, Äpfeln. Hmmmmm. Und dazu Kerzenschein. Was kann es schöneres geben?

Ich wünsche Euch allen besinnliche, entspannte und friedvolle Feiertage, egal wie Ihr sie begeht. Möget Ihr eine warme, kuschelige Zeit haben, mit gut gefüllten Kelchen und Tellern! Möget Ihr und all Eure Lieben zauberhafte Raunächte haben!

Schneekugel für Blog

Foto und Bearbeitung: LiBella
Model: Curtis Nike

 

 

 

 

Berlin – Stadt der Hexen

Heute am 15. November 2014, um 18.00 Uhr ist es nun endlich soweit! Die Sendung Berlin – Stadt der Hexen wird im RBB ausgestrahlt. Ob ich aufgeregt bin? Ein bisschen schon, aber nicht übermäßig. Denn es ist ja so: Gefällt die Sendung, dann liegt es bestimmt an den Darstellern, gefällt sie nicht ist im Zweifel immer der Sender verantwortlich 😉

Hier nun noch einige Infos zur Sendung: Meinen Artikel über das Labyrinth in den Gärten der Welt findest Du hier. Das von uns besuchte Edelsteinhaus ist das freundliche und gut sortierte Edelsteinhaus Lenz. Falls Euch das Motiv auf dem T-Shirt, welches ich getragen habe, aufgefallen ist, freut es mich. Denn es ist von mir selbst entworfen worden. Das rote Motiv auf schwarzem Untergrund ist ein Unikat. Wenn es Dir dennoch ausserordentlich gefallen hat, ist es möglich es in schwarz auf Shirts, Tassen oder Taschen zu erwerben, und zwar hier. Selbstverständlich lohnt es sich auch bei unseren anderen Motiven aus der Welt der Hexen, der Astrologie und der nordischen Mythologie zu stöbern. Ich wünsche viel Spaß!

Wenn Du mehr wissen möchtest über die Entstehung des Filmes ‚Berlin – Stadt der Hexen‘, dann kannst Du mal in meinen Artikel zum Dreh rein schauen.

Als Kartenlegerin nehme ich Gespräche über die Vistano entgegen. Auch Termine könnt ihr hier mit mir vereinbaren.

Ihr habt Fragen? Anregungen? Seid neugierig? Dann stöbert doch einfach ein bisschen in meinem Blog. Oder hinterlasst mir einen Kommentar. Ich freue mich! Facebook-Nutzer können mich auch dort finden und mir folgen: Curtis Welten. Ein Blick lohnt sich.

Bleibt neugierig!

'Willkommen' Foto und Bearbeitung: LiBella Model: Curtis Nike

‚Willkommen‘
Foto und Bearbeitung:
LiBella
Model: Curtis Nike

 

Besuch bei den Matronen und Merkur

Eine Rekonstruktion eines Weihesteines für die Matronen. Sie steht in Nettersheim.

Eine Rekonstruktion eines Weihesteines für die Matronen. Sie steht in Nettersheim.

Meine römischen Freunde Q. Albia Corvina und D. Gratius Ludovicus schreiben einen sehr schönen und äußerst lesenswerten Blog. Immer wieder stolpere ich in ihrem Blog über Reiseberichte zu Orten, an die es mich nahezu magisch zieht. Vor allem die Artikel über das Matronenheiligtum in Nettersheim sowie der Bericht über den rekonstruierten Merkur-Tempel in Tawern weckten in mir die Reiselust. Naturgemäß sind diese Orte für mich als Berliner Hexe zwar sehr attraktiv, aber zugleich auch sehr weit entfernt. Und so nutzte ich einen Familienbesuch in der Ferne, um im Anschluss ein Wochenende bei den Römern zu verbringen. Geplant waren zumindest ein Tagesausflug zu den Matronenheiligtümern und dann zum Ausklang gemeinsame Essen und Filmabende im Heimkino. Bei guter Wetterlage hatten die beiden zudem vor mich nach Tawern und anschließend nach Trier zu entführen.

Curtis Nike mit Sonne im Rücken. Matronen-Weihestein in Pesch.

Curtis Nike mit Sonne im Rücken. Matronen-Weihestein in Pesch.

Die Götter waren uns gewogen und so kam ich in den Genuss gleich zweier lohnenswerter Erlebnistouren. Im Bereich der Eifel konnte ich nicht nur das Matronenheiligtum in Nettersheim, welches in einem archäologischem Park angesiedelt ist, sondern auch den Umgangstempel in Zingsheim sowie den traumhaft schön gelegenen Tempel in Pesch besuchen. Letzterer ist im Wald, etwas abseits, gelegen. Man muss ein Stück gehen, um ihn zu erreichen. Die Anlage ist komplett von Wald umgeben und strahlt eine außerordentliche Kraft aus. Eine nahezu magische Atmosphäre liegt über der Anlage und die untergehende Sonne verzauberte den Ort noch einmal durch ihr goldenes Licht. Ich kann nur jedem, der die Gegend besucht, empfehlen sich die Zeit zu nehmen eine Weile hier mit einzuplanen und an diesem magischen Platz zu verweilen. Deutschland ist – glücklicherweise – reich an mystischen Orten. Dies ist ein ganz besonders ansprechender davon!

Doch schon am folgenden Tag sollte ich einen weiteren bemerkenswerten Platz kennen lernen! Die Reise ging nach Tawern zum Römischen Tempelbezirk. Hier sind bei archäologischen Grabungen mehrere Tempel entdeckt worden. Das besondere bei dieser Anlage ist jedoch der komplett rekonstruierte Umgangstempel des Merkur, welcher originalgetreu und mit viel Liebe zum Detail wieder errichtet und bemalt wurde. Mittelpunkt der Kultstätte ist eine überlebensgroße Statue des Merkur. Vor dem Tempel befindet sich weiterhin noch der Altar, welcher für Rituale genutzt werden kann – und genutzt wird. Ein Betreten des Tempels selbst ist – wie auch schon in der Antike – nur dem eigens dafür zuständigen Personal gestattet.

Auch der Merkurtempel ist sehr schön, mitten im Wald, gelegen. Der Weg dorthin führt durch einen kleinen, angenehmen Waldspaziergang, was vor allem an einem sonnigen Sonntagvormittag sehr wohltuend ist.

Der Gott Merkur im Tempel von Tawern.

Der Gott Merkur im Tempel von Tawern.

Nach diesem Ausflug wurde ich von den Römern nach Roma Secunda, also nach Trier, entführt, wo ein Museumsbesuch anstand. Wir hatten Tickets für Das Rheinische Landesmuseum, um dort eine ganz besondere Veranstaltung zu besuchen: Im Reich der Schatten. Eine Reise an der Seite des Gottes Merkur in die Vergangenheit und an die Schwelle zur Unterwelt. Eine absolut empfehlenswerte und beeindruckende Multimedia-Veranstaltung, welche die Vergangenheit durch modernste Technik buchstäblich zum Leben erweckt. Gänsehaut ist bei dieser bemerkenswerten Veranstaltung garantiert!

So kann ich im großen und ganzen sagen, dass mein Urlaub in diesem Jahr mit nur 2,5 Tagen zwar extrem kurz ausgefallen ist, dafür jedoch intensiv, abenteuerlich und unvergesslich gewesen ist.

Einen Dank in die Eifel für diese zwei wundervollen Tage!

 

Lieder zwischen Himmel und Erde

Es gibt neues aus der magisch-hexischen Songschmiede von Peti Songcatcher . Vor wenigen Wochen erschien ihre lang erwartete zweite CD, die ich Euch an dieser Stelle vorstellen möchte. Freunde der Musik können sich hier einen Eindruck ihrer ersten CD machen.

Die Künstler

Peti Songcatcher

Peti Songcatcher

Als Interpreten der CD fungieren ‚Peti Songcatcher & friends‘. Dahinter verbergen sich zum einen natürlich die bei Bremen lebende Künstlerin Peti Songcatcher selbst, die Initiatorin des ganzen Projektes ist. Ihr Name ist Programm. Peti reist durch die Welt und besucht dort Reclaiming Witchcamps, wo sie Hexenlieder oder anderer Songs mit spirituellem Inhalt, einfängt und bewahrt.

Um die Songs zu bewahren und weiterzugeben gibt es nun die zweite CD, auf der sie unter anderem der Musiker, Schauspieler, Schriftsteller und Künstler Duke Meyer und die, bereits auf ‚Singing the Circle of Abundance through the Weel of the Year‘ mitwirkende Berliner Musikerin Paula Noske unterstützen. Und diese Unterstützung wirkt sich sehr erfreulich auf die ganze CD aus, wie ich im weiteren zu berichten weiß.

Die CD und die Musik

‚Lieder zwischen Himmel und Erde‘ – so ist der Titel des vorliegenden Silberlings. Und auch hier bleibt die namensgebende Künstlerin ihrem multilingualem Motto, das schon den Vorgänger „Singing the Circle of Abundance through the Weel of the Year“ durchwoben hat, treu. Die CD bietet insgesamt 13 Musikstücke, die in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch präsentiert werden.

Die Aufmachung des Silberlings ist sehr liebevoll und schön.

Denn die CD wird in einem Pappschuber, der sich aufklappen lässt, geliefert. Im Inneren verbergen sich zum einen die Songtexte sämtlicher Musikstücke. Zudem kann man ein liebevoll gestaltetes Booklet finden, das sich im Inneren verbirgt und zu jedem Stück die Geschichte seines ‚Findens‘ erzählt. Besonders ansprechend finde ich die CD selbst auf der ein Foto von Peti Songcatcher abgedruckt ist, die mit weit geöffneten Armen durch seichtes Wasser auf den Betrachter zu läuft, als wolle sie ihn umarmen. Das Foto strahlt so viel Lebensfreude und Herzlichkeit aus, dass die Vorfreude auf den Inhalt nur umso mehr steigt. Also, ab in den CD Player mit dem guten Stück!

Gleich der Opener war mir bereits wohl bekannt, denn im April durfte ich bereits im Vorfeld meine Ohren spitzen und bekam das Stück Take me down zu hören. Und so beginnt die CD ‚Lieder zwischen Himmel und Erde‘ bereits sehr vielversprechend. Schon die öffnende Musiksequenz, in der ein Trommel und ein Didgeridoo das Stück eröffnen, gibt die Richtung der CD an. Die instrumentale Ausführung der Musikstücke ist auf dieser CD intensiver und klarer ausgefallen als beim Vorgänger. Neben diversen Trommeln, Didgeridoo, Gitarren oder Harfenklängen gibt es diesmal auch einige Soundeffekte zu hören. Meeresrauschen oder ein aufziehendes Gewitter, Naturgeräusche, die den Zuhörer inmitten einer Wiese wähnen aber auch Synthesizer lassen sich diesmal finden. Wer nun jedoch erschrocken zurück zuckt und fürchtet, dass dadurch die Magie des Vorgängers verloren geht, den vermag ich zu beruhigen. Genau das Gegenteil ist der Fall! Das tragende Element jedes Stückes ist nach wie vor die intensive und kraftvolle Stimmarbeit, die im Mittelpunkt des Wirkens steht. Durch die professionelle Instrumentalisierung und insgesamt sehr klare und gute Produktion wird der Gesang vielmehr stark unterstrichen und intensiviert.

Besonders spannend ist, dass dieses mal ein Stück, nämlich das trilinguale ‚Fire transform me‘ seinen Namen alle Ehre macht: Es ist gleich zweimal auf der CD enthalten. Die erste Version beginnt mit den starken Stimmen der Sängerinnen, in die sich langsam das Zupfen des Basses und dann Schlagwerk mit einschleicht. Nach und nach hört man auch einen leichten Echoeffekt, der sich über die kraftvollen, jauchzenden Stimmen legt.

Wie, um zu zeigen, dass der Inhalt des Musikstückes – Transformation durch Feuer/Leidenschaft – Programm ist, findet sich eine zweite Version des Stückes auf der CD. Hier wählte man den Mut und das Stück schleicht sich mit elektronischen Soundeffekten ein, die Stimmen tauchen kurz auf und schaffen dann einem Digeridoo Raum, welches dann vor Gesang und elektronischer Untermalung zurück tritt. Ich sage nur: Wow! Das selbe Stück, komplett anders inszeniert. Besser kann man kreative Prozesse wohl kaum ausdrücken oder hörbar machen!

CD-Cover 'Lieder zwischen Himmel und Erde'

CD-Cover ‚Lieder zwischen Himmel und Erde‘

Für wen ist die CD geeignet?

Diese CD ist passend für Hexen, für Heiden, für Freunde guter und intensiver Lieder, für Menschen, die sich neuen Musikeindrücken öffnen können. Die Lieder sind hervorragend dazu geeignet bei Ritualen oder Tänzen gehört und gesungen zu werden. Oder aber auch gemütlich abends am Lagerfeuer, Kamin oder eben bei Kerzenschein.

Resümee

Für den Zuhörer, der sich auf diese CD einlässt, ist Gänsehaut garantiert! Vor allem das Hören mit Kopfhörern empfehle ich sehr! Einmal bequem in den Sessel legen, die Augen schließen und sich die Lieder vorsingen lassen. Sie gehen unter die Haut, sie dringen in das Herz, fließen direkt ins Blut! Und während ich dies schreibe erwische ich mich schon wieder dabei, wie ich eines meiner persönlichen Lieblingslieder ‚Where is the Moon‘ schon wieder mit singe… Und die Songcatching-Geschichte zu diesem Stück hat mir tatsächlich die Tränen in die Augen getrieben.

Und auch diese CD bietet, wie der Vorgänger, mit ‚Good Night sweet Witches‘ ein optimales Gute-Nacht-Lied. Doch Achtung! Auf der CD verbirgt sich noch eine kleine ‚Einschlaffalle’… denn auch wenn es dreizehn Musikstücke sind, welche die CD bietet, gibt es da noch eine ominöse Nummer vierzehn… und was es damit auf sich hat verrate ich nicht, dass muss man schon selbst heraus finden 😉

Hörproben:
Hier könnt ihr in die CD reinhören und sie auch käuflich erwerben.

Gesamtlänge
ca. 63 Minuten

Preisleistungsverhältnis
Die CD kostet 21 € und ist jeden Cent dieses Betrages wert!

Wie beim Vorgänger gilt: Wenn es gelingt fünf Interessenten zusammen zu bekommen, dann zahlt die Gruppe für 5 CDs den Preis von lediglich 4 CDs, was den Preis dann natürlich entsprechend reduziert.

Auch bei Peti Songcatchers zweiter CD handelt es sich um ein Stück ganz besonderer Musik und ganz besonderer Liederkultur!